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Social Media Kommunikation-Alles Facebook oder was

Frühlingserwachen ist ja was sehr Schönes. Noch schöner finde ich, wenn dieses Erwachen sich auch auf ganz andere Bereiche ausdehnt. So zum Beispiel aktuell darauf, dass Facebook nicht die Welt und genauso wenig die einzige brauchbare Social Media Marketing Plattform ist. Für viele der, besonders in den letzten Jahren, neu geborenen Kommunikations-experten, scheint es ein sehr unangenehmes Erwachen.

Den Anstoß zu diesem Artikel gaben mir die Beiträge bei Social Secrets und Indiskretion Ehrensache die sich mit den Reaktionen auf geänderte Regeln bei Facebook sehr unterhaltsam auseinander setzen. Beide haben meine volle Zustimmung.

Facebook kann doch jeder!“ und „Wir machen irgendwas mit Facebook, das genügt und kostet nix!“ war ja nun wirklich lange genug die allgemeine Meinung, derer die glaubten Social Media Marketing verstanden zu haben. Warum es auf diesem Blog hier zum Thema „Social Media Irgendwas“ auch recht ruhig geworden war, in den letzten Monaten. Keiner wollte wissen, dass es eine professionelle Social Media Strategie, oder gar ein Gesamtkonzept für die Marken Kommunikation braucht, um neue „Marketing Kanäle“ (mag die Bezeichnung nicht, habe nur gerade keine bessere, die jeder versteht) zu erobern. Die Aufregung, dass Facebook ja eine „Datenkrake“ sei und Geld mit den Informationen der Nutzer verdient, ist ja schnell verflogen. Soweit waren ja alle dann doch einsichtig, dass diese Plattform zwar kostenlos, aber eben nicht umsonst ist. Auch versteht jeder, der sich ein bisschen Zeit dafür nimmt, sehr schnell und einfach wie alles so funktioniert auf Facebook. Naja, zumindest die Technik ist schnell erlernt und angewendet. Schnell und einfach bekommt ja auch jeder lauter Bekannte präsentiert, die bereits bei Facebook sind und mancher wundert sich, woher die beim Facebook denn wissen das ich die Leute kenne. Auch wird eine neue Seite recht schnell von vielen „geliked“ und das Gefühl wächst „Das läuft ja richtig gut hier!“, war ja alles total einfach.

Hobby oder Marke?

Natürlich erreicht man über Facebook wahnsinnig viele Leute. Wer bei seiner Geburtstagsparty unter „Polizeischutz“ stand, weil irgendwer seine private Einladung als Veranstaltung bei Facebook öffentlich gepostet hat, wird das sicherlich bestätigen. Auch für alle möglichen Freizeit Aktivitäten finden sich dort sehr schnell viele Gleichgesinnte, Mitstreiter die in den unzähligen Gruppen mehr oder weniger aktiv sind. Ob Kultur, Sport, virtueller Flohmarkt oder die unzähligen „Du kommst aus…“ Dorfseiten, Fotos, Sprüche, Gags und alles was es noch an Hobbys und Unterhaltung gibt, die Seiten wachsen sehr schnell und auf manchen findet auch tatsächlich sehr viel Interaktion statt. Es entsteht der Eindruck, manch einer ist nur durch seine Facebook Seite zu einer richtigen Berühmtheit geworden… Doch Moment mal! Beim genauen hinsehen fällt auf, da sind noch ganz andere Plattformen involviert. Denn ohne YouTube kein virtueller Video Star. Ohne Instagram & Co. wäre manch toller Fotografen mir gänzlich unbekannt und viele andere Begabungen, würden auf ein sehr kleines Publikum beschränkt bleiben, würden nicht die klassischen Lokalblätter, oder weit verbreitete Blogs und Twitter darüber berichten. Ach ja und natürlich gibt es viele Marken und Prominente, die auf ihren Seiten tausende „Likes“ haben. Doch auch da ein kleines biestiges „Moment mal!“… Die waren großteils bereits prominent, lange bevor der Student in Amerika sein Freundebuch erfunden hatte. Mir fällt so gar keine Marke ein, die durch Facebook zur Marke geworden wäre – außer Facebook und Mark Zuckerberg selber natürlich – und auch kein einziges Produkt, dass nur durch Facebook reißenden Absatz erlangt hat. [Denen die da schlauer sind als ich steht natürlich die Kommentarfunktion offen, meine Wissenslücken zu schließen] Vielleicht gibt es kleine Nischen, die ich nicht bemerkt habe, da es eventuell nicht meine Nischen sind, ich also nicht in der entsprechenden Interessen-Gruppe unterwegs bin. Doch auch ein Nischen Produkt benötigt üblicher Weise noch weitere Medien, um zur bekannten Marke zu werden.

Profis arbeiten mit Profis und die kosten nun mal Geld!

