Archiv der Kategorie: Social Media Marketing

Ordnung für Social Media Vernetzung im Blog

„Das ist mir aber echt zu bunt so“ ist ein oft gehörter Satz, wenn es darum geht, nach erfolgreichem Einrichten aller Social Media Präsenzen, diese dann auch auf dem Blog bzw. der Webseite des Unternehmens darzustellen. Bis zu einem gewissen Grad, lassen sich Facebook und Twitter Widgets ja optisch anpassen, an das Layout des Unternehmens. Trotzdem stören die vielen verschiedenen Formen, besonders bei klaren, aufgeräumten Webseiten Designs. Hier kann das Tool, dass ich dank Stefan Petersen gefunden habe, sicherlich für Ordnung sorgen.

Wibiya die All in One Toolbar beschreibt Stefan in diesem Artikel incl. entsprechender Verlinkung zum Tool ausführlich und verständlich.

Wer übrigens jetzt verwundert ist, dass auf diesem Blog immer noch so ein buntes „Social Media Dingens“ herrscht… Ich teste erst einmal, wie Sie reagieren und räume dann bald auf. Denn Ordnung tut gut 😉

 

 

Nutzen von Social Media Marketing wird immer deutlicher

Besonders kleine und mittlere Unternehmen erkennen inzwischen, der Nutzen aller Social Media Marketing Aktivitäten wächst, je länger man am Ball bleibt. Es gibt aber immer noch viele, die innerhalb der ersten Monate bereits aufgeben, mit dem Satz: „Ich habe doch gleich gesagt, dass es nichts bringt!“ Tatsächlich haben natürlich alle recht, denn der Erfolg aller Marketing Aktivitäten hängt davon ab, mit welcher Einstellung man sie angeht. Schon in der klassischen Marketing Beratung hat sich dieser Punkt immer wieder bestätigt. Im Social Media Marketing gilt dies um so mehr, da es auf die aktive Mitwirkung des zu vermarktenden Unternehmens besonders ankommt. Wenn also ein Unternehmer begeistert ins Social Media Geschehen eintaucht, Informationen teilt und sich auf den Dialog einlässt, dann hat er auch im Laufe der Zeit einen erkennbaren Nutzen.  Wer aber bereits von vorn herein seine „Befürchtungen“ hat, dass ja dieser ganze Twitter – Facebook – Selbstdarsteller – Wichtigtuer -Kram sowieso nur Zeit frisst und nichts bringt, der wird auch nie herausfinden, dass es anders geht. Denn ihm werden auf allen Kanälen eben genau diese befürchteten Selbstdarsteller begegnen, weil er eben selber genau diese Botschaften ins Netz schickt. Warum das so ist, klärt sich sehr einfach dadurch auf, dass es eben sehr wichtigtuerisch und selbstherrlich ist, von vornherein Menschen die sich in den Social Medias bewegen derart abzuwerten. Überdenken Sie also Ihr persönliches Menschenbild, vielleicht machen Sie dann auch die positiven Erfahrungen, die laut der Statistik die ich bei trickr.de gefunden habe, vor allem kleinere Unternehmen immer öfter mit ihrem Social Media Engagement machen.

Facebook geschäftlich nutzen

Noch ein interessanter, nützlicher Netzfund zum Thema „Facebook“.

Seit immer mehr Menschen aus diesem sozialen Netzwerk von Freunden und Bekannten eine Plattform zur Selbstvermarktung machen, taucht auch immer öfter die Frage auf, wie denn aus einem privaten Nutzerprofil eine Fanpage werden kann. Es widerspricht dem eigentlichen Sinn und Zweck von Social Media Kommunikation, als Person mehr als 5000 Freunde zu sammeln, denn da ist die Chance auf persönlichen Dialog doch nahezu unmöglich. Wenn also aus der Person eine prominente Persönlichkeit geworden ist -oder werden soll- ist es sinnvoll, das eine vom anderen zu trennen. Dadurch wird die eigene Pinnwand wieder persönlicher und somit sozialer und der Dialog rund um´s Geschäft findet auf der Unternehmensseite statt.

