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Welt im Wandel oder wie „Social“ zum Marketing kam.

Täglich entstehen neue Erklärungsmodelle, die Unternehmern und Führungskräften erklären sollen, wie sie denn nun richtig „Social Media Marketing“ machen. Auch gibt es inzwischen ein wahres Meer an Büchern, Blog Artikeln und Workshop Angeboten, die das Thema auf vielerlei Arten erklären. Ich selber biete ja dazu auch Seminare, Vorträge und Workshops an und dieser Blog hier soll ja auch dabei unterstützen, Social Media Marketing zu verstehen und optimal einzusetzen.

Was mir aber immer wieder auffällt, die Benutzung ist schnell klar, auch das eine durchdachte Strategie auf Basis des bestehenden Marketing Konzeptes am Anfang aller Social Medialen Erfolge stehen muss, leuchtet jedem schnell ein. Das Wo, Wie und Was ist also gar nicht allzu schwierig. Woran liegt es dann aber, dass trotzdem so viele sich im Social Media Marketing schwer tun? ,

Im Zuge meiner Ausbildung zur Business Trainerin entwickle ich gerade ein komplett eigenes Trainingsprogramm, für mein Thema, also Kommunikation 2.0. Dabei ist mir aufgefallen, dass bei all den  Antworten auf Wo, Wie, Was ein wichtiges W fehlt… Das WARUM!

Warum funktioniert Social Media Kommunikation so wie es funktioniert? Warum haben manche Unternehmen damit so Riesen Erfolge und andere eben nicht? Warum ist Social Media Marketing so viel mehr als ein Hype?

Weil unsere Welt sich seit 20 Jahren (mindestens) in einem Wandel befindet.

Vor gut 15 Jahren, war ich zu Gast in einer Talkshow. Damals bestand ja das komplette TV Programm aus diesen Shows, in denen sich lauter mehr oder weniger normale Menschen auf eine Bühne gesetzt haben, um irgendein Thema zu diskutieren. Ich wurde eingeladen, weil ich damals in Hamburg als Filialleiterin einer Einzelhandelskette jemandem von den Talkshow Machern aufgefallen bin. Es ging um das Thema „Servicewüste Deutschland“ und dieser Jemand meinte, ich sei im Umgang mit Kunden ungewöhnlich freundlich. In dieser Sendung wurde dann bis zum Erbrechen darüber gestritten, ob Kunden neuerdings so viel mehr erwarten, oder ob Verkäufer plötzlich besonders unfreundlich sind. Für mich lag damals die Wahrheit, wie so oft, irgendwo in der Mitte. Aus heutiger Sicht scheint es mir aber so, als ob mit den Talkshows damals etwas begonnen hat, das bis heute beinahe so etwas wie eine Revolution geworden ist. „Wir sind die Kunden, wir haben zu bestimmen, denn wir bezahlen euer Leben“ oder so ähnlich 😉

Auch in der Politik findet diese schleichende Revolution statt. Konnten frühere Politiker Generationen sich doch immer darauf verlassen, dass wenn sie nur resolut und laut genug waren, immer ausreichend braves Stimmvieh an die Urne getrottet ist, um sie in ihrem Machtanspruch zu bestätigen, will heute jeder Wahlberechtigte gleich mitbestimmen… „Alle Macht geht vom Volke aus!“ Wie im alten Rom, so wollen die Menschen auch heute wieder im Forum gehört werden. Nur ist es eben nicht mehr ein Platz in der Mitte der mächtigsten Stadt weit und breit, sondern viele kleine Foren, mit vielen Menschen unterschiedlichster Herkunft und sozialer Stellung, die da Volkes Macht demonstrieren.

1999 entstand das „Cluetrain Manifest“ ein Ausschnitt aus der Überschrift sagt aus, was sich in den letzten 10 Jahren zu dem entwickelt hat, das wir heute „Social Media Kommunikation“ nennen:

Ein kraftvolles globales Gespräch hat begonnen. Über das Internet entdecken und gestalten die Menschen neue Wege, um relevantes Wissen mit rasender Geschwindigkeit auszutauschen. Als direktes Resultat werden die Märkte intelligenter — und sie werden schneller intelligent als die meisten Unternehmen.