Womit ich bei der „gemeinsten“ aller Tatsachen angelangt bin, die es rund um das Thema Facebook und Social Media Marketing gibt. Markenbildung und aktive Vermarktung über Facebook, dass gibt es nicht und Social Media Marketing ist ein Wortspiel, dass im wirklichen Markt einsam sterben müsste, ohne die Menschen die klassische Kommunikations-Instrumente genauso beherrschen, wie die neuen Medien, oder eben die sogenannten „Social Medias“. Diese Menschen haben eine Berufsausbildung die eines oder mehrere Bereiche abdeckt, die unter dem großen Dach „Kommunikation“ zu finden sind. Dazu haben sie sich selber bereits viele Jahre in den neuen Medien bewegt. All die Fehler, die gemacht werden können, in der Kommunikation via Internet Plattformen, haben diese Profis längst gemacht. Wenn nicht selber, dann waren sie zumindest schon dabei, wie andere sie gemacht haben. Sie haben so die eigenen Lehren daraus gezogen. Daher wissen sie auch, dass es vollkommener Blödsinn ist, einfach mal schnell eine Facebook Seite einzurichten, im Glauben damit sei bereits der große Wurf gelungen… Zur Zeit streiken ja einige Piloten, weil sie für ihre Arbeit mehr Geld haben möchten. Ärgerlich für jeden, der auf irgendeinem Flughafen gestrandet ist, oder mit der Bahn weiter fahren muss. Verständlich für jeden, der für sich in Anspruch nimmt, dass seine professionelle Arbeit auch angemessen bezahlt wird. Es gibt sicherlich Menschen, die Flug-Simulations-Spiele beherrschen. Ich vermute mal, dass bei diesen Spielen die Cockpit Technik recht real nachgebildet ist, ein Gamer also recht gut wüsste, wozu die Instrumente im Flieger alle da sind und wie sie bedient werden. Würde jetzt wirklich jemand auf die Idee kommen, anstelle der streikenden Piloten, einen dieser Gamer an den Steuerknüppel einer großen Passiermaschine zu setzen, nur weil der ahnt wie die Technik funktioniert? Ok… ich nehme die Bahn und gehe davon aus, dass dort ein ausgebildeter Lokführer vorne sitzt und nicht jemand der sich in seiner Freizeit… 😉

 

Die „Neuen Seiten“ bei Google Plus

Na gut, so ganz neu sind die Seiten inzwischen nicht mehr… Auf Grund akutem Zeitmangels bin ich nur mit meinem dazu gehörendem Artikel etwas spät dran.

Es ist auf jeden Fall sehr einfach, diese G+ Seiten einzurichten. Auch kann jeder, der bereits ein gut gepflegtes G+ Profil hat, einfach und schnell Menschen dafür begeistern, die Seite in ihre Kreise aufzunehmen. Dann aber fängt genau das an, was auch bei Facebook Pages offensichtlich der schwierige Teil ist, Seiten mit Inhalten füllen, die gelesen werden! Womit wir wieder einmal genau da sind, wo alles beginnt, bei der Strategie. Richten Sie eine G+ Seite ein, muss bereits klar sein, zu welchem Zweck dies geschieht. Möchten Sie bestimmt Personen erreichen? Gilt es über die Seite eine bestimmte Botschaft zu verbreiten? Oder möchten Sie vielleicht einfach nur eine Seite einrichten, um für bestimmte, noch zu planende Kampagnen vorbereitet zu sein?

Mein persönlicher Eindruck ist, dass ich über das eigene Profil, sehr viel besser in den Dialog komme, als mit der Seite. Auch wenn die AngieDor Seite  bereits in über 200 Kreisen ist, bekomme ich Reaktionen auf die Inhalte nur, wenn ich diese über mein persönliches Profil weiter teile. Daher ist mein erstes Resümee, eine G+ Seite haben, zum Zwecke der Selbstvermarktung und Unternehmenspräsentation, ist sicherlich empfehlenswert. Von dieser Seite aber zu erwarten, dass es zum Dialog mit potenziellen Kunden kommt, dass sehe ich bis jetzt noch nicht. Hier zeigt sich deutlich, warum Social Media Marketing mit dem Wort Social beginnt…

Menschen beobachten, oder mögen Marken…

Menschen kaufen aber bei Menschen und dafür ist die Person hinter der Marke eben wichtiger als jede Fanpage oder G+ Seite.

Facebook geschäftlich nutzen

Noch ein interessanter, nützlicher Netzfund zum Thema „Facebook“.

Seit immer mehr Menschen aus diesem sozialen Netzwerk von Freunden und Bekannten eine Plattform zur Selbstvermarktung machen, taucht auch immer öfter die Frage auf, wie denn aus einem privaten Nutzerprofil eine Fanpage werden kann. Es widerspricht dem eigentlichen Sinn und Zweck von Social Media Kommunikation, als Person mehr als 5000 Freunde zu sammeln, denn da ist die Chance auf persönlichen Dialog doch nahezu unmöglich. Wenn also aus der Person eine prominente Persönlichkeit geworden ist -oder werden soll- ist es sinnvoll, das eine vom anderen zu trennen. Dadurch wird die eigene Pinnwand wieder persönlicher und somit sozialer und der Dialog rund um´s Geschäft findet auf der Unternehmensseite statt.

Wie das funktioniert und was es dabei zu bedenken gibt, das hat Renate Brokelmann in ihrem Artikel „Wie aus Freunden Fans werden“ sehr einfach und verständlich beschrieben.

Googel Suche go´s Social

Ein Netzfund, der besonders für B2B Anbieter interessant sein könnte. Denn Google stellt seine Suche immer weiter auf die Social Medias ein. Was das genau bedeutet und welche Konsequenzen daraus folgen, dass stellt Robert Basic in seinem Blog Artikel: Google Social Search: Todesstoß für zögernde Unternehmen sehr gut dar. Ein kleiner Ausschnitt:

Das ist eine fast schon als radikal anmutende Abkehr vom bisherigen Konzept, Google Suchergebnisse anzuzeigen!

