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Von #digiheads und Zahlungsmitteln

Wer sich oft und intensiv ehrenamtlich engagiert, kennt vielleicht die Frage „warum tust du dir das an, ohne Bezahlung zu arbeiten?“ Oder auch diejenigen, die sich in Netzwerken aller Art mit ihren Kompetenzen einbringen, ohne für jeden Handschlag eine Rechnung zu schreiben. Besonders diejenigen, die in der Social Media Welt unterwegs sind, geraten da oft in Erklärungsnöte. Auf der einen Seite stellen sie ihr Wissen kostenlos zur Verfügung, wie ich hier in meinem Blog. Andererseits wollen sie aber mit diesem Wissen ihren Lebensunterhalt verdienen. Mit dem Projekt #digiheads habe ich endlich ein Antwort auf diese Fragen erhalten.

Das bei zuviel ehrenamtlichem Engagement einiges auf der Strecke bleiben kann, davon kann ich tatsächlich ein Lied singen. Genau das werde ich jetzt auch einfach mal anträllern, allerdings nicht um zu wehklagen, sondern um deutlich zu machen, was ich warum durch das Projekt digiheads gelernt habe. Vielleicht beantwortet sich damit auch gleich mal eine andere häufig gehörte Frage. „Was ist das denn mit diesen #digiheads überhaupt?“

Kostenlos heißt nicht umsonst, es gibt viele unterschiedliche Zahlungsmittel

Währung Aufmerksamkeit/Wählerstimmen: Es gibt ja viele Bereiche, in denen sich Menschen die neben ihrem Broterwerb etwas machen wollen ehrenamtlich engagieren können. Ich bin in der Kommunalpolitik. Ja, Politiker in den kommunalen Parlamenten sind Ehrenamtler! Doch tatsächlich ist es längst keine „Frage der Ehre“ mehr, sich kommunalpolitisch zu engagieren. Die Zeiten, wo die Mitglieder von Gemeinderat und Kreistag, mit Achtung und Respekt behandelt wurden, sind schon lange vorbei. Doch genau diese Aufmerksamkeit, diese Achtung war für viele ein Teil des Lohnes für ihre Arbeit. Ich selber will Dinge ändern, die mich geärgert haben und mag mich nicht über Ärgernisse beklagen, wenn ich Einfluss darauf nehmen kann. Es ist mir wichtig, was ich dort mache und im Laufe der Jahre die ich jetzt Ratsfrau und Kreistagsabgeordnete bin, habe ich auch schon einiges bewegen können. Dafür investiere ich nicht nur meine Freizeit, sondern auch viele Stunden, in denen ich mich normaler Weise um mein Geschäft kümmern sollte. Jedes Mal wenn ich dann von irgendeiner Seite wieder mal angepöbelt werde, weil den einen etwas nicht schnell genug verändert wurde, oder anderen sowieso nicht passt was ich mache, weil sie auf der politisch anderen Seite stehen, denke ich „warum tue ich mir das überhaupt an?“. Des Geldes wegen? Kann nicht, gibt ja keines. Der Anerkennung wegen? Tja… Pustekuchen, jedesmal wenn ich mal wieder was geschafft habe, was mir hätte Anerkennung bringen können, war bis jetzt immer schnell jemand zur Stelle, der sich die Lorbeeren umgehängt hat. Aber ok, mir geht es ja auch um die Sache. Mein Lohn ist also, etwas geschafft zu haben, das muss genügen. Doch was passiert am nächsten Wahltag? Erhalte ich da genügend Wählerstimmen, um in den Themen die mir wichtig sind weiter zu ändern was mich ärgert?

Währung Empfehlungen: Im Gewerbe- und Verkehrsverein [GVS] hier in Scheeßel bin ich die dritte Vorsitzende. Wohl in jedem Ort gibt es Netzwerke von lokal engagierten Unternehmern. Unsere hier in Scheeßel haben in ihrer Freizeit schon einige tolle Aktionen auf die Beine gestellt. Bis vor einigen Jahren hat davon aber kaum einer etwas mitbekommen. Die Öffentlichkeitsarbeit des GVS war nicht nur übel, sondern hat kaum stattgefunden. Eine Website die eingestaubt und ungepflegt im Internet herum dümpelte und zu den Events mal eine Seite in den den Lokalblättchen, dass war es dann aber auch schon. Die zuständige Agentur hat nur auf Zuruf irgendwas bearbeitet und entsprechende Rechnungen erstellt. Ein Verein mit vergleichsweise kleinem Beitrag stößt da auch wirtschaftlich schnell an Grenzen. Ich habe also ehrenamtlich die Öffentlichkeitsarbeit übernommen. Die Internet-Präsenzen wurden komplett neu aufgesetzt, Facebook und Twitter sind dazu gekommen. Auch die Lokalblättchen bekommen jetzt regelmäßig Pressemitteilungen und der monatliche Stammtisch wird durch mich aktiv beworben. Der GVS ist damit deutlich bekannter geworden und vor allem, hat er sein verstaubtes Image verloren. Was aber noch viel wichtiger ist, die Mitgliedsbetriebe des GVS bekommen deutlich mehr Aufmerksamkeit, sie werden sehr viel besser wahrgenommen. Alle haben also einen Nutzen von meinem kostenlosen Engagement. Alle?!? Na ja, nicht ganz. Mein Gedanke war ja, in einem guten Netzwerk werden kostenlos erbrachte Dienstleistungen mit der Währung Empfehlungen, also bezahlten Folgeaufträgen honoriert. Leider ist aber bisher für mich kein bezahlter Job dabei herausgekommen, da die Agentur die früher zuständig war diese Aufträge bekommt… Ok, dieses Zahlungsmittel scheint also nicht besonders empfehlenswert, wenn das Netzwerk nicht wirklich funktioniert 😉