Wie das funktioniert und was es dabei zu bedenken gibt, das hat Renate Brokelmann in ihrem Artikel „Wie aus Freunden Fans werden“ sehr einfach und verständlich beschrieben.

Dazulernen am Beispiel Guttenberg

Nachdem heute (01.03.2011) die sogenannte „Causa Guttenberg“ ihr unrühmliches Ende in dem Rücktritt des Verteidigungsministers gefunden hat, scheint es mir eine gute Gelegenheit, anhand dieses Negativbeispiels „Die Macht des Social Media Marketing“ zu zeigen. Vor allem aber, und das halte ich für noch wichtiger, zu erklären wie alles hätte anders laufen können. Besonders in der Kommunikation erklärt sich einiges einfach einfacher anhand von Beispielen.

Vor nur 5 Jahren, wäre die Geschichte wahrscheinlich so abgelaufen: Ein unbekannter Professor entdeckt, dass in der Dissertation geschummelt wurde. Er geht damit an die Presse, wahrscheinlich ein eher für Intellektuelle geeignetes Blatt welches ihm am nächsten steht, es wird also nur von einer Gruppe Menschen gelesen, die den Kopf schütteln und zur Tagesordnung übergehen. Jawoll PUNKT

Im Jahre 2011 läuft aber diese Geschichte anders ab und zwar, weil die virtuelle Vernetzung inzwischen bereits derart gewachsen ist, dass der berühmte „Flügelschlag eines Schmetterlings“ ausreicht, einen Sturm zu entfachen, der alte (auch adlige) Eichen umreißen kann. Im Zeitalter der sozialen Medien verläuft die Entdeckung des bis dato unbekannten Professors eben nicht im Sande der klassischen Medien, sondern wird weiter getragen, genauer hinterfragt und solange von immer mehr Menschen bemerkt, bis keiner mehr irgendetwas unter den Teppich kehren kann.

Ausführlicher beschreibt das der Artikel auf Spiegel Online:

Netz besiegt Minister

Am heutigen Dienstag ist endgültig klar geworden: Gerhard Schröders altes Bonmot, zum Regieren brauche er nur „Bild, Bams und Glotze“ stimmt nicht mehr. Zumindest dann nicht, wenn sich jemand tatsächlich etwas hat zuschulden kommen lassen.

Ich werde jetzt ganz sicher keine Wertung vornehmen, ob das immer zum besten Ergebnis führt, oder meine persönliche Meinung zur „Causa Guttenberg“ hier hinein mischen, denn es soll hier nicht um Politik gehen, sondern um Kommunikation. Unabhängig davon ob Guttenberg als guter oder schlechter Politiker betrachtet wird, eines ist er auf jeden Fall… ein extrem schlechter Krisenmanager.

Wie hätte es laufen können?

Wer auf dieser Seite hier regelmäßig mit liest, erinnert sich bestimmt noch an die Punkte im zweiten Social Media Frühstückchen die für die sozial-mediale Kommunikation so herausragend wichtig sind: Wahrheit | Klarheit | Wichtigkeit oder anders ausgedrückt Transparenz | Glaubwürdigkeit | Relevanz. Das habe ich am 12.02. geschrieben und da gab es noch keine „Causa…“ Tatsächlich habe ich nach den ersten beiden öffentlichen Auftritten des „Ertappten“ gedacht: „Wenn der in meinem politischem Umfeld unterwegs wäre, ich würde ihm den Link schicken mit der dringenden Bitte sehr genau zu lesen“ 😉