Die Sichtbarkeit persönlicher Suchtreffer, bedingt durch Informationen aus dem Freundeskreis, wird wesentlich erhöht. Was bisher am Ende der Suchseite platziert wurde und demnach kaum wahrgenommen wurde, wird je nach Suche ganz weit nach oben gespült. Was heißt das für Firmen? Wenn mein Buddy aus Twitter oder Facebook Deine Waschmaschine nicht gut findet, wird Dir SEO nicht mehr helfen. Persönliche Empfehlungen sind nicht erst seit gestern ein wichtiges Kaufkriterium in vielen Bereichen des wirtschaftlichen Angebots. Heißt? Viel Spaß bei der Google Ranking-Arbeit. Ich nehme mal stark an, dass es viele Unternehmen jetzt noch hibbeliger werden, Social Media irgendwas zu machen, super freundlich in Social Networks unterwegs sein werden und sich so richtig anfassbar machen

Es empfiehlt sich also, das Thema Social Media Kommunikation im B2B Bereich immer ernster zu nehmen, denn wie an anderer Stelle bereits erwähnt: „Der Hype ist vorbei, jetzt beginnt die echte Arbeit daran, einen Kommunikationswandel zu vollziehen.“ Die Nase vorne haben natürlich die Unternehmen, die sich sehr früh in den direkten Dialog mit ihrer Zielgruppe gewagt haben. Verfallen Sie jetzt aber bitte nicht in wilde Hatz, diesen Vorsprung der anderen mit Hilfe selbst ernannter „Social Media Experten“ aufholen zu wollen. Noch mehr als bisher, wird es zukünftig darauf ankommen, wie Sie sich präsentieren und darauf, wie zufrieden Ihre Kunden über Ihr Unternehmen schreiben. Gekaufte Kontakte, oder Referenzen werden noch sehr viel schneller negativ ausgelegt werden, als bisher. Lernen Sie besser selber, diese Medien zu verstehen und sie für Ihre Unternehmenskommunikation zu nutzen, dann wird die neue Google Suche für Sie zu einem Gewinn.

Social Media Frühstückchen

Die Bezeichnung „Social Media Marketing“ wird ja seit einiger Zeit sehr inflationär verwendet. Alles was irgendwie mit Kommunikation über das Medium Internet zu tun hat, heißt neuerdings „Social Media Kommunikation“ und jeder der weiß, wie Twitter, Facebook und Xing bedient werden, ist ein „Social Media Experte“. Es gibt sehr viele Bücher und das Netz ist voll von Leitfäden und Regelwerken. Was heißt aber nun tatsächlich „Social Media“ und wer kann, sollte oder sollte eben nicht, Marketing und Social Media miteinander verbinden? Diese Frage bleibt immer noch bei vielen unbeantwortet. Aus gutem Grunde, denn aktuell sind die meisten Unternehmen und Unternehmer gar nicht bereit, von klassischem Business Marketing auf Social Media Marketing umzudenken. So kommt es, dass selbsternannte Experten, die mit dem werben was die Geschäftswelt großenteils hören will, mit Kennzahlen, alten Wein in neuen Schläuchen verkaufen. Die Unternehmer aber, die glauben jetzt echt Social Media Marketing zu machen, wundern sich. Weil zwar Tausende Fans und Follower auf Gewinnspiel und ähnliches angesprungen sind, statt aber nun viel mehr zu kaufen, wird da sogar noch gemeckert und kritisiert. Andere Experten sind dann gefordert, diesen enttäuschten „Jungsocialmediens“ Krisenkommunikation im Social Web zu verkaufen. Am Ende stehen diese Unternehmer dann, um einige Euros ärmer und immer noch nicht erfolgreicher, da und verteufeln dieses ganze unnütze Social Media Zeugs.

Nun gibt es aber ja auch immer mehr Beispiele, da hat das mit dem „Social Media Marketing“ richtig gut funktioniert. Na gut, diese Beispiele sind nicht unbedingt jedem bekannt. Fallen doch die Firmennamen nicht durch große Fernsehwerbung oder ganzseitige Zeitungsanzeigen auf, aber dafür haben diese Unternehmen zufriedenere Stammkunden und stabilere Umsätze, als viele bekannte Markenfirmen. Ganz heimlich, still und leise werden diese „No Names“ auch noch immer bekannter und tauchen plötzlich in den „alten Medien“ auf. Nicht in teuer gekauften Werbeanzeigen, sondern unter z. B. erfolgreicher Gründer oder innovatives Unternehmen…

Wer jetzt auf Prioritäten und Ziele seines eigenen Unternehmens, oder auch für die eigene Person, schaut und dabei feststellt, dass er doch auch lieber über wachsende Umsätze und zufriedene Stammkunden bekannt werden möchte, als durch statistisch große Zahlen ohne „Fleisch am Knochen“, für den schreibe ich zukünftig das „Social Media Frühstückchen“. Nicht täglich, aber immer morgens – Frühstück ist ja bekanntlich am Tagesanfang am sinnvollsten – werde ich also ein Frühstücksbuffet zusammen stellen, aus dem jeder sich das heraus wählt, das ihm schmeckt bzw. von dem er glaubt, dass es ihm gut tut. Natürlich sind Wünsche herzlich willkommen. Wenn Sie also etwas vermissen, oder zu einem der Frühstücksangebote noch ein bisschen Würze haben möchten, dann freue ich mich auf ihre Kommentare. Manches kann aber tatsächlich nicht in einem Blog oder Buch ausreichend beschrieben werden. Blättern Sie ein wenig zurück in diesem Blog und Sie entdecken den Artikel „Kennen Sie jemanden der das Radfahren gelernt hat, weil er ein Buch darüber gelesen hat?“ Mit dem „Social Media Frühstückchen“ können Sie aber vielleicht für sich sehr viel besser entscheiden, ob Sie überhaupt das Radfahren lernen wollen. Bevor Sie für ein angebliches „Superhochleistungsfahrrad“ viel Geld ausgeben, um nachher damit „Superhochleistungsrasant“ gegen die Wand zu klatschen.