Währung Fun:  Wenn etwas einfach wirklich Spaß macht, dann steigert das ja erheblich die Lebensqualität. Der Funfactor ist daher ja auch als Währung für ehrenamtliches Engagement sehr wichtig. Einfach weil ich Spaß an tollen Festivals habe und gerne Veranstaltungen organisiere, habe ich mit zwei weiteren Festival Fans den Heimat-Festival e. V. gegründet. Die Idee fürs Heimat-Festival entstand, weil wir hier in Scheeßel zwar ein riesen Festival haben, die Scheeßeler selber dabei aber irgendwie nicht mitwirken können. Wir haben aber tolle Musiker hier. Auch für die kulinarischen Highlights eines Festivals sind wir in unserer Region sehr gut ausgestattet. Sogar die Sponsoren ohne die so ein Event ja gar nicht möglich wäre, sind in Scheeßel begeistert dabei.  Am 09.05.2015 findet das Heimat-Festival bereits das zweite Mal statt und unsere 1.000 Tickets sind schon wieder beinahe ausverkauft. Es scheint also, dass mit ausreichend Spaß sehr viel mehr gelingt, auch wenn es finanziell eher Verluste bringt, denn auch in die Festival Orga sind natürlich viele Stunden geflossen, die normalerweise dem Geschäft gehören. Wenn aber am Festival Abend alle Spaß haben, dann gleicht das einfach alles aus. Fun ist also ein wirklich wichtiges Zahlungsmittel!

digiheads oder alle Währungen außer Bargeld: Jetzt komme ich dann auch endlich auf die digiheads denn dort habe ich festgestellt, dass es eben doch noch Netzwerker gibt, die Sinn und Zweck eines guten Netzwerks nicht in Eurobeträgen messen. Als mir im Januar diesen Jahres auf Facebook ein Post ins Auge fiel, in dem Sandra Schink fragte, wer denn Lust hätte bei einem ungewöhnlichen Fotoprojekt mitzumachen, habe ich nur aus Neugierde „hier“ gerufen. Was dann aber tatsächlich daraus wurde, lässt sich heute kaum beschreiben, weil es deutlich mehr als einfach nur „ungewöhnlich“ ist. Die coolen Köpfe waren schnell gefunden. Ohne Plan oder irgend einem „What´s in it for me“ Versprechen, hatten sich elf Ladys aus ganz Deutschland innerhalb weniger Stunden in der Facebook Gruppe versammelt die Sandra spontan eingerichtet hat. Die Idee ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen, bei dem alle ihre unterschiedlichen Kompetenzen zusammen tragen und am Ende dafür ungewöhnliche Fotos bekommen, hatte ausgereicht als Motivation. Ich habe da zum ersten mal von dem Prinzip TfB gehört. TfB steht für Time for Buzz und beschreibt die Zahlungsmethode „Zeit gegen Aufmerksamkeit“. Genauer erklärt wird das hier. Die Überschrift dieses Projektes war von Anfang an „Die Menschen hinter den Buzzwords“ und was Buzzwords sind, erklärt sich dem nicht gar so digital affinen Menschen schnell, wenn doch Buzz Aufmerksamkeit bedeutet. Ja, Buzzwords sind Wörter, die im Internet für Aufmerksamkeit sorgen. Alle #digiheads haben gemeinsam, dass sie in ihrer Arbeit die Aufmerksamkeit auf Themen, Produkte, Unternehmen oder Personen lenken. Ob als Kommunikationsberaterin, Fotografin, Designerin und einigem anderen mehr, nutzen alle Digiheads dafür das Internet. Vor allem sind wir alle bei unserer Arbeit normaler Weise nahezu unsichtbar. Unsere Aufgabe ist es ja, die Aufmerksamkeit auf anderes zu lenken, nicht auf uns. Genau deshalb sind bei diesem Projekt auch die Menschen hinter den Fotos so wichtig und prominent präsentiert. Denn genau darum geht es bei den Digiheads, um die Währung Aufmerksamkeit. Mit diesem Projekt empfehlen wir uns gegenseitig für die Aufgaben, die eben zu einem funktionierenden digitalen Projekt gehören. Die meisten Digiheads sind Freiberufler. Wenn wir also einen großen Auftrag bekommen, müssen wir all die Kompetenzen, die eine Agentur unter einem Dach vereint, aus unseren Netzwerken zusammen tragen. Jetzt brauche ich nicht mehr kreuz und quer durch die digitale Welt zu suchen, um zu wissen, mit wem ich welchen Projekt Teil am besten umsetzen kann. Die Währung Empfehlungen funktioniert hier also automatisch. Da ja von vornherein klar gewesen ist, dass keine der Beteiligten Lust hat, auf nullachtfünfzehn Business Fotos und weil es ja um die Perönlichkeiten nicht nur um die Person gehen sollte, haben wir uns überlegt, was uns ausmacht. Einige aus unserer Runde haben da im Laufe des Projektes tatsächlich nicht nur über die anderen im Team, sondern auch über sich selber einiges entdeckt. Wie unterschiedlich doch Fremd- und Eigenwahrnehmung funktionieren. Eine für mich ganz neue Währung war daher auch der Teamspirit durch den dann auch mein Digiheads Profil entstanden ist. Was für uns alle tatsächlich im Laufe der nur zwei Monate die es gebraucht hat, das ganze Projekt offiziell zu präsentieren die größte Motivation war… die Währung Fun! Wie viel Spaß wir hatten (und immer noch haben) ist mit dem Making Of Video von Sandra Martin vielleicht zu erahnen:

Wer jetzt denkt: „och… irgendwie gefällt mir dieses Zahlungssystem und so gesehen bin ich doch auch ein digihead“ dann lies doch einfach mal hier wie das funktioniert.

Vom Abgucken und besser machen | Facebook vs. Google+

War doch die Aufregung groß, als vor rund vier Monaten Google Plus an den Start gegangen ist. „Facebook Killer“ wurde überall gerufen und geschrieben. Besonders die Kreise, also die besonders komfortable Form der Kontakte Sortierung, hat die meisten G Plusser begeistert.

Nun ist Facebook ja nicht von ungefähr, das größte Social Network weltweit. Einer der Gründe für diesen Erfolg könnte vielleicht sein, das man sich im Hause „Zuckerberg“ einfach konsequent darauf konzentriert, besser zu sein als die Mitbewerber. Genau beobachten, was die Kunden bei der Konkurrenz besonders begeistert, schauen wo der Kunde noch Nachbesserungen wünscht und das Ergebnis dieser Beobachtung entsprechend beim eigenen Produkt umsetzen. In der Social Media Welt ist das ja sehr viel einfacher, als überall sonst. Daher hat Facebook allem Anschein nach, genau das gemacht. Die neuen Listen sind nicht nur sehr viel präsenter als früher, sie denken sogar selber mit und sortieren einige neue Kontakte automatisch in eine Liste ein. Besonders für die regionalen „Freunde“ ist das doch sehr praktisch. Was aber besonders angenehm ist, hat man erst einmal alle Kontakte in die jeweilige Liste sortiert, kann man diese Liste als Favorit anzeigen lassen, so bekommt man immer mit, wenn in dieser Liste etwas gepostet wurde und kann so also diejenigen „Freunde“ im Auge behalten, die besonders interessieren. Bei Google Plus ist dies mit den Kreisen natürlich von Anfang an, einer der großen Vorteile gewesen, es fehlt aber der Zähler, der anzeigt, ob überhaupt in dem entsprechenden Kreis etwas geschrieben wurde. Dieser Punkt geht also klar an Facebook.

Auf der anderen Seite, hat Google bei Twitter abgeschaut und dazu gelernt. Denn mit Einführung der Hashtagsuche, also der Kennzeichnung mit dem Symbol # Raute,  zum Suchen nach Themen und Begriffen, hat auch Google sehr gewonnen. Wer zukünftig zur Recherche in bestimmten Themen auf den Portalen unterwegs ist, hat es also bei Google+ und Twitter einfacher, als bei Facebook.

Es sind also bei G+ und Facebook weitere zeitsparende Ergänzungen dazu gekommen. Es bleibt aber immer dabei, wer wirklich mit den Social Networks zielorientiert arbeiten möchte, muss zum einen sein Ziel kennen und vor allem auch weiterhin Zeit investieren. Besonders aber wenn Sie Ihr Ziel kennen, ist dieses Investment wirklich gut angelegt.

Facebook geschäftlich nutzen

Noch ein interessanter, nützlicher Netzfund zum Thema „Facebook“.

Seit immer mehr Menschen aus diesem sozialen Netzwerk von Freunden und Bekannten eine Plattform zur Selbstvermarktung machen, taucht auch immer öfter die Frage auf, wie denn aus einem privaten Nutzerprofil eine Fanpage werden kann. Es widerspricht dem eigentlichen Sinn und Zweck von Social Media Kommunikation, als Person mehr als 5000 Freunde zu sammeln, denn da ist die Chance auf persönlichen Dialog doch nahezu unmöglich. Wenn also aus der Person eine prominente Persönlichkeit geworden ist -oder werden soll- ist es sinnvoll, das eine vom anderen zu trennen. Dadurch wird die eigene Pinnwand wieder persönlicher und somit sozialer und der Dialog rund um´s Geschäft findet auf der Unternehmensseite statt.

Wie das funktioniert und was es dabei zu bedenken gibt, das hat Renate Brokelmann in ihrem Artikel „Wie aus Freunden Fans werden“ sehr einfach und verständlich beschrieben.

Social Media Frühstückchen N°2

Ui das hat gedauert, aber endlich ist das Social Media Frühstückchen N°2 angerichtet und bietet hoffentlich eine -für die lange Wartezeit entschädigende- Auswahl an nützlichem und informativem.