Der schönste und für mich wichtigste Satz ist der: „Märkte sind Gespräche“

Nein, ich behaupte hier nicht, dass jetzt lauter viel schlauere Menschen überall mit diskutieren wollen. Wahrscheinlicher ist es wohl, dass sich einfach sehr viele für schlauer halten als sie es sind, aber Tatsache bleibt, unabhängig davon wie schlau oder weniger schlau die Menschen heute sind, sie wollen mit bestimmen. Sie wollen ihre Meinung sagen und vor allem …sie wollen ernst genommen werden!

Im Grunde ist es doch ganz einfach… Jeder von uns ist sehr viel öfter Kunde als Anbieter, oder?

Wie gut kommen denn bei Ihnen Unternehmen an, die Sie stundenlang in Warteschleifen parken, um dann durch eine freundliche, aber inkompetente Person, mitteilen zu lassen, dass der von Ihnen gewünschte Ansprechpartner für Ihr Problem (oder Ihre Anregung, oder vielleicht sogar Ihr freundliches Kompliment zum gelungenen Produkt) für Sie keine Zeit hat?

Wie gefällt es Ihnen, wenn Sie immer häufiger das Gefühl haben, Ihnen wird etwas angedreht, dass Sie weder brauchen noch wirklich wollen? Haben Sie nicht auch manchmal gute Lust, jemandem richtig vor das Schienbein zu treten, weil der Sie herablassend behandelt, oder Sie womöglich sogar wissentlich betrogen hat?

Märkte sind Gespräche… egal was Sie im Markt positionieren wollen, kommen Sie mit den Menschen, die Ihren Marktplatz erst zu einem Markt machen, ins Gespräch. Hören Sie denen genau zu, die am allerbesten wissen, was an Ihrem Produkt das besonders Tolle ist, oder eben was Ihr Produkt zu dem besten in diesem Markt machen kann.

Es gibt noch einige andere Warums die den Erfolg von Social Media Kommunikation ausmachen, aber das Zuhören und der respektvolle Umgang mit anderen Menschen, ist eben der wichtigste Grund, diese Revolution verstehen zu lernen.

Kommen Sie doch besser mit den „Märkten“ also Menschen ins Gespräch, als bei Ihrer „Zielgruppe“ ins Gerede.


Im Grunde ganz einfach…

Da war sie wieder, die Annahme „Das weiß doch jeder, dass muss ich doch nicht erzählen“ Irrtum, was meine tägliche Arbeit mit Social Media Instrumenten so einfach macht, kann ja ein „Neu Social Webber“ nicht kennen, wenn´s ihm keiner sagt, also schreibe ich das doch hier mal auf. Bitte nicht als Regel oder „einzig wahren Weg“ betrachten, denn es handelt sich um die Wege, die sich für mich als praktisch erwiesen haben und ich bin sicher es gibt noch vieles andere. Empfehlen kann ich aber eben nur das, womit ich selber die besten Erfahrungen gemacht habe. Abraten kann ich allerdings auch… und zwar von allem, das automatisch folgt, entfolgt oder Nachrichten versendet. Das Social Web lebt in Maschinen, aber ausschließlich durch die Menschen die sie bedienen. Also bitte nur denen folgen, deren „Gezwitschere“ sie wirklich lesen wollen und nur dann eine direkte Nachricht senden, wenn sie dem Angeschriebenen etwas persönliches mitteilen wollen. „Danke das sie mir folgen, schauen sie doch mal auf meine … Seite“ Nachrichten sind nervig und unerwünscht.

TweetDeck

Mit TweetDeck die Infoflut überblicken

Das Browser unabhängige Tool TweetDeck zeigt, in mehreren Fenstern nebeneinander, was mich in der großen Zwitscherwelt gerade am meisten interessiert. Neben der Timeline in der alle Tweets derer stehen denen ich folge, kann ich mir vorher in Twitter zusammengestellte Listen anzeigen lassen, oder Tweets zu einem bestimmten Thema, wenn dieses mit einem allgemein gültigen Hashtag (#Thema) versehen sind. Zum Beispiel interessiert mich aktuell, was denn die Enquete Kommission „Internet“ twittert. Also habe ich zuerst einmal alle in dieser Kommission Aktiven in einer Twitterliste gesammelt. Dann habe ich einige der Tweets dieser Enquete Mitglieder gelesen, bis ich den Hashtag #eidg entdeckt habe, so dass ich in einem der TweetDeck Fenster alle mit #eidg gekennzeichneten Tweets mit verfolgen kann ohne jedem zu folgen der da twittert. Auf diesem Wege habe ich auch schon viele „Verfolgenswerte“ Twitterer gefunden, die mir sonst vielleicht nie über den Bildschirm gehuscht wären 😉