Vorab schon einmal ein Überblick, was denn so alles auf dem Buffet stehen wird:

Müsli: Eine bunte Mischung von gesunden Sachen, die eine stabile Grundlage bieten… Hier finden Sie also nach und nach die Grundlagen, die den Unterschied zwischen klassischem und socialmedialem Marketing deutlich machen.

Brötchen: Hier stelle ich Ihnen die verschiedenen Plattformen und Möglichkeiten vor, die als Social Medium genutzt werden. Vielleicht gibt es hier aber auch einfach nur einen Link zu dem entsprechenden Insider, der ihnen viel mehr zu der jeweiligen Plattform aufgeschrieben hat. Eventuell findet sich aber auch so nach und nach der eine oder andere Gastautor hier ein. Frei nach der Devise „Ich weiß zwar nicht alles, aber ich weiß wen ich fragen muss um alles ganz genau zu erfahren“

Kaffee: Der Muntermacher darf natürlich auch nicht fehlen und was motiviert mehr, als erfolgreiche Beispiele, die zeigen, dass es sich lohnt, sich auf den Weg in neue Gefilde zu machen. Wenn Sie sich schon als Muntermacher verstehen, also schon erste Erfolge mit dem Social Web erzielt haben, freue ich mich auf einen Hinweis und nehme Sie gerne auf in die Kaffeebar.

Obst: Im Obstkorb finden Sie zukünftig, die kleinen Helferlein, die Ihnen vieles im täglichen Umgang mit den Social Medias leichter machen. Vitamine ohne die manch einer schnell schlapp machen könnte, weil ja Social Media Marketing tatsächlich Geduld und Durchhaltevermögen braucht. In der Natur wachsen die süßesten, größten Früchte ja auch nur auf den Bäumen, die Zeit und Pflege hatten ein stabiles Wurzelwerk zu bekommen. Wenn Sie also beim Pflanzen ihres Social Media Bäumchens genug Zeit und Geduld investieren und mit Zuneigung und Begeisterung die Wurzelbildung fördern, dann besteht eine wirklich große Chance, dass auch Sie zukünftig süße, saftige Früchte ernten können.

Fehlt noch das kleine Leckerle ohne das Ihr persönliches Frühstück unvollständig ist? Das, wie ich finde, schönste am Social Web ist, dass jeder etwas dazu beitragen kann. In einem Blog geht das über die Kommentare, die Sie unterhalb dieses Artikels eintragen können 😉

Das Ende der Bauchladen Kultur

Zu Zeiten des Marketing über Massenmedien, hat sich ja so etwas wie eine Bauchladen Kultur entwickelt, in der jeder einfach alles unter dem Titel Marketing verpacken konnte. Heute befinden wir uns aber in einem Kulturwandel, der sich erst leise, inzwischen aber immer klarer und lauter vollzieht. Weg von Massenmedien hin zum Social Media Marketing, bedeutet ein grundsätzliches Umdenken in den Marketing Abteilungen und natürlich besonders von freien Marketing Beratern. Begriffe wie Zielgruppen gerechte Ansprache, gewinnen immer mehr an Bedeutung und damit auch die Anforderungen an jene die diese Zielgruppen ansprechen sollen. Kampagnen-denken weicht dem grundsätzlichen Aufbau einer langfristigen Strategie, in der klassische PR ebenso wichtig ist wie die Einbeziehung der neuen, sozialen Medien.

Jeder Tag scheint momentan einen neuen Social Media Experten in die Welt zu setzen, zumindest erklärt sich inzwischen jeder der bei Xing viele Kontakte hat, bei Twitter einige Follower und bei Facebook neben dem persönlichen Profil auch eine Unternehmenspage vorweisen kann, zum Social Media Experten. Das macht es immer schwieriger, für diejenigen, die tatsächlich Experten Rat brauchen, für sich den richtigen Ansprechpartner zu finden. Dabei könnte vielleicht eine Faustregel helfen: Je deutlicher ein Berater als Spezialist für einen! Bereich zu erkennen ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Berater auch wirklich weiß wovon er spricht. Das führt dazu, dass sich immer mehr einstige Marketing Berater spezialisieren. Gerade in den Social Medias ist das auch nötig, denn bei dieser Vielzahl neuer Möglichkeiten kann kein einzelner Mensch alles ganz genau wissen. Das auf den ersten Blick komplizierteste und vielschichtigste dieser Social Medias ist sicherlich Facebook. In meinen Trainings, in denen es ja um das Entwickeln einer individuellen Selbstvermarktungsstrategie geht, empfehle ich daher gerne Berater und Trainer, die sich auf eines der Social Networks spezialisiert haben.

Nun habe ich heute ein Interview mit einem der von mir empfohlenen Spezialisten entdeckt. Elke Fleing hat auf ihrem Blog „Berufung Selbständig“ Thomas Hutter zu Facebook befragt und herausgekommen ist ein interessanter, lesenswerter Artikel, der auch Facebook Neulingen einen kleinen Einblick in die Welt des derzeit meist diskutierten Netzwerkes weltweit, gibt.

Auch das ist Teil einer guten Social Media Strategie, immer die Augen offen halten im Netz und interessante Fundstücke mit denen teilen, die sich dafür auch interessieren könnten.

No Panic! Wie gehen Sie mit Kunden Feedback um?