Müsli: Klarheit, Wahrheit, Wichtigkeit… oder wie der virtuelle Experte zu schreiben pflegt… Transparenz, Glaubwürdigkeit, Relevanz! Das sind die wichtigsten Grundlagen für einen funktionierenden Social Media Auftritt. Im Grunde ja ganz einfach, auf den ersten Blick. Trotzdem geht gerade bei diesen 3 Punkten immer wieder etwas daneben. Bei der Transparenz zuckt die Sorge auf, zu viele Interna landen dadurch in der virtuellen Welt und jeder kann es sehen. Beim Wörtchen Wahrheit oder der Glaubwürdigkeit erstrahlen die Heiligenscheine, denn keiner würde je mutwillig die Unwahrheit verbreiten. Na ja, und Wichtigkeit oder die Relevanz… da gehen die Meinungen tatsächlich meilenweit auseinander.

Was also anfangen, mit diesen Begriffen?

Klarheit/Transparenz:

Fragen Sie sich doch einmal, was Sie an Informationen über einen potenziellen Geschäftspartner, Lieferanten oder Dienstleister brauchen, damit Ihr Interesse geweckt würde. Gehören da etwa Firmeninterna dazu? Natürlich nicht, denn sollte es tatsächlich nötig werden ins Detail zu gehen, dann erfolgt das doch erst sehr viel später, in persönlichen Gesprächen oder anderem nicht öffentlichem Austausch. Auch im privaten Bereich gibt es doch sehr vieles, dass wollen wir so genau gar nicht wissen, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Was aber durchaus interessant ist, sind Angaben dazu, wie man überhaupt mit ihnen Kontakt aufnehmen kann. Also ein Überblick über die verschiedenen Kanäle für den Dialog, sollten Sie auf jeden Fall zur Verfügung stellen. Je nachdem wie Ihre Ziele aussehen (die Sie sich doch hoffentlich vorher überlegt haben) sind ganz unterschiedliche Punkte für eine transparente Kommunikation wichtig. Grundsätzlich gilt aber, die Social Medias dienen dem Zwecke Interesse zu wecken, den Menschen die eventuell mal ihre Kunden werden könnten, einen Grund geben, mehr Informationen zu wünschen. Diese geweckte Neugierde muss dann aber auch bedient werden. Gezielte Fragen abzuwarten, bringt selten etwas. Spätestens auf ihrer Webseite muss deutlich zu erkennen sein, was Sie anbieten und was das kostet. Das ist wie auf dem Flohmarkt, die Stände an denen Preise stehen, sind meist umlagerter als die ohne. Das hat einen einfachen Grund, erst wenn ich weiß über was ich da handle, kann ich überhaupt handeln. Eben das gilt auch für Ihr Angebot, erst wenn klar ist was Sie überhaupt machen, kann sich ein anderer dafür entscheiden, ob ihn das interessiert. Vielleicht denken Sie beim lesen dieses Blog Artikels:“Wenn die hier alles was sie weiß rein schreibt, braucht sie ja keiner mehr buchen.“ Falsch, denn erstens schreibe ich hier nicht alles rein, was ich an Wissen vermitteln kann und zweitens … wenn Sie ein Buch über das Schwimmen lesen, glauben Sie dann auch, dass Sie dadurch zu schwimmen gelernt haben? Die Lust das Schwimmen zu lernen, könnte aber durch´s Lesen geweckt worden sein, oder?

Welche Informationen speziell für Ihre Social Media Präsenz transparent kommuniziert werden sollten oder sogar müssen, klärt sich spätestens in einer vernünftigen Social Media Strategie. Bis dahin sind Sie aber immer gut beraten, sich die eingangs gestellte Frage sehr genau zu beantworten.

Wahrheit/Glaubwürdigkeit: >>Wenn es nur eine Wahrheit gäbe, könnte man nicht 100 Bilder über das selbe Thema malen<<*Paplo Picasso*

Natürlich wird keiner bewusst öffentlich lügen, davon dürfen wir alle doch hoffentlich ausgehen. Was aber tatsächlich wahr oder glaubwürdig ist, hängt doch meist von dem jeweiligen Blickwinkel ab. In der Politik zum Beispiel wird das sehr deutlich. Da können sich einzelne Politiker noch so sehr anstrengen, immer bei der Wahrheit zu bleiben, solange die Politik als Ganzes für unglaubwürdig gehalten wird, wird auch dem einzelnen nicht geglaubt. Anders ist es, wenn man mit der Person im Dialog ist, wenn es also die Chance gibt, ihn näher kennen zu lernen. Dann zeigt sich, ob das was auf Plakaten oder in Pressemitteilungen verkündet wird, auch tatsächlich dem entspricht, was dieser Mensch (ja Politiker sind auch Menschen) lebt. Bei Twitter zum Beispiel kann man das sehr gut beobachten. Da gibt es diejenigen, die in 140 Zeichen immer nur das posten, was auch überall sonst geschrieben steht. Es gibt aber auch jene, die schreiben über sich. Ohne durch Marketing und PR rund gelutschten Firlefanz, sondern eben die ganz persönliche Meinung. Das sind dann auch die Menschen, denen im Laufe der Zeit immer mehr geglaubt wird, als denen die zur Sicherheit nur selten etwas twittern und dann auch noch in Allgemeinplätzen verharren. Wenn Sie einmal darüber nachdenken, wen Sie als glaubwürdiger empfinden, werden Sie vielleicht auch feststellen, dass derjenige bei dem sie nach fragen können, falls mal etwas nicht ihrer persönlichen Wahrheit entspricht, dabei gewinnt. Sich zum Beispiel bei Xing ein tolles Profil zu bauen, fantastische Leistungen einzutragen und gelegentlich in einem Gruppen Beitrag wichtig zu tun, das ist keine Zauberei. Wenn dann aber beim ersten persönlichen Kennenlernen im Rahmen eines Xing Gruppen Events klar wird, dass hinter diesem tollen Profil nicht das steckt, was die Beschreibung erwarten lässt, dann war´s das mit der Glaubwürdigkeit. Hier liegt oft auch die Herausforderung für diejenigen die neu in die Social Media Welt aufbrechen. Wenn Sie sich nicht trauen transparent zu kommunizieren, also kaum Informationen über sich, ihre Person oder besser Persönlichkeit, preisgeben, dann wird leicht vermutet, dass sie etwas zu verbergen haben. Schreiben Sie aber frei und offen als Mensch, wird selbst das, was vielleicht nicht von jedem als positiver Kommentar gewertet wird, als glaubwürdig empfunden. Spätestens in einer Krisensituation ist das 1000 Mal wichtiger als jeder Marketingslogan. Denn wenn ein Fehler passiert irgendwo im Ablauf -und Fehler passieren nun einmal, selbst im besten Unternehmen- dann ist ein „Fehler erkannt, Entschuldigung wir sehen zu das schleunigst in Ordnung zu bringen“ viel einfacher als ein ewiges „Rausreden“ und wird von denen die durch diesen Fehler Nachteile hatten auch sehr viel freundlicher aufgenommen.