Natürlich kann ich über TweetDeck auch meine Replys (Tweets die meinen Namen also @AngieDor erwähnen) beobachten und direkte Nachrichten (DMs) in einem eigenen Fenster sehen. Für jedes Fenster, das ich einrichte, gibt es die Möglichkeit, sich durch ein kleines Popup Fenster und einen Ton benachrichtigen zu lassen, wenn dort etwas Neues kommt. Diese Funktion habe ich persönlich aber lieber nur auf Replys und DMs beschränkt, da mir sonst einfach zu oft das Popup in die Arbeit blinkt. Um aber etwas das gerade brennend interessiert oder eben Nachrichten an mich persönlich nicht zu verpassen, erleichtert diese Funktion den Umgang ungemein, muss ich schließlich nicht ständig nach schauen ob´s da was Neues gibt.

Vernetzen der Netzwerke

Wer Accounts in allen gängigen Social Networks hat, könnte gut und gerne sowohl den ganzen Arbeitstag als auch die gesamte Freizeit damit zubringen, in jedem dieser Netzwerke Präsens zu zeigen, in dem  man immer mal eine neue Statusmeldung einträgt. Da gibt es aber zum Glück einige Möglichkeiten, diesen Zeitaufwand einzukürzen. Bei Facebook, den VZ Gruppen, LinkedIn und My Space gibt es die Möglichkeit, den Account mit Twitter zu verbinden, so dass jeder Tweet auch gleich auf allen anderen Plattformen auftaucht, sie müssen dann nur noch immer mal schauen, ob auf einer der anderen Plattformen jemand auf ihren Tweet reagiert hat. Bei Xing gibt es diese Einbindung von Twitter nicht (noch nicht) dafür aber eine Applikation die sich Twitter Buzz nennt. Hier können sie Suchbegriffe (Buzzwörter) eingeben und bekommen dann auf ihrer Xing Startseite alle Tweets zu sehen, die diesen Suchbegriff enthalten. Das ist sehr praktisch, wenn sie zum Beispiel ihren Firmennamen oder Produktbezeichnung beobachten, entgeht ihnen nichts, was über sie getwittert wird. Kürzlich hatte ich da ein interessantes Erlebnis. Während ich bei einem Kunden dieses Tool eingerichtet habe, erschienen mehrere Tweets, die das Unternehmen positiv erwähnt haben. Das ist natürlich eine tolle Gelegenheit, mit diesen Twitterern Kontakt aufzunehmen und sich für das Kompliment oder die Empfehlung zu bedanken. Sie sind ja selber öfter Kunde als Anbieter, sie können sich also sicher sehr gut vorstellen, wie so ein „Danke für das Kompliment, lassen Sie uns im Gespräch bleiben“ bei ihren Kunden ankommt. Aber eben auch negative Kritiken fallen ihnen hier auf und auch da gilt, reagieren sie direkt und kommen sie mit dem Kritiker ins Gespräch, das hat grundsätzlich eine sehr viel nachhaltigere Wirkung als jede Marketing Maßnahme. Gerade die konstruktiv kritisierenden sind für ein Unternehmen wertvoll und sollten daher auch wertschätzend behandelt werden, nehmen sich diese Menschen schließlich die Zeit, sich mit ihrem Unternehmen auseinander zu setzen und sie auf eventuelle Fehler hinzuweisen.

Transparenz, Respekt und Persönlichkeit gepaart mit diesen kleinen Hilfsmitteln, bringen mehr als jede teure Marketing Kampagne es je schaffen wird. Ganz einfach, nur nicht immer leicht.

Kennen Sie jemanden der das Radfahren gelernt hat…

…nur aus einem Vortrag über´s Radfahren, oder weil er mal darüber gelesen hat, ohne je auf einem Fahrrad gesessen zu haben?

Das Thema Social Media Marketing scheint wirklich viele Menschen zu interessieren, die Erwartungshaltung jedoch, die ich bei den Veranstaltungen zum Thema erlebe, ist erstaunlich.