Oft enden Vorträge und Seminare zum Thema Social Media Marketing in einer Diskussion darüber, dass ja das Social Web so gefährlich sei und dass ja auch schon einige Unternehmen katastrophal zerrissen wurden im Internet… Stimmt, einige haben wirklich ihr „Social Media Gate“ erlebt. Es gibt aber auch viele Beispiele, da haben Unternehmen die in die öffentliche Kritik geraten sind, so reagiert, dass aus einer vermeintlichen Krise, eine echte Erfolgsstory werden konnte. Wie das gelingt…

Für den Fall das mal was falsch läuft, gibt es klare Regeln, die schlimmeres verhindern helfen:

  • Seien Sie „entwaffnend“ ehrlich! Nicht wer Fehler macht wird kritisiert, sondern der der begangene Fehler verschleiert oder leugnet. Was auch passiert, mit transparenter, ehrlicher Kommunikation bieten Sie keinerlei Angriffsfläche.
  • Reagieren Sie grundsätzlich positiv! Sie werden kritisiert? Klasse, das ist die Chance besser zu werden als der Mitbewerber. Danken Sie dem Kritiker, dafür dass er sich die Zeit genommen hat, Sie von einem Missstand in Kenntnis zu setzen.
  • Ändern Sie erst mal den Blickwinkel! Ein indianisches Sprichwort sagt „Willst du den Anderen verstehen, musst du ein paar Schritte in seinen Mokassins gehen“ und Henry Ford meint dazu „Wenn es ein Geheimnis des Erfolges gibt, so ist es dies: den Standpunkt der anderen verstehen und die Welt mit ihren Augen sehen.“  Geben sie doch einfach mal folgende Zeichen in die Tastatur: (_8(|) Macht keinen Sinn? Richtig so nicht, aber sobald sie den Kopf zur linken Schulter neigen… genau Homer Simpson ;o} (ja gilt auch für mein Augenzwinkerlächeln)
  • Reagieren Sie schnell! Vielleicht ist im ersten Moment noch gar nicht klar, wie der Fehler behoben werden kann, wichtig ist, dass sie sich darum kümmern und dies auch kommunizieren.
  • Bleiben Sie Mensch! Klingt komisch, ist aber tatsächlich bei vielen Unternehmen nicht selbstverständlich. Nur wer als Mensch zu erkennen ist, also persönlich für seine Marke steht, wer auf Augenhöhe mit anderen kommuniziert, dem verzeiht man Fehler einfach schneller. Oft kommen „Fans“ und „Freunde“ einem sogar zu Hilfe, im Krisenfall.

No Panic! Wie im richtigen Leben eben auch… Wer ständig mit dem Schlimmsten rechnet, dem passiert auch was schlimmes. Mit den vorgenannten Hinweisen können sie weitgehend gelassen reagieren. Es gibt nur einen gravierenden, unverzeihlichen Fehler im Social Web… Ignoranz.

Welt im Wandel oder wie „Social“ zum Marketing kam.

Täglich entstehen neue Erklärungsmodelle, die Unternehmern und Führungskräften erklären sollen, wie sie denn nun richtig „Social Media Marketing“ machen. Auch gibt es inzwischen ein wahres Meer an Büchern, Blog Artikeln und Workshop Angeboten, die das Thema auf vielerlei Arten erklären. Ich selber biete ja dazu auch Seminare, Vorträge und Workshops an und dieser Blog hier soll ja auch dabei unterstützen, Social Media Marketing zu verstehen und optimal einzusetzen.

Was mir aber immer wieder auffällt, die Benutzung ist schnell klar, auch das eine durchdachte Strategie auf Basis des bestehenden Marketing Konzeptes am Anfang aller Social Medialen Erfolge stehen muss, leuchtet jedem schnell ein. Das Wo, Wie und Was ist also gar nicht allzu schwierig. Woran liegt es dann aber, dass trotzdem so viele sich im Social Media Marketing schwer tun? ,

Im Zuge meiner Ausbildung zur Business Trainerin entwickle ich gerade ein komplett eigenes Trainingsprogramm, für mein Thema, also Kommunikation 2.0. Dabei ist mir aufgefallen, dass bei all den  Antworten auf Wo, Wie, Was ein wichtiges W fehlt… Das WARUM!

Warum funktioniert Social Media Kommunikation so wie es funktioniert? Warum haben manche Unternehmen damit so Riesen Erfolge und andere eben nicht? Warum ist Social Media Marketing so viel mehr als ein Hype?

Weil unsere Welt sich seit 20 Jahren (mindestens) in einem Wandel befindet.

Vor gut 15 Jahren, war ich zu Gast in einer Talkshow. Damals bestand ja das komplette TV Programm aus diesen Shows, in denen sich lauter mehr oder weniger normale Menschen auf eine Bühne gesetzt haben, um irgendein Thema zu diskutieren. Ich wurde eingeladen, weil ich damals in Hamburg als Filialleiterin einer Einzelhandelskette jemandem von den Talkshow Machern aufgefallen bin. Es ging um das Thema „Servicewüste Deutschland“ und dieser Jemand meinte, ich sei im Umgang mit Kunden ungewöhnlich freundlich. In dieser Sendung wurde dann bis zum Erbrechen darüber gestritten, ob Kunden neuerdings so viel mehr erwarten, oder ob Verkäufer plötzlich besonders unfreundlich sind. Für mich lag damals die Wahrheit, wie so oft, irgendwo in der Mitte. Aus heutiger Sicht scheint es mir aber so, als ob mit den Talkshows damals etwas begonnen hat, das bis heute beinahe so etwas wie eine Revolution geworden ist. „Wir sind die Kunden, wir haben zu bestimmen, denn wir bezahlen euer Leben“ oder so ähnlich 😉