Also, erster Auftritt des Dr. z G. „Die Vorwürfe sind abstrus“ Heute wissen wir aber,dass diese Vorwürfe nicht nur nicht abstrus waren, sondern sogar nur die Spitze des Eisberges. Die Parole: „Angriff ist die beste Verteidigung“ funktioniert heute aber nicht mehr. Wahrscheinlich erinnert jeder von uns sich an eine Situation, in der wir gedacht haben: „Ui, wenn das mal nicht auffliegt“ und dann haben´s die Eltern doch herausgefunden und wir hatten die Wahl, einfach zu geben und kurz Ärger über sich ergehen lassen, oder weiter abstreiten, was der Erfahrung nach noch sehr viel mehr Ärger nach sich zog, weil die Eltern jetzt auch noch wg. weiteren Lügen noch wütender oder enttäuschter wären. Falls Sie Kinder haben, kennen Sie vielleicht auch das Gefühl… Ja, so einfach ist das. Wenn man schon beim Mist bauen erwischt wurde, ist´s es doch besser wenigstens dann dazu zu stehen und die Konsequenzen zu übernehmen, die dann grundsätzlich wesentlich weniger schlimm ausfallen als wenn man versucht sich via Lügen vor den Folgen des eigenen Fehlers zu drücken.

Zweiter öffentlicher Auftritt: „Ich betone vorübergehend!“ Statt sich der Journalie in der Bundespressekonferenz zu stellen, lieber ein kurzes Statement vor ausgewählten Pressevertretern. Die öffentlich nachgewiesenen Fehler vorsichtig eingeräumt, aber auch die zweite Gelegenheit, klar zu sagen:“Ja, ich habe da richtig großen Mist gebaut und übernehme die Verantwortung, wie ich es von meinen Mitmenschen ja ebenso erwarte“ verpasst. Dieses Mal sogar die Presse massiv verprellt. Wenn Sie aber die Medien nutzen um Ihren Zielen schneller näher zu kommen, dürfen Sie diese nie belügen oder respektlos behandeln, dass geht immer schief. Was in die eine Richtung funktioniert, wirkt in die andere eben manchmal noch viel schlimmer.

Es folgten ja noch mehr öffentliche Auftritte, die -wie wir heute wissen- eine Unwahrheit nach der anderen ans Tageslicht beförderten und immer eine gewisse Arroganz vermittelte. „Arroganz ist die kleine Schwester der Angst!“ ein Spruch den ich irgendwann einmal aufgeschnappt habe… in diesem Fall scheint er zu passen. Wenn Sie den Eindruck haben, die Medienmacher seien wie wilde Tiere, dann stimmt es spätestens an diesem Punkt tatsächlich und wie ein wildes Tier -oder auch der sonst ganz liebe Haushund- wittern sie Angst, beißen sie zu. In vielen Lebensbereichen gilt doch, Angst ist gefährlich, aber der nötige Respekt kann Leben retten. Auch wenn es bei dem Umgang mit den Social Medias so dramatisch nun auch wieder nicht zugeht… Besonders in der Krisenkommunikation sind Begriffe wie Respekt und Demut überlebenswichtig. Hat die Eigendynamik im Web erst einmal Fahrt aufgenommen, haben die „Wilden Tiere“ in diesem Dschungel die Witterung aufgenommen, ist das nicht mehr zu bremsen. Auch wenn Sie für sich gerade entschieden haben, lieber nicht im Social Web aktiv zu werden, bedenken Sie, Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung oder Ihr Firmenname sind schon im Web. Besser Sie können Einfluss nehmen und bekommen mit was dort passiert, denn ist ein Thema erst aus den neuen in die klassischen Medien geschwappt, ist die Welle schon so hoch, dass keiner sie mehr aufhalten kann.

Googel Suche go´s Social

Ein Netzfund, der besonders für B2B Anbieter interessant sein könnte. Denn Google stellt seine Suche immer weiter auf die Social Medias ein. Was das genau bedeutet und welche Konsequenzen daraus folgen, dass stellt Robert Basic in seinem Blog Artikel: Google Social Search: Todesstoß für zögernde Unternehmen sehr gut dar. Ein kleiner Ausschnitt:

Das ist eine fast schon als radikal anmutende Abkehr vom bisherigen Konzept, Google Suchergebnisse anzuzeigen!