Da gibt es die „Bedenkenträger“ denen zu wirklich jedem Pixel etwas einfällt, das in irgendeiner Weise riskant ist. Dann finden sich die „Alles schon gesehen, alles schon erlebt, alles schon für unnütz befunden“ Typen. Ich denke mir oft, wenn ich mir diese, meist großkotzig und respektlos daher posaunenden Belehrer anhöre: „Hm, wenn Sie so auch im Netz mit den Menschen umgehen, wie jetzt hier, ist es auch kein Wunder, dass Sie gescheitert sind im Social Web!“ Nein, ich sage das nicht, denn damit würde ich ja selber respektlos und belehrend daher kommen.

Am interessantesten allerdings finde ich die Menschen, die tatsächlich glauben, sie wüssten jetzt wie Social Media Marketing funktioniert, weil sie in einem Vortrag waren, oder weil sie ein Buch über Twitter gelesen haben. Komme ich also auf meine eingangs gestellte Frage zurück. Die Väter und Mütter, die Meter um Meter neben dem Rad ihres Sprösslings her gelaufen sind, immer eine Hand am Sattel,  wissen vielleicht, was ich meine. Wenn Sie sich jetzt vorstellen, Ihr Nachwuchs sei gleich nachdem Sie ihm erzählt haben, was Fahrradfahren überhaupt ist und wozu es nützt Rad fahren zu können, aufgesprungen, um ohne Sie und am besten noch auf Ihrem Erwachsenenrad sofort los zu radeln… Genau!

Neujahresputz

Ein neues Jahr beginnt, sogar ein neues Jahrzehnt. Die ersten Tage in einem neuen Jahr sind ja meist durch gute Vorsätze und Aufbruchstimmung geprägt. Die Speisekammer wird von Dickmachern befreit, die Zigarettenschachteln, Feuerzeuge, Aschenbecher fliegen raus und der Kleiderschrank wird meist (zumindest bei uns Frauen) umsortiert, damit die Zielkonfektionsgröße vorne hängt. Unternehmer machen Inventur, es wird also geschaut, was war, was ist und was soll. Jahrespläne entstehen, Ziele werden gesteckt und oft unterscheiden diese Ziele sich von denen des Vorjahres, weil sich die Ausgangsbedingungen geändert haben oder einfach weil der Unternehmer die ruhige Zeit der Feiertage dazu genutzt hat, neue Ideen zu entwickeln. Dies ist auch die Zeit, in der sich Marketing Leute neuen Wegen widmen können, denn genau das wird von ihren Auftraggebern und Chefs erwartet. Der wichtigste neue Weg im Jahr 2010 wird sicherlich der Bereich Social Media Marketing sein und hier gilt es eine klare Strategie zu entwickeln, damit der schöne neue Weg nicht im Nirwana von Zeitfressern, Abmahnern und Nervensägen endet.

Viele haben ja im letzten Jahr schon damit begonnen, im großen Social Web die ersten Präsenzen zu schaffen, die meisten sind ja bereits seit Jahren in Social Networks wie Xing, Facebook und ähnlichen unterwegs und jeder hat schon irgendwo im Internet seine Spuren hinterlassen. Um jetzt aus all den verschiedenen Spuren, Präsenzen und Internet Aktivitäten eine echte Social Media Strategie zu bauen, ist also erst einmal ein gründliches „Klarschiff machen“ nötig. Wo sind Sie denn überall vertreten? Was steht in den verschiedenen Netzwerken über Sie und Ihr Unternehmen? Mit wem sind Sie bereits vernetzt? Welche Kontakte entsprechen Ihrem Ziel und welche passen überhaupt gar nicht in Ihre Zielbeschreibung? Diese und andere Fragen sollten Sie für sich erst einmal klären und dann konsequent aufräumen. Wie das zum Beispiel bei Xing super funktioniert, hat Silke Schippmann (Team Leader Community bei Xing) in ihrem Blog Beitrag „Networking 2010: Zehn gute Vorsätze“ sehr gut beschrieben. Die meisten Hinweise und Tipps die Silke dort gibt gelten auch für alle anderen Bereiche im Social web und einmal gründlich durchforstet, gewinnen sie den Überblick und Raum, richtig zu starten in die spannende Welt des Social Media Marketing. Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg und Happy Net(t)working.