Auch in der Politik findet diese schleichende Revolution statt. Konnten frühere Politiker Generationen sich doch immer darauf verlassen, dass wenn sie nur resolut und laut genug waren, immer ausreichend braves Stimmvieh an die Urne getrottet ist, um sie in ihrem Machtanspruch zu bestätigen, will heute jeder Wahlberechtigte gleich mitbestimmen… „Alle Macht geht vom Volke aus!“ Wie im alten Rom, so wollen die Menschen auch heute wieder im Forum gehört werden. Nur ist es eben nicht mehr ein Platz in der Mitte der mächtigsten Stadt weit und breit, sondern viele kleine Foren, mit vielen Menschen unterschiedlichster Herkunft und sozialer Stellung, die da Volkes Macht demonstrieren.

1999 entstand das „Cluetrain Manifest“ ein Ausschnitt aus der Überschrift sagt aus, was sich in den letzten 10 Jahren zu dem entwickelt hat, das wir heute „Social Media Kommunikation“ nennen:

Ein kraftvolles globales Gespräch hat begonnen. Über das Internet entdecken und gestalten die Menschen neue Wege, um relevantes Wissen mit rasender Geschwindigkeit auszutauschen. Als direktes Resultat werden die Märkte intelligenter — und sie werden schneller intelligent als die meisten Unternehmen.

Der schönste und für mich wichtigste Satz ist der: „Märkte sind Gespräche“

Nein, ich behaupte hier nicht, dass jetzt lauter viel schlauere Menschen überall mit diskutieren wollen. Wahrscheinlicher ist es wohl, dass sich einfach sehr viele für schlauer halten als sie es sind, aber Tatsache bleibt, unabhängig davon wie schlau oder weniger schlau die Menschen heute sind, sie wollen mit bestimmen. Sie wollen ihre Meinung sagen und vor allem …sie wollen ernst genommen werden!

Im Grunde ist es doch ganz einfach… Jeder von uns ist sehr viel öfter Kunde als Anbieter, oder?

Wie gut kommen denn bei Ihnen Unternehmen an, die Sie stundenlang in Warteschleifen parken, um dann durch eine freundliche, aber inkompetente Person, mitteilen zu lassen, dass der von Ihnen gewünschte Ansprechpartner für Ihr Problem (oder Ihre Anregung, oder vielleicht sogar Ihr freundliches Kompliment zum gelungenen Produkt) für Sie keine Zeit hat?

Wie gefällt es Ihnen, wenn Sie immer häufiger das Gefühl haben, Ihnen wird etwas angedreht, dass Sie weder brauchen noch wirklich wollen? Haben Sie nicht auch manchmal gute Lust, jemandem richtig vor das Schienbein zu treten, weil der Sie herablassend behandelt, oder Sie womöglich sogar wissentlich betrogen hat?

Märkte sind Gespräche… egal was Sie im Markt positionieren wollen, kommen Sie mit den Menschen, die Ihren Marktplatz erst zu einem Markt machen, ins Gespräch. Hören Sie denen genau zu, die am allerbesten wissen, was an Ihrem Produkt das besonders Tolle ist, oder eben was Ihr Produkt zu dem besten in diesem Markt machen kann.

Es gibt noch einige andere Warums die den Erfolg von Social Media Kommunikation ausmachen, aber das Zuhören und der respektvolle Umgang mit anderen Menschen, ist eben der wichtigste Grund, diese Revolution verstehen zu lernen.

Kommen Sie doch besser mit den „Märkten“ also Menschen ins Gespräch, als bei Ihrer „Zielgruppe“ ins Gerede.


Am Anfang steht die Frage: Wie anfangen?

In vielen Gesprächen, im Zusammenhang mit meiner Vortragsreihe „Die Macht des Social Media Marketing“, wird häufig die Frage gestellt: Wie fange ich denn jetzt an? Die Abneigung gegen Twitter lässt nach und das eben dieses „Gezwitschere“ sich zum Dreh und Angelpunkt für viele Social Mediale Aktionen entwickelt hat, scheint sich inzwischen auch zu verfestigen. Im Social Media Marketing geht es ja in erster Linie darum, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und diese Gespräche fangen oft auf Twitter an.

Wie nun aber mit den Menschen ins Gespräch kommen, die meinem Unternehmensziel dienen? Zuerst einmal genau diesen Gedanken streichen, denn würde jeder nur twittern um sein Unternehmensziel zu erreichen, dann kämen ja gar keine Gespräche in Gang. Jeder würde ständig nur verkünden, was er gerade verkauft und auf unseren Bildschirmen wäre nur noch Werbung die keinen interessiert zu lesen.

Social Media Marketing funktioniert nur dann, wenn das Wort „Social“ dabei im Vordergrund steht. Wenn sich also alles nur ums Business dreht, dann würde es Business Media Marketing heißen und dieses Umdenken muss zuallererst passieren, sonst sind Sie schnell als Spammer im Web verschrien. Um also „social“ zu agieren, kommen sie mit den Menschen ins Gespräch, die ihre Interessen teilen, knüpfen dabei „soziale Kontakte“ es bilden sich, um Sie herum, Interessengruppen in denen ihre Themen im Vordergrund stehen. Aus gemeinsamen Interessen entwickeln sich Beziehungen, die auf Vertrauen beruhen und wem man vertraut, den empfiehlt man auch eher.

