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Social Media Strategie wird durch Google+ noch viel wichtiger

Hatte ich doch im letzten Beitrag angekündigt, dass eine Betrachtung von Google+ in der B2B Kommunikation zeitnah folgen würde, sind nun doch beinahe drei Wochen vergangen. Natürlich ist ein Grund, dass intensives Nutzen der Social Media Plattformen wirklich viel Zeit verschlingen kann, besonders wenn es gilt ein neues „Spielzeug“ zu testen. Der wichtigere Grund ist allerdings, dass Google+ für die Business Kommunikation noch gar nicht so richtig gedacht ist. Im Gegenteil, denn diejenigen die sich mit Firmenlogo und Unternehmensnamen angemeldet hatte, wurden zum Teil sogar von Google gelöscht, da nur reale Personen ein Profil mit Google+ Nutzung einrichten sollten. Es ist angekündigt, für Unternehmen eine entsprechende Lösung anzubieten, die dann ähnlich der Facebook Pages aussehen könnte.

Trotzdem… oder vielleicht sogar gerade deswegen, ist es besonders für diejenigen, die sich mit Social Media Marketing bisher noch nicht so recht befassen wollten, eine tolle Gelegenheit, den ersten Schritt mit Google+ zu tun. Denn jetzt ist es noch am einfachsten, tatsächliche Social Media Kommunikation zu erleben und falls nötig zu erlernen. Die Marktschreier die ohne Respekt oder Interesse an echtem Dialog in den Social Networks unterwegs sind, scheinen noch nicht bei Google angekommen zu sein. Aber selbst wenn, sind sie recht einfach auszublenden, indem sie in den „Blockiert“ Kreis geschoben werden.

Womit wir dann auch bei dem größten Vorteil von Google+ wären, die Sortierung in Kreise. Zwar sind auch bei Twitter und Facebook Listen möglich, aber dort ist das nicht zwingend nötig, um anderen zu folgen. Was zur Folge hat, dass beinahe alles, was Sie über diese Plattformen senden, von allen die mit ihnen verknüpft sind, gelesen werden kann und umgekehrt. Bei Xing ist es sogar inzwischen so, dass (je nach Einstellung ihres Profils) jedes mal, wenn Sie innerhalb einer Gruppe etwas kommentieren, dies auch im Newsstream auftaucht und somit von allen Kontakten gelesen werden könnte. Wer also nicht so geübt ist darin, die verschiedenen Plattformen zu bedienen, der teilt Informationen oft mit sehr viel mehr Menschen, als er tatsächlich wollte. Umgekehrt ist es natürlich noch zeitraubender, denn schließlich interessiert ja nicht immer alles, zu jeder Zeit, was diejenigen schreiben, mit denen man in den Netzen so verbunden ist. Hier bieten die sogenannten „Circles“ also Kreise, eine sehr viel einfacher zu handhabende Möglichkeit, Informationen nur mit denen zu teilen, für die diese interessant ist und umgekehrt. Michael Rajiv SHAH geht in seinem Artikel zu Google Plus sogar noch weiter, in dem er Google+ als „…das klarste & einfachste CRM* Konzept (*Customer Relationship Management), welches in den von mir genutzten Netzwerken wirkt. Sowohl als ContactRM, als auch ContentRM Tool.“ beschreibt.

Wie funktioniert das nun also genau? Für all jene, die bereits mit Google Mail arbeiten und vielleicht sogar auch schon ein Google Profil eingerichtet haben, ist es recht einfach. Google+ biete als allerersten Schritt nämlich an, die Kontakte aus dem GMail Konto bei Google+ in Kreise zu sortieren. Hier ist natürlich derjenige im Vorteil, der die in der Überschrift so betonte Social Media Strategie hat, denn die sagt im Idealfall schon genau, welche Namen die Kreise haben sollten. Ist Ihnen also bereits klar, was und vor allem wen Sie erreichen wollen, dann könnten die Kreise bereits in die entsprechenden „Zielgruppen“ unterteilt sein. Wer wie ich z. B. sehr unterschiedliche Lebensbereiche bzw. die Menschen in diesen weit auseinander liegenden Themenbereichen über diese eine Plattform mit den unterschiedlichsten Informationen anschreiben möchte (oder gar muss) kann diese klar trennen. Sie haben dann die Möglichkeit, bei jeder Mitteilung die Sie über G+ versenden, zu entscheiden, welcher Kreis dies lesen soll. Sie können sogar nur eine einzelne Person als Empfänger Ihrer Nachricht eingeben, oder eben den Kreis an Menschen für den diese Botschaft bestimmt ist. Sind vielleicht noch nicht alle Personen aus diesem Kreis bei Google+ -was ja sehr wahrscheinlich ist- können Sie entscheiden, ob diese Personen die Nachricht per normaler Mail bekommen sollen. Das heißt also, je klarer Sie beim Sortieren Ihrer Kontakte in die Kreise vorgehen, desto einfacher wird es zukünftig, gezielt Informationen zu verbreiten. Wenn Sie schon einmal von einem privaten Bekannten darauf angesprochen wurden, was denn dieses ewige mitteilen von Produktinformationen soll, werden Sie diese Trennung sicherlich sehr zu schätzen wissen. In meinem Fall ist es genau das, was mir gefehlt hat, denn Geschäft, Politik und Privates liegen nun einmal weit auseinander und bei Facebook wie bei Twitter habe ich mir so manchen „Rüffel“ eingefangen, weil die von einer Gruppe als wertvolle Information empfundene Mitteilung, bei der anderen Gruppe als störender Spam auftaucht. Umgekehrt schaut es natürlich ebenso aus, Sie entscheiden, welcher Kreis aktuell für Sie interessant ist und konzentrieren sich darauf. Sie haben einen Kreis für Ihre Kunden? Dann ist es sicherlich von großem Nutzen, falls ein Kunde sich über Ihr Produkt äußert, dass Sie dies bemerken und die Mitteilung nicht von der Einladung zur nächsten Grillparty eines guten Bekannten überlagert wird. Es gibt aber auch den öffentlichen Stream. Wenn Sie also erst einmal bekannt werden möchten und die Aufmerksamkeit derer gewinnen möchten, die Ihre Informationen als wertvoll empfinden, dann teilen Sie diese öffentlich mit.

Just beim Schreiben dieses Artikels entdecke ich eine Grafik, die etwas besser verdeutlicht, wer was lesen kann, bei Google+. Ausgerechnet bei Facebook gibt es eine sehr informative Seite zum Thema „Google Plus Marketing“ und dort fand ich die Grafik von trafficmaxx Vielleicht braucht es einen Moment, das genau zu verstehen, aber sobald Sie Google+ nutzen, wird das sicherlich sehr viel klarer, mit den Kreisen und Informationen.

So, jetzt also fröhliches Einkreisen 😉 Mich finden Sie übrigens bei Google+ mit einem Klick auf den Button oben links und natürlich freut es mich sehr, sollte ich bei Ihnen in einem Kreis landen, in dem Sie Ihre zukünftigen Kommunikationstrainer oder Referenten einkreisen. Tatsächlich kann aber niemand sehen, welchen Namen Sie dem Kreis geben, in den Sie Ihre Kontakte sortieren.