PS: Falls Sie schon an dem Punkt „Social Media Strategie“ hängen geblieben sind, weil Ihnen genau das noch nicht wirklich klar ist und Sie sich fragen „Wie geht denn das überhaupt?“ dann freue ich mich auf Ihre Mitteilung bzw. Kontakt Aufnahme. Das ist, was ich mache: Ich zeige Ihnen die Wege auf denen Sie erfolgreich im Social Web voran kommen.

Viel schafft viel… Nö!

Eins der nervigsten Missverständnisse im Social Web ist das Thema, 1000de neue Follower bei Twitter, X Tausend Kontakte bei Xing und haufenweise „Freunde“ bei Facebook, machen dich zum Social Media Superhelden.

Es gibt inzwischen immer mehr selbsternannte Coaches, die gegen Zahlung von mehr oder weniger hohen Euro Beträge anbieten, ungeahnte Follower oder Kontakt Zahlen zu generieren. Es scheint auch zu funktionieren, denn einige dieser Experten haben tatsächlich fünfstellige Followerzahlen bei Twitter. Nur der Sinn dieser Zahlen, den kann mir keiner dieser Kontaktmaschinen erklären. Aus gutem Grunde, denn es ergibt einfach überhaupt keinen Sinn, mehr Kontakte zu haben, als man angemessen pflegen kann.

Es gibt zwei Möglichkeiten das Social Web zu nutzen. Die eine ist die eher private, hier bewegen sich die Menschen einfach zum Spaß in den verschiedenen Netzwerken und Community’s. Der Blog wird tatsächlich wie ein öffentliches Tagebuch geführt und die ganze Welt darf lesen, was den Schreiber gerade bewegt, bekommt über Twitter regelmäßige Mitteilung über die letzte Party und auch über die entsprechenden Folgeerscheinungen am nächsten Morgen. Die andere Gruppe sind die Nutzer, die geschäftlichen Nutzen aus dem Social Web ziehen wollen und da fängt es dann an, spannend zu werden. Sind wir Unternehmer doch darauf geeicht, Aufwand und Nutzen direkt miteinander zu vergleichen. Was also ist logischer, als Zahlen zu konstruieren, damit der Kaufmann auch erkennen kann, was ihm sein Social Media Engagement bringt. So gesehen macht es also Sinn, Geld dafür zu kassieren, dass man einem Geschäftsmann etwas bietet das er versteht, Zahlen. Dummer Weise sind das aber nur „Nach mir die Sin(n)flut“ Berater, die so etwas verkaufen…

Wenn Sie noch nicht wissen, was sie mit dem Social Web erreichen wollen, wenn also noch keine echte Strategie vorhanden ist, lassen Sie einfach die Finger davon. Sie werden sich niemals Erfolg im Social Web kaufen können. Wenn Sie wissen, wen Sie erreichen wollen, wenn ihnen klar ist, dass Sie mit den Menschen in einen Dialog treten müssen, um sie zu erreichen, wenn Sie also die wichtigsten Grundlagen des Social Web verstehen, dann wird Ihnen auch klar werden, dass ein echter Dialog mit 25.000 Menschen nicht wirklich möglich ist und daher eine derart hohe Zahl von Kontakten einfach keinen Sinn macht. Geduld, Zeit und vor allem wirkliches Interesse an den Menschen, die sich in meinem „sozialen Netzwerk“ bewegen, dass sind Zutaten, die mit Geld nicht zu bezahlen sind, ohne die aber ein Social Media Mix  nicht auskommt.