Die Sichtbarkeit persönlicher Suchtreffer, bedingt durch Informationen aus dem Freundeskreis, wird wesentlich erhöht. Was bisher am Ende der Suchseite platziert wurde und demnach kaum wahrgenommen wurde, wird je nach Suche ganz weit nach oben gespült. Was heißt das für Firmen? Wenn mein Buddy aus Twitter oder Facebook Deine Waschmaschine nicht gut findet, wird Dir SEO nicht mehr helfen. Persönliche Empfehlungen sind nicht erst seit gestern ein wichtiges Kaufkriterium in vielen Bereichen des wirtschaftlichen Angebots. Heißt? Viel Spaß bei der Google Ranking-Arbeit. Ich nehme mal stark an, dass es viele Unternehmen jetzt noch hibbeliger werden, Social Media irgendwas zu machen, super freundlich in Social Networks unterwegs sein werden und sich so richtig anfassbar machen

Es empfiehlt sich also, das Thema Social Media Kommunikation im B2B Bereich immer ernster zu nehmen, denn wie an anderer Stelle bereits erwähnt: „Der Hype ist vorbei, jetzt beginnt die echte Arbeit daran, einen Kommunikationswandel zu vollziehen.“ Die Nase vorne haben natürlich die Unternehmen, die sich sehr früh in den direkten Dialog mit ihrer Zielgruppe gewagt haben. Verfallen Sie jetzt aber bitte nicht in wilde Hatz, diesen Vorsprung der anderen mit Hilfe selbst ernannter „Social Media Experten“ aufholen zu wollen. Noch mehr als bisher, wird es zukünftig darauf ankommen, wie Sie sich präsentieren und darauf, wie zufrieden Ihre Kunden über Ihr Unternehmen schreiben. Gekaufte Kontakte, oder Referenzen werden noch sehr viel schneller negativ ausgelegt werden, als bisher. Lernen Sie besser selber, diese Medien zu verstehen und sie für Ihre Unternehmenskommunikation zu nutzen, dann wird die neue Google Suche für Sie zu einem Gewinn.

Das Ende der Bauchladen Kultur

Zu Zeiten des Marketing über Massenmedien, hat sich ja so etwas wie eine Bauchladen Kultur entwickelt, in der jeder einfach alles unter dem Titel Marketing verpacken konnte. Heute befinden wir uns aber in einem Kulturwandel, der sich erst leise, inzwischen aber immer klarer und lauter vollzieht. Weg von Massenmedien hin zum Social Media Marketing, bedeutet ein grundsätzliches Umdenken in den Marketing Abteilungen und natürlich besonders von freien Marketing Beratern. Begriffe wie Zielgruppen gerechte Ansprache, gewinnen immer mehr an Bedeutung und damit auch die Anforderungen an jene die diese Zielgruppen ansprechen sollen. Kampagnen-denken weicht dem grundsätzlichen Aufbau einer langfristigen Strategie, in der klassische PR ebenso wichtig ist wie die Einbeziehung der neuen, sozialen Medien.

Jeder Tag scheint momentan einen neuen Social Media Experten in die Welt zu setzen, zumindest erklärt sich inzwischen jeder der bei Xing viele Kontakte hat, bei Twitter einige Follower und bei Facebook neben dem persönlichen Profil auch eine Unternehmenspage vorweisen kann, zum Social Media Experten. Das macht es immer schwieriger, für diejenigen, die tatsächlich Experten Rat brauchen, für sich den richtigen Ansprechpartner zu finden. Dabei könnte vielleicht eine Faustregel helfen: Je deutlicher ein Berater als Spezialist für einen! Bereich zu erkennen ist, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Berater auch wirklich weiß wovon er spricht. Das führt dazu, dass sich immer mehr einstige Marketing Berater spezialisieren. Gerade in den Social Medias ist das auch nötig, denn bei dieser Vielzahl neuer Möglichkeiten kann kein einzelner Mensch alles ganz genau wissen. Das auf den ersten Blick komplizierteste und vielschichtigste dieser Social Medias ist sicherlich Facebook. In meinen Trainings, in denen es ja um das Entwickeln einer individuellen Selbstvermarktungsstrategie geht, empfehle ich daher gerne Berater und Trainer, die sich auf eines der Social Networks spezialisiert haben.