Wichtigkeit/Relevanz:

Mit diesem Tweet hat Martin Oetting vor einigen Wochen den Nagel auf den Kopf getroffen.  Dieses Dilemma tritt tatsächlich ziemlich oft auf. Da kennt man jemanden persönlich, ist vielleicht sogar richtig gut befreundet, so dass man sich also selbstverständlich auch auf den virtuellen Netzwerken liest und dann schreibt der andere ständig irgendein Zeugs, dass keinen interessiert. Es werden ausschließlich Hinweise auf das eigene Produkt, die Dienstleistung oder Webseite gepostet. Wenn doch mal was persönliches kommt, dann meist etwas das aussagt „ich bin ja so ein toller Typ“ oder ähnliche, die eigene Person wichtig machende Dinge. Was relevant ist oder nicht, dass liegt im im Auge dessen, der´s liest. Sich selber aber viel zu wichtig zu nehmen, dass kann nicht funktionieren, denn wenn jeder nur sich wichtig nimmt im Social Web, kann ja keiner mehr andere wichtig nehmen. „Social“ funktioniert dann am besten, wenn Sie die Informationen teilen, die für die Menschen wichtig sein könnten, die Sie erreichen wollen. Natürlich gehört es auch dazu, Produktänderungen oder Neuigkeiten Ihres Unternehmens über die Social Medias zu verbreiten, auch wenn Ihnen gerade etwas tolles gelungen ist, wird das gerne gelesen… gelegentlich! Wirklich relevant werden Ihre Beiträge aber, wenn Sie Informationen teilen, die einem großen Personenkreis nützlich scheinen. Wenn Sie zum Beispiel Neuigkeiten aus Ihrer Branche, Ihrem Marktsegment entdeckt haben, die noch nicht durch die klassischen Medien bekannt geworden sind, dann ist das für Ihre Zielgruppe wichtig. Es zeigt außerdem immer wieder, dass Sie sich in Ihrem Thema wirklich auskennen und immer auf dem Laufenden sind. Wenn Sie ein Hobby haben, über das Sie sich gerne mit Gleichgesinnten austauschen, gilt das für diesen Bereich ebenso. Umgekehrt erreichen Sie dadurch natürlich auch die Informationen, die für Sie wichtig sind. Ihr Netzwerk entwickelt sich normaler Weise so, wie Sie es füttern. Das bedeutet, wenn Sie etwas relevant finden und es daher in einem der Netzwerke verbreiten, dann folgen Ihnen auch nur Menschen, für die das ebenso relevant ist und teilen dann Ihre Netzfunde an Informationen zu diesem Thema ebenfalls mit Ihnen. „Wie man in den Wald rein ruft, so schallt es heraus!“ ein alter Spruch, der durch die neuen Medien erheblich an „Relevanz“ gewonnen hat 😉

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Brötchen:

In Deutschland ist Xing aktuell das bekannteste Tool zum virtuellen Business Netzwerken. International wird dafür LinkedIn erfolgreich genutzt. In der folgenden Präsentation finden Sie einige wichtige Erklärungen, zu Xing, die Sie vielleicht auch als erfahrener Xing Nutzer so noch nicht kannten:

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Kaffeebar:

Die Wohnkosmetikerin in Aktion

CONSTANZE KÖPP*Hamburg
FIRMA: http://wohnkosmetik.de
BUCH: http://willkommen-im-himmel.blogspot.com
PROJEKT: http://hamburg-haelt-zusammen.blogspot.com

Auch im Zweiten Frühstückchen darf ich Ihnen eine Powerfrau vorstellen, die anpackt wo andere nur „man müsste mal…“ zum besten geben. Constanze habe ich vor einigen Jahren auf einem Xing Event kennen gelernt. Damals waren wir vorab schon lange über Xing vernetzt, ich habe ihr wundervolles Buch „Frannys Weg“ gelesen und wir hatten uns lange vor der persönlichen Begegnung bereits angefreundet. Als ich dann unter „ich suche“ in meinem Xing Status die Frage nach positiven Beispielen für den Einsatz der Social Medias gestellt habe, war sie auch die erste die sich gemeldet hat. Daraus entstand folgendes Interview:

Seit wann und bei welchen Social Medias bist du präsent?