Das Social Web oder ein Netz von 1000 Missverständnissen

Na gut, auch der konservativste Unternehmer hat inzwischen schon wenigstens einmal die Begriffe Social Web, oder Social Media Marketing gehört.  Viele besitzen auch schon einen Account bei einem Social Network wie Xing, Facebook oder ähnlichem, sind dem „Echtzeitweb“ bei Twitter auf der Spur und googeln zur Überwachung der „Online Reputation“ regelmäßig den Firmennamen. Der Erfolg dieser Web 2.0 Maßnahmen ist allerdings bei den allermeisten Unternehmen eher mäßig und das hat viele Gründe. Ein Grund der als Überschrift für alle weiteren zählt ist, dass es zu diesem Medium unglaublich viele Missverständnisse gibt. Mit diesem Blog hier, werde ich den Versuch machen, einen großen Teil dieser Missverständnisse aufzuklären, ob mir das gelingt, hängt aber sehr davon ab, wie Sie sich als Leser daran beteiligen. Tatsächlich scheint es nämlich so, dass wir, die wir ständig und seit Jahren im Internet unterwegs sind, die wir bloggen, social networken und im Grunde beinahe einen parallelen Lebensraum im Netz sehen, dass wir oft den Blickwinkel eines weit weniger Netzaffinen nicht nachvollziehen können. Wie es eben so mit Missverständnissen ist, finden sie immer auf zwei Seiten statt und sie zu klären bzw. zu beseitigen erfordert einen offenen Dialog. Das bedeutet also, dass ich nicht immer sicher weiß, was denn nun tatsächlich das Problem ist, wegen dem vielleicht der eine oder andere das Netz meidet oder zumindest sehr negativ betrachtet. Hier ist es also für beide Seiten sinnvoll und nützlich, wenn Sie die Kommentarfunktion nutzen um mir Ihre Sicht der Dinge mitzuteilen. „Gemeinsam“ ist das wichtigste Wort im Social Web, daher lassen Sie uns doch einfach auch gemeinsam Missverständnisse aufklären und somit einen echten Mehrwert schaffen.

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Mit der Definition des Begriffes Social in diesem Zusammenhang, habe ich ja bereits einen wesentlichen Punkt beleuchtet, der oft falsch verstanden wird. Immer wieder begegnen mir Menschen, die von sich behaupten wirklich viel von Social Media Marketing zu verstehen und wenn ich dann ihre Web Präsenzen nach blättere stelle ich fest, dass sie tatsächlich nur Marketing mit den Neuen Medien machen, der Faktor Social aber komplett fehlt. Kürzlich wohnte ich einem Gespräch bei, in dem es um das Thema „Twitter“ für die Eigen PR ging und war beinahe schon erschüttert, was es da für Irrglauben gibt. So erklärte zum Beispiel ein Fachmann für Selbstmarketing in Business Netzwerken (in seinem speziellen Thema zugegeben wirklich sehr viel kompetenter als ich) seinem Gegenüber, dass nur Business relevante Tweets geschrieben werden dürften, alles persönliche hätte da ja nichts zu suchen. Schreck lass nach… das war mit Verlaub der größte Blödsinn, den ich je im Zusammenhang mit Twitter gehört habe. Der so falsch informierte Herr nickte verstehend und ergänzte dann noch passend mit dem Satz: “ Stimmt, sonst wird man ja schnell zu diesen *ich geh auf´s Klo* Schreibern sortiert und nicht mehr ernst genommen“ Autsch…

Twitter lebt von Persönlichkeit! Wenn Sie Menschen über Twitter für sich und Ihr Unternehmen/Produkt begeistern wollen, dann funktioniert das nur und ausschließlich über die Person die hinter diesem Twitter Account steckt. Am besten erkläre ich Ihnen das einfach mal an meinen eigenen Erfahrungen. Für diejenigen, die Twitter noch nicht kennen wird das jetzt sicher etwas schwieriger zu verstehen sein, aber auch darauf gehe ich in einem meiner zukünftigen Beiträge noch genauer ein, bleiben Sie also einfach weiter am Ball, dann klärt sich das sicherlich. Nun aber mal zum Thema persönlich oder nur geschäftlich twittern und als kleines Nebengleis noch das durch Agenturen twittern lassen. Wenn ich in meiner „Followerliste“ neue Abonnenten meiner Tweets entdecke, dann schaue ich erst einmal nach, was die denn so schreiben, bevor ich entscheide ob ich umgekehrt ihre Tweets abonnieren möchte oder nicht. Lese ich dort aber nur Werbung für die eigene Firma, das eigene Produkt und am besten noch ständig die gleichen Links auf die eigene Webseite, dann folge ich diesem Twitterer sicherlich nicht. Wenn ich sehe, dass dort ein Mensch! twittert, einer der sich freut weil es angefangen hat zu schneien und der eine Empfehlung gibt, wo ich ein für mich interessantes Thema besonders gut nachlesen kann, da freue ich mich über den Zuwachs in meiner „Timeline“ denn dieser Twitterer scheint mir einen tatsächlichen Mehrwert zu bringen. Es entsteht im Laufe der Zeit hier und da ein Dialog, man tauscht sich über Twitter zu gemeinsamen Interessen aus und im günstigsten Falle trifft man sich auch mal persönlich auf einer Veranstaltung zum Beispiel. In meiner Timeline (also da wo sich alle von mir abonnierten Tweets sammeln) erscheinen ausschließlich Tweets von Menschen die für mich ganz persönlich relevante Dinge schreiben, ich entscheide schließlich selber darüber was ich lesen möchte und was nicht (soviel auch gleich zum Thema „Klotweets“). Wenn Sie also Twitter als Marketing Instrument nutzen wollen, sollten Sie sich ihrer Zielgruppe als lesenswert präsentieren. Schnell viele Follower zu haben, bringt überhaupt nichts, wenn diese Verfolger gar nicht lesen was Sie schreiben. Wenn aber nach und nach immer mehr Menschen ihre Tweets lesen, weil Sie interessante Informationen weiter geben, sympathisch und glaubwürdig daher kommen, dann werden diese Menschen Sie und das was Sie schreiben weiter empfehlen und zwar an andere Twitterer, die sich für Ihr Thema interessieren, also an Ihre Zielgruppe. Das ist Social Media Marketing…nicht nach der Devise „Tue Gutes und rede darüber“ sondern „Tue Gutes so das andere darüber reden bzw. twittern“ Damit ist dann auch geklärt, ob eine Agentur in ihrem Auftrag twittern kann, denn wie soll eine Agentur Ihre Persönlichkeit im Netz denn glaubwürdig vertreten? Genau, geht ja gar nicht.