Wie komme ich jetzt zum Business? Ganz einfach… Mit was haben Sie sich denn selbständig gemacht? In welchem Fach arbeiten Sie denn? Aha, Sie haben natürlich das zum Beruf gemacht, was Sie besonders gerne machen. Die Themen die innerhalb Ihrer Branche im Vordergrund stehen, sind für Sie auch außerhalb der Geschäftszeiten interessant und wichtig. Sie unterhalten sich also auch in Ihrer Freizeit gerne über das, was in Ihrem Job diskutiert wird. Sollte dies alles nicht der Fall sein, dann haben Sie grundsätzlich etwas falsch gemacht und werden auch mit Hilfe der Social Medias nicht erfolgreicher sein als jetzt.

Der Begriff „Authentizität“ taucht im Zusammenhang mit Social Media immer wieder auf. Ja, es ist sogar die Basis aller erfolgreichen Social Media Aktivitäten, denn wer nicht authentisch im Social Web unterwegs ist, ist auch nicht glaubwürdig. Wenn Sie sich als Experte „verkaufen“ für Themen in denen Sie nicht 100% Bescheid wissen, wird die digitale Gemeinschaft dies sehr schnell  heraus finden und Sie bloß stellen. Außerdem ist es ja wirklich nervig und anstrengend, wenn man ständig wieder seiner Natur kommunizieren muss, nur um ein Scheinbild zu pflegen. Am besten ließe sich das mit dem Versuch vergleichen, in einem Sprachraum Geschäfte machen zu wollen, dessen Sprache sie nicht beherrschen. Beginnen Sie also ihre Social Media Aktivitäten in einem Sprachraum, in dem Sie sicher sind und in dem Sie sich wohl fühlen. Das bedeutet auch für ihre ersten Schritte bei Twitter, kommen Sie mit den Menschen ins Gespräch, die ihre Sprache sprechen.

Es macht Sinn, vom ersten Tag an 5-10 Tweets pro Tag zu schreiben, auch wenn Sie noch gar keine Follower haben, die das lesen. Warum das so ist? Weil jeder dem Sie folgen in ihr Profil schaut um zu sehen, ob er zurück folgen möchte und wenn da schon einiges steht, das denjenigen interessiert, folgt er ihnen natürlich lieber. Die Timeline bei Twitter (der Stream in dem steht, was diejenigen schreiben, denen Sie folgen) sollte ja möglichst nur Informationen enthalten, die Sie auch interessieren, Sie achten also darauf, bevor Sie jemandem folgen, was der so den ganzen Tag twittert. „Social“ funktioniert nur, wenn ich Lust habe zu lesen was andere schreiben, wenn da nur steht, verkaufe dies biete das, dann langweilt es mich, denn mein Interesse an sozialer Kommunikation wird nicht bedient. Sie sind sicherlich öfter Kunde als Anbieter, überlegen Sie also einfach mal, wie Sie schreiende Anbieter empfinden…

Was soll ich denn da schreiben, 5-10 Tweets am Tag, soviel hab ich doch gar nicht mitzuteilen? Sicher? Lesen Sie morgens Zeitung bzw. Online Medien um sich darüber zu informieren, was in der Welt so alles passiert ist über Nacht? Schauen Sie über Tag immer mal in Fachmedien, die ihr Geschäft oder ihre Hobbys betreffen? Dort stehen doch immer auch Infos und News, die Sie twittern könnten, bei online Medien sogar gleich mit dem Link zur Info. Sie fahren zu einem Termin und stehen im Stau, lassen Sie die Twitter Welt wissen, wo dieser Stau ist. Die Bahn verspätet sich? Dann ist das doch eine wichtige Information für alle, die vielleicht die gleiche Strecke mit der Bahn fahren wollen. Ihr Sportverein spielt am Wochenende um einen Titel? Na das interessiert doch die Menschen, die sich für den gleichen Sport begeistern wie Sie. In ihrer Branche passiert gerade etwas besonderes, Messen, Kongresse und ähnliches? Menschen die sich für diese Branche interessieren, freuen sich darüber diese Info zu bekommen. Sie stehen vor einer Herausforderung und brauchen Rat oder Unterstützung? Fragen Sie doch mal über Twitter, im Social Web findet sich für jedes Thema jemand der helfen kann und weil es das „social“ Web ist, hilft man einander gerne! Ich könnte jetzt noch ewig so weiter schreiben, aber ich nehme an, Sie ahnen, worauf ich hinaus will. Schreiben Sie einfach über all die Dinge, die sie selber auch gerne lesen möchten in ihrer Timeline. Im Laufe der Zeit werden sich genau diejenigen um Sie versammeln, die sich für die gleichen Themen interessieren wie Sie. Also Menschen die ihre Sprache sprechen!

Geben Sie dem Ganzen ein wenig Zeit, dann entwickelt sich ihre Timeline zur interessantesten Informationsquelle und ihr Netzwerk zu einer Peer Group, die Sie empfiehlt und Sie zum Experten ernennt, wenn Sie das auch wirklich sind. Kommen Sie zuerst einmal mit den Menschen ins Gespräch, ihre Zielgruppe entsteht dabei ganz von alleine.