Auf der Business-Plattform XING bin ich Mitglied seit 2005. Zum Xing-Junkee wurde ich zum Zeitpunkt meiner Selbständigkeit im Juni 2007. Heute verfasse ich für andere Profile, denn xing ist Gold wert. Und ich möchte anderen gern helfen, gesehen und gelesen zu werden. Es gibt keine Konkurrenz für mich, es gibt nur Mitbewerber, mit denen es zu fruchtbaren Netzwerken kommen kann.

Auf TWITTER stelle ich News rund ums Business seit Anfang 2010 ein.

Auf FACEBOOK – sogar mit eigener Gruppe – bin ich sowohl als Privatfrau als auch als Gründerin der „Wohnkosmetik“ seit 2010 aktiv.

Was genau tust du da bzw. wie präsentierst du dich und dein Angebot/deine Marke?

Sowohl als Gründerin der Wohnkosmetikerin als auch als Buchautorin wandere ich durch verschiedene Gruppenwelten. Ich nehme aktiv Stellung zu Lebensthemen, Literatur und zur Welt rund ums Wohnen. In einigen Gruppen erweitere ich durch meine Präsenz und mein aktives Posten meinen Kundenkreis- Wer schreiben kann, weckt Neugierde. Und wer so schreibt, dass er gern gelesen wird, benutzt die Sprache als Futter. Und die Menschen sind hungrig, Interessantes zu lesen.


Welche besonderen Fähigkeiten von dir, meinst du, haben dein Social Media Marketing so erfolgreich gemacht?

Meine Freude am Schreiben, mein Ausdruck, meine Ansichten und Einsichten. Weiter meine Motivation, meine Denkanstöße und meine Fähigkeit, die Menschen zu „umarmen“, statt ihnen  Ellenbogen zu zeigen.


Was ist dir bei deiner Social Media Kommunikation besonders wichtig, welche Werte stehen für dich dabei im Vordergrund?

„Umarmen statt Ellenbogen“ – in einer Zeit, in der Trittbrettfahrer sich vermehren, in denen Hürden immer größer werden – aber die Sehnsucht nach Werten, nach Wahrheiten, nach Authentizitäten, auch. Ich liebe gute Netzwerke, bin aber kein Sammler, was Kontakte angeht. Ich jage eher nach Menschen, die mein Netzwerk nicht vergrößern, sondern bereichern.


Zu guter Letzt auch noch etwas für die Freunde von Zahlen und Statistiken:

Woran erkennst du, dass dein Social Media Engagement erfolgreich ist?

Ohne das WWW hätte ich mein Unternehmen WOHNKOSMETIK nicht gründen, oder besser: nicht in diesem Tempo wachsen können. Meine Kunden kommen größtenteils über die BusinessPlattformen, sobald ich wieder aktiv war. Die täglichen Abrufe auf meiner Homepage steigen. Und sobald ich wieder einen TV-Einsatz hatte, sind die Zahlen natürlich himmlisch hoch.

Aber die virtuelle Welt hat auch seine Schattenseiten. Gerade für junge Menschen, die diese Welt noch nicht einschätzen können. Und wenn Neider nur eine schlechte Meldung, eine Ente, ins Netz stellen, verbreitet diese sich vielleicht schneller als ein positives Kundenfeedback.

Aber es bleibt eine Chance, schneller zu wachsen. Kostengünstig zu wachsen. Über die eigene Landesgrenze noch hinaus.

Im Grunde ganz einfach…

Da war sie wieder, die Annahme „Das weiß doch jeder, dass muss ich doch nicht erzählen“ Irrtum, was meine tägliche Arbeit mit Social Media Instrumenten so einfach macht, kann ja ein „Neu Social Webber“ nicht kennen, wenn´s ihm keiner sagt, also schreibe ich das doch hier mal auf. Bitte nicht als Regel oder „einzig wahren Weg“ betrachten, denn es handelt sich um die Wege, die sich für mich als praktisch erwiesen haben und ich bin sicher es gibt noch vieles andere. Empfehlen kann ich aber eben nur das, womit ich selber die besten Erfahrungen gemacht habe. Abraten kann ich allerdings auch… und zwar von allem, das automatisch folgt, entfolgt oder Nachrichten versendet. Das Social Web lebt in Maschinen, aber ausschließlich durch die Menschen die sie bedienen. Also bitte nur denen folgen, deren „Gezwitschere“ sie wirklich lesen wollen und nur dann eine direkte Nachricht senden, wenn sie dem Angeschriebenen etwas persönliches mitteilen wollen. „Danke das sie mir folgen, schauen sie doch mal auf meine … Seite“ Nachrichten sind nervig und unerwünscht.