Soweit also zu einem immer wieder auftauchenden Missverständnis im Zusammenhang mit Twitter. Relevant ist, was die Menschen im Social Web als relevant empfinden und um herauszufinden, ob Ihr Unternehmen, Ihr Produkt und Ihre Person relevant ist und vor allem für wen, braucht es einige Zeit und Ihre Aufmerksamkeit. Haben Sie aber dann den richtigen Ton und Ihre Zielgruppe gefunden, zahlt Ihnen das Social Web diese Investition mit Empfehlungen und Aufmerksamkeit hundertfach zurück.

Der Unterschied zwischen Net(z)werken und Net(t)werken ist weit mehr als nur ein Buchstabe

Net(z)werker -> sammeln Kontakte ->bombardieren diese mit ihrer Werbung -> investieren viel Zeit -> Ergebnis=Zufall -> Einzig sicher ergibt sich bald der Ruf als Spammer und dadurch eine negative Online Reputation

Net(t)werker = Social Networker -> vernetzen sich online mit Menschen -> interessieren sich für diese Menschen -> senden ihre Informationen nur an die Menschen die dies als wertvolle Info empfinden -> investieren ebenso viel Zeit -> Ergebnis=Messbar -> sie werden empfohlen also nachhaltig erfolgreich

Kurz: Kontakte pflegen statt sammeln = Qualität vor Quantität = Empfehlenswert statt Spammer ;o}

Das Net(t)werken wird neudeutsch als Social Network  bezeichnet und wie Kleine und Mittelständische Unternehmer diese (für mich) wunderbare Welt des Netzes optimal nutzen, lernen sie in meinen Seminaren und Workshops so, dass es nicht nur einfach funktioniert, sondern ihnen auch noch leicht fällt. Nächster Workshop zum Thema „Social Web“ am 28.11.09 ab 09:30 Uhr im CC Mercure Walsrode