Im Grunde ganz einfach…

Da war sie wieder, die Annahme „Das weiß doch jeder, dass muss ich doch nicht erzählen“ Irrtum, was meine tägliche Arbeit mit Social Media Instrumenten so einfach macht, kann ja ein „Neu Social Webber“ nicht kennen, wenn´s ihm keiner sagt, also schreibe ich das doch hier mal auf. Bitte nicht als Regel oder „einzig wahren Weg“ betrachten, denn es handelt sich um die Wege, die sich für mich als praktisch erwiesen haben und ich bin sicher es gibt noch vieles andere. Empfehlen kann ich aber eben nur das, womit ich selber die besten Erfahrungen gemacht habe. Abraten kann ich allerdings auch… und zwar von allem, das automatisch folgt, entfolgt oder Nachrichten versendet. Das Social Web lebt in Maschinen, aber ausschließlich durch die Menschen die sie bedienen. Also bitte nur denen folgen, deren „Gezwitschere“ sie wirklich lesen wollen und nur dann eine direkte Nachricht senden, wenn sie dem Angeschriebenen etwas persönliches mitteilen wollen. „Danke das sie mir folgen, schauen sie doch mal auf meine … Seite“ Nachrichten sind nervig und unerwünscht.

TweetDeck

Mit TweetDeck die Infoflut überblicken

Das Browser unabhängige Tool TweetDeck zeigt, in mehreren Fenstern nebeneinander, was mich in der großen Zwitscherwelt gerade am meisten interessiert. Neben der Timeline in der alle Tweets derer stehen denen ich folge, kann ich mir vorher in Twitter zusammengestellte Listen anzeigen lassen, oder Tweets zu einem bestimmten Thema, wenn dieses mit einem allgemein gültigen Hashtag (#Thema) versehen sind. Zum Beispiel interessiert mich aktuell, was denn die Enquete Kommission „Internet“ twittert. Also habe ich zuerst einmal alle in dieser Kommission Aktiven in einer Twitterliste gesammelt. Dann habe ich einige der Tweets dieser Enquete Mitglieder gelesen, bis ich den Hashtag #eidg entdeckt habe, so dass ich in einem der TweetDeck Fenster alle mit #eidg gekennzeichneten Tweets mit verfolgen kann ohne jedem zu folgen der da twittert. Auf diesem Wege habe ich auch schon viele „Verfolgenswerte“ Twitterer gefunden, die mir sonst vielleicht nie über den Bildschirm gehuscht wären 😉

Natürlich kann ich über TweetDeck auch meine Replys (Tweets die meinen Namen also @AngieDor erwähnen) beobachten und direkte Nachrichten (DMs) in einem eigenen Fenster sehen. Für jedes Fenster, das ich einrichte, gibt es die Möglichkeit, sich durch ein kleines Popup Fenster und einen Ton benachrichtigen zu lassen, wenn dort etwas Neues kommt. Diese Funktion habe ich persönlich aber lieber nur auf Replys und DMs beschränkt, da mir sonst einfach zu oft das Popup in die Arbeit blinkt. Um aber etwas das gerade brennend interessiert oder eben Nachrichten an mich persönlich nicht zu verpassen, erleichtert diese Funktion den Umgang ungemein, muss ich schließlich nicht ständig nach schauen ob´s da was Neues gibt.

Vernetzen der Netzwerke

Wer Accounts in allen gängigen Social Networks hat, könnte gut und gerne sowohl den ganzen Arbeitstag als auch die gesamte Freizeit damit zubringen, in jedem dieser Netzwerke Präsens zu zeigen, in dem  man immer mal eine neue Statusmeldung einträgt. Da gibt es aber zum Glück einige Möglichkeiten, diesen Zeitaufwand einzukürzen. Bei Facebook, den VZ Gruppen, LinkedIn und My Space gibt es die Möglichkeit, den Account mit Twitter zu verbinden, so dass jeder Tweet auch gleich auf allen anderen Plattformen auftaucht, sie müssen dann nur noch immer mal schauen, ob auf einer der anderen Plattformen jemand auf ihren Tweet reagiert hat. Bei Xing gibt es diese Einbindung von Twitter nicht (noch nicht) dafür aber eine Applikation die sich Twitter Buzz nennt. Hier können sie Suchbegriffe (Buzzwörter) eingeben und bekommen dann auf ihrer Xing Startseite alle Tweets zu sehen, die diesen Suchbegriff enthalten. Das ist sehr praktisch, wenn sie zum Beispiel ihren Firmennamen oder Produktbezeichnung beobachten, entgeht ihnen nichts, was über sie getwittert wird. Kürzlich hatte ich da ein interessantes Erlebnis. Während ich bei einem Kunden dieses Tool eingerichtet habe, erschienen mehrere Tweets, die das Unternehmen positiv erwähnt haben. Das ist natürlich eine tolle Gelegenheit, mit diesen Twitterern Kontakt aufzunehmen und sich für das Kompliment oder die Empfehlung zu bedanken. Sie sind ja selber öfter Kunde als Anbieter, sie können sich also sicher sehr gut vorstellen, wie so ein „Danke für das Kompliment, lassen Sie uns im Gespräch bleiben“ bei ihren Kunden ankommt. Aber eben auch negative Kritiken fallen ihnen hier auf und auch da gilt, reagieren sie direkt und kommen sie mit dem Kritiker ins Gespräch, das hat grundsätzlich eine sehr viel nachhaltigere Wirkung als jede Marketing Maßnahme. Gerade die konstruktiv kritisierenden sind für ein Unternehmen wertvoll und sollten daher auch wertschätzend behandelt werden, nehmen sich diese Menschen schließlich die Zeit, sich mit ihrem Unternehmen auseinander zu setzen und sie auf eventuelle Fehler hinzuweisen.

Transparenz, Respekt und Persönlichkeit gepaart mit diesen kleinen Hilfsmitteln, bringen mehr als jede teure Marketing Kampagne es je schaffen wird. Ganz einfach, nur nicht immer leicht.