TweetDeck

Mit TweetDeck die Infoflut überblicken

Das Browser unabhängige Tool TweetDeck zeigt, in mehreren Fenstern nebeneinander, was mich in der großen Zwitscherwelt gerade am meisten interessiert. Neben der Timeline in der alle Tweets derer stehen denen ich folge, kann ich mir vorher in Twitter zusammengestellte Listen anzeigen lassen, oder Tweets zu einem bestimmten Thema, wenn dieses mit einem allgemein gültigen Hashtag (#Thema) versehen sind. Zum Beispiel interessiert mich aktuell, was denn die Enquete Kommission „Internet“ twittert. Also habe ich zuerst einmal alle in dieser Kommission Aktiven in einer Twitterliste gesammelt. Dann habe ich einige der Tweets dieser Enquete Mitglieder gelesen, bis ich den Hashtag #eidg entdeckt habe, so dass ich in einem der TweetDeck Fenster alle mit #eidg gekennzeichneten Tweets mit verfolgen kann ohne jedem zu folgen der da twittert. Auf diesem Wege habe ich auch schon viele „Verfolgenswerte“ Twitterer gefunden, die mir sonst vielleicht nie über den Bildschirm gehuscht wären 😉

Natürlich kann ich über TweetDeck auch meine Replys (Tweets die meinen Namen also @AngieDor erwähnen) beobachten und direkte Nachrichten (DMs) in einem eigenen Fenster sehen. Für jedes Fenster, das ich einrichte, gibt es die Möglichkeit, sich durch ein kleines Popup Fenster und einen Ton benachrichtigen zu lassen, wenn dort etwas Neues kommt. Diese Funktion habe ich persönlich aber lieber nur auf Replys und DMs beschränkt, da mir sonst einfach zu oft das Popup in die Arbeit blinkt. Um aber etwas das gerade brennend interessiert oder eben Nachrichten an mich persönlich nicht zu verpassen, erleichtert diese Funktion den Umgang ungemein, muss ich schließlich nicht ständig nach schauen ob´s da was Neues gibt.

Vernetzen der Netzwerke

Wer Accounts in allen gängigen Social Networks hat, könnte gut und gerne sowohl den ganzen Arbeitstag als auch die gesamte Freizeit damit zubringen, in jedem dieser Netzwerke Präsens zu zeigen, in dem  man immer mal eine neue Statusmeldung einträgt. Da gibt es aber zum Glück einige Möglichkeiten, diesen Zeitaufwand einzukürzen. Bei Facebook, den VZ Gruppen, LinkedIn und My Space gibt es die Möglichkeit, den Account mit Twitter zu verbinden, so dass jeder Tweet auch gleich auf allen anderen Plattformen auftaucht, sie müssen dann nur noch immer mal schauen, ob auf einer der anderen Plattformen jemand auf ihren Tweet reagiert hat. Bei Xing gibt es diese Einbindung von Twitter nicht (noch nicht) dafür aber eine Applikation die sich Twitter Buzz nennt. Hier können sie Suchbegriffe (Buzzwörter) eingeben und bekommen dann auf ihrer Xing Startseite alle Tweets zu sehen, die diesen Suchbegriff enthalten. Das ist sehr praktisch, wenn sie zum Beispiel ihren Firmennamen oder Produktbezeichnung beobachten, entgeht ihnen nichts, was über sie getwittert wird. Kürzlich hatte ich da ein interessantes Erlebnis. Während ich bei einem Kunden dieses Tool eingerichtet habe, erschienen mehrere Tweets, die das Unternehmen positiv erwähnt haben. Das ist natürlich eine tolle Gelegenheit, mit diesen Twitterern Kontakt aufzunehmen und sich für das Kompliment oder die Empfehlung zu bedanken. Sie sind ja selber öfter Kunde als Anbieter, sie können sich also sicher sehr gut vorstellen, wie so ein „Danke für das Kompliment, lassen Sie uns im Gespräch bleiben“ bei ihren Kunden ankommt. Aber eben auch negative Kritiken fallen ihnen hier auf und auch da gilt, reagieren sie direkt und kommen sie mit dem Kritiker ins Gespräch, das hat grundsätzlich eine sehr viel nachhaltigere Wirkung als jede Marketing Maßnahme. Gerade die konstruktiv kritisierenden sind für ein Unternehmen wertvoll und sollten daher auch wertschätzend behandelt werden, nehmen sich diese Menschen schließlich die Zeit, sich mit ihrem Unternehmen auseinander zu setzen und sie auf eventuelle Fehler hinzuweisen.

Transparenz, Respekt und Persönlichkeit gepaart mit diesen kleinen Hilfsmitteln, bringen mehr als jede teure Marketing Kampagne es je schaffen wird. Ganz einfach, nur nicht immer leicht.

Neujahresputz

Ein neues Jahr beginnt, sogar ein neues Jahrzehnt. Die ersten Tage in einem neuen Jahr sind ja meist durch gute Vorsätze und Aufbruchstimmung geprägt. Die Speisekammer wird von Dickmachern befreit, die Zigarettenschachteln, Feuerzeuge, Aschenbecher fliegen raus und der Kleiderschrank wird meist (zumindest bei uns Frauen) umsortiert, damit die Zielkonfektionsgröße vorne hängt. Unternehmer machen Inventur, es wird also geschaut, was war, was ist und was soll. Jahrespläne entstehen, Ziele werden gesteckt und oft unterscheiden diese Ziele sich von denen des Vorjahres, weil sich die Ausgangsbedingungen geändert haben oder einfach weil der Unternehmer die ruhige Zeit der Feiertage dazu genutzt hat, neue Ideen zu entwickeln. Dies ist auch die Zeit, in der sich Marketing Leute neuen Wegen widmen können, denn genau das wird von ihren Auftraggebern und Chefs erwartet. Der wichtigste neue Weg im Jahr 2010 wird sicherlich der Bereich Social Media Marketing sein und hier gilt es eine klare Strategie zu entwickeln, damit der schöne neue Weg nicht im Nirwana von Zeitfressern, Abmahnern und Nervensägen endet.