Die Macht des Social Media Marketing

Social Media Marketing für KMU

am 10.10.09 von 09:30 Uhr bis 18:00 Uhr

Mercure Walsrode

Gottlieb Daimler Straße 11, 29664 Walsrode

Ihr Name, ihr Unternehmen ist sicherlich schon häufig im Internet aufgetaucht und verewigt. Wie Sie im Netz gesehen werden, können sie aktiv beeinflussen, mit Social Media Marketing.
Sie kennen vielleicht viele Gründe, die gegen Social Media Marketing für klein- und mittelständische Unternehmen sprechen, es gibt aber nur einen Einzigen, der tatsächlich stimmt: „Wenn Sie nicht wissen, wie Social Media Marketing wirklich funktioniert, lassen Sie die Finger davon…“ – Oder lernen Sie es einfach!
Die Begriffe Social Media Marketing und Web2.0 stehen für das „Mitmachinternet“, genauer für die neue Form der Kundenansprache, Kundengewinnung und Kundenbindung.
Waren bisherige Marketingmedien vorwiegend Werbung, die einseitig auf den potenziellen Interessenten ein-prasselte – oft laut, selten wirklich zielgerichtet und der Erfolg meistens auch nur mäßig messbar – so findet im Web2.0 eine echte Markenkommunikation statt. Unternehmer präsentieren nicht nur ihr Angebot, sondern sie kommen mit ihren potenziellen Kunden ins Gespräch. Aus dem Medium (Botschaftsträger) kommen nicht mehr nur Botschaften heraus, sondern im „sozialen Medium“ fließen auch Informationen, Antworten und konstruktive Kritiken zurück.
In diesem Workshop entwickeln wir gemeinsam Ihre Social Media-Strategie, richten die für Ihr Unternehmensziel nutzbringenden Präsenzen ein und beleuchten alle Aspekte, die Sie bisher vielleicht noch von diesem Thema abgeschreckt haben. Natürlich erfahren Sie auch, was schief gehen kann, aber mit professioneller Unterstützung eben auch gut gehen wird.
Aller Anfang ist nur schwer, wenn man die ersten Schritte alleine laufen muss. Wie Sie starten, welche Foren Sie wie nutzen können und was in Ihrem Blog stehen sollte, erfahren Sie in diesem Workshop. So schlagen Sie von Anfang an den richtigen Weg ein und werden dadurch schnell und sicher an Ihr Ziel gelangen.

Benefit:
Für Fragen und Hilfestellungen rund um Marketing und Kommunikation auch außerhalb des Web2.0 stehe ich Ihnen als Coach für Vertrieb und Marketing jederzeit gern zur Verfügung. Auch in den folgenden drei Monaten werde ich Sie gerne auf ihrem Weg zu einem dauerhaft erfolgreichen Social Media Marketing unterstützen.
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Anmeldung und Zahlung:
Bitte melden Sie sich über die Kommentarfunktion in diesem Blog, das Antwortfax oder per Email an a.dorsch@marketing-easy.de bis Montag, 06.10.2009 an. Beachten Sie dazu auch die AGB.

Im Teilnehmerbeitrag von 250 € zzgl. 19% MwSt. ist neben dem kompletten Seminar auch ein hervorragendes Catering enthalten, ebenso wie der begleitende Support in den ersten drei Monaten ihrer Social Media Aktivitäten.
Den Teilnahmebetrag 297,50 € p.P. überweisen Sie bitte bis spätestens Montag, 06.10.2009 eintreffend an: Siehe AGB
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Die Inhalte:

Konzept für die Social Media Nutzung:
Bevor Sie in die große Welt des Web2.0 aufbrechen, empfiehlt es sich, ein klares Konzept zu erstellen. Es tritt ja auch keiner eine große Reise an, ohne vorher die Reiseroute und das Ziel zu bestimmen.
Beantworten Sie sich also im Vorfeld folgende Fragen:

  • Was will ich erreichen?
  • Wen will ich erreichen?
  • Wie viel Zeit und Geld kann und will ich investieren?
  • Was sind die 3-5 Begriffe, die meine Firma und/oder mein Angebot am besten beschreiben?
  • Was sind die 3-5 Begriffe; die meine Zielgruppe am besten beschreiben?
  • Womit unterscheide ich mich am deutlichsten von meinen Mitbewerbern?
  • Wie viel möchte ich von meiner Persönlichkeit einfließen lassen?
  • Was können oder sollen meine Mitarbeiter beitragen/übernehmen?

Warum diese Fragen wichtig sind und wie Sie aus den Antworten Ihr eigenes Social Media Konzept erstellen, werden wir im Rahmen des Workshops gemeinsam erarbeiten. Falls Sie bei der Beantwortung der Fragen nicht so recht weiter wissen, helfe ich natürlich gerne.

Einrichten der Online-Präsenzen:
Bringen Sie bitte wenn möglich ihren eigenen Laptop mit, dann können wir Ihre Profile in den verschiedenen Social Networks gleich vor Ort einrichten. Einige Portraitfotos, auf denen Sie sich in Ihrer Person wirklich gut wieder gegeben sehen, sollten Sie auf ihrem Laptop haben. Wir werden daraus das passende Profilbild heraussuchen und wenn nötig ein bisschen „aufpeppen“
Auch Firmenlogo und anderes Ihrer CI entsprechendes Material sollten Sie mit an Bord haben, damit wir Ihren Corporate Blog einrichten können.