Viele haben ja im letzten Jahr schon damit begonnen, im großen Social Web die ersten Präsenzen zu schaffen, die meisten sind ja bereits seit Jahren in Social Networks wie Xing, Facebook und ähnlichen unterwegs und jeder hat schon irgendwo im Internet seine Spuren hinterlassen. Um jetzt aus all den verschiedenen Spuren, Präsenzen und Internet Aktivitäten eine echte Social Media Strategie zu bauen, ist also erst einmal ein gründliches „Klarschiff machen“ nötig. Wo sind Sie denn überall vertreten? Was steht in den verschiedenen Netzwerken über Sie und Ihr Unternehmen? Mit wem sind Sie bereits vernetzt? Welche Kontakte entsprechen Ihrem Ziel und welche passen überhaupt gar nicht in Ihre Zielbeschreibung? Diese und andere Fragen sollten Sie für sich erst einmal klären und dann konsequent aufräumen. Wie das zum Beispiel bei Xing super funktioniert, hat Silke Schippmann (Team Leader Community bei Xing) in ihrem Blog Beitrag „Networking 2010: Zehn gute Vorsätze“ sehr gut beschrieben. Die meisten Hinweise und Tipps die Silke dort gibt gelten auch für alle anderen Bereiche im Social web und einmal gründlich durchforstet, gewinnen sie den Überblick und Raum, richtig zu starten in die spannende Welt des Social Media Marketing. Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg und Happy Net(t)working.

PS: Falls Sie schon an dem Punkt „Social Media Strategie“ hängen geblieben sind, weil Ihnen genau das noch nicht wirklich klar ist und Sie sich fragen „Wie geht denn das überhaupt?“ dann freue ich mich auf Ihre Mitteilung bzw. Kontakt Aufnahme. Das ist, was ich mache: Ich zeige Ihnen die Wege auf denen Sie erfolgreich im Social Web voran kommen.

Der Unterschied zwischen Net(z)werken und Net(t)werken ist weit mehr als nur ein Buchstabe

Net(z)werker -> sammeln Kontakte ->bombardieren diese mit ihrer Werbung -> investieren viel Zeit -> Ergebnis=Zufall -> Einzig sicher ergibt sich bald der Ruf als Spammer und dadurch eine negative Online Reputation

Net(t)werker = Social Networker -> vernetzen sich online mit Menschen -> interessieren sich für diese Menschen -> senden ihre Informationen nur an die Menschen die dies als wertvolle Info empfinden -> investieren ebenso viel Zeit -> Ergebnis=Messbar -> sie werden empfohlen also nachhaltig erfolgreich

Kurz: Kontakte pflegen statt sammeln = Qualität vor Quantität = Empfehlenswert statt Spammer ;o}

Das Net(t)werken wird neudeutsch als Social Network  bezeichnet und wie Kleine und Mittelständische Unternehmer diese (für mich) wunderbare Welt des Netzes optimal nutzen, lernen sie in meinen Seminaren und Workshops so, dass es nicht nur einfach funktioniert, sondern ihnen auch noch leicht fällt. Nächster Workshop zum Thema „Social Web“ am 28.11.09 ab 09:30 Uhr im CC Mercure Walsrode

Empfehlen 2.0 | Das neue Tool bei Xing „Referenzen“

Gerade habe ich mir die Zeit genommen, meine Xing Kontakte durch zu blättern um das neue Tool „Referenzen“ aktiv zu nutzen. Es ist zwar im ersten Moment etwas aufwendig, wenn man so wie ich, mehr als 700 Kontakte einmal mit neuen Blickwinkeln durch blättert, aber diese Zeit sollte sich jeder nehmen, der Xing als Social Media Werkzeug einsetzt. Jetzt ging es ja darum, rückblickend zu schauen, mit welchen meiner Xing Kontakten habe ich denn schon einmal zusammen gearbeitet und wer hat mich dabei so begeistert, dass ich ihm dafür eine Referenz geben kann und will. Zukünftig wird es dann so sein, dass ich immer dann eine Referenz schreiben werde, wenn eine Zusammenarbeit stattgefunden hat. Dieses zeitaufwändige „alle Kontakte durchblättern“ ist also nur eine einmalige Zeitinvestition in mein Businessnetzwerk.

Es war sehr interessant zu sehen, wie viele tolle und erfolgreiche Geschäfte schon über mein Xing Netzwerk stattgefunden haben. Die Tatsache, dass Begriffe wie Vertrauen und Begeisterung in vielen der erstellten Referenzen auftauchen, zeigt den besonderen Vorteil von Social Networks. Man kennt sich einfach besser, bevor ein Auftrag vergeben wird und die Entscheidung für einen Berater oder anderen Dienstleister fällt sehr viel leichter, wenn eine Vertrauensbasis besteht. Es ist sicher nicht leicht, diese Vertrauensbasis online aufzubauen, es macht aber alles einfacher, wenn es erst einmal gelungen ist.