Nun habe ich heute ein Interview mit einem der von mir empfohlenen Spezialisten entdeckt. Elke Fleing hat auf ihrem Blog „Berufung Selbständig“ Thomas Hutter zu Facebook befragt und herausgekommen ist ein interessanter, lesenswerter Artikel, der auch Facebook Neulingen einen kleinen Einblick in die Welt des derzeit meist diskutierten Netzwerkes weltweit, gibt.

Auch das ist Teil einer guten Social Media Strategie, immer die Augen offen halten im Netz und interessante Fundstücke mit denen teilen, die sich dafür auch interessieren könnten.

No Panic! Wie gehen Sie mit Kunden Feedback um?

Oft enden Vorträge und Seminare zum Thema Social Media Marketing in einer Diskussion darüber, dass ja das Social Web so gefährlich sei und dass ja auch schon einige Unternehmen katastrophal zerrissen wurden im Internet… Stimmt, einige haben wirklich ihr „Social Media Gate“ erlebt. Es gibt aber auch viele Beispiele, da haben Unternehmen die in die öffentliche Kritik geraten sind, so reagiert, dass aus einer vermeintlichen Krise, eine echte Erfolgsstory werden konnte. Wie das gelingt…

Für den Fall das mal was falsch läuft, gibt es klare Regeln, die schlimmeres verhindern helfen:

  • Seien Sie „entwaffnend“ ehrlich! Nicht wer Fehler macht wird kritisiert, sondern der der begangene Fehler verschleiert oder leugnet. Was auch passiert, mit transparenter, ehrlicher Kommunikation bieten Sie keinerlei Angriffsfläche.
  • Reagieren Sie grundsätzlich positiv! Sie werden kritisiert? Klasse, das ist die Chance besser zu werden als der Mitbewerber. Danken Sie dem Kritiker, dafür dass er sich die Zeit genommen hat, Sie von einem Missstand in Kenntnis zu setzen.
  • Ändern Sie erst mal den Blickwinkel! Ein indianisches Sprichwort sagt „Willst du den Anderen verstehen, musst du ein paar Schritte in seinen Mokassins gehen“ und Henry Ford meint dazu „Wenn es ein Geheimnis des Erfolges gibt, so ist es dies: den Standpunkt der anderen verstehen und die Welt mit ihren Augen sehen.“  Geben sie doch einfach mal folgende Zeichen in die Tastatur: (_8(|) Macht keinen Sinn? Richtig so nicht, aber sobald sie den Kopf zur linken Schulter neigen… genau Homer Simpson ;o} (ja gilt auch für mein Augenzwinkerlächeln)
  • Reagieren Sie schnell! Vielleicht ist im ersten Moment noch gar nicht klar, wie der Fehler behoben werden kann, wichtig ist, dass sie sich darum kümmern und dies auch kommunizieren.
  • Bleiben Sie Mensch! Klingt komisch, ist aber tatsächlich bei vielen Unternehmen nicht selbstverständlich. Nur wer als Mensch zu erkennen ist, also persönlich für seine Marke steht, wer auf Augenhöhe mit anderen kommuniziert, dem verzeiht man Fehler einfach schneller. Oft kommen „Fans“ und „Freunde“ einem sogar zu Hilfe, im Krisenfall.

No Panic! Wie im richtigen Leben eben auch… Wer ständig mit dem Schlimmsten rechnet, dem passiert auch was schlimmes. Mit den vorgenannten Hinweisen können sie weitgehend gelassen reagieren. Es gibt nur einen gravierenden, unverzeihlichen Fehler im Social Web… Ignoranz.

Die schlechte Nachricht vorweg…

Sie und nur Sie ganz persönlich, sind dafür verantwortlich, wie sozial das Social Web ist. Ja, dass geht sogar soweit, dass bei der Frage danach, wer für den Erfolg Ihrer Social Media Aktivitäten zuständig ist, alle in Ihre Richtung nicken werden…

Ach Sie dachten, so ein chicer, teurer Social Media Experte sei Schuld daran, dass Sie zwar tausende Freunde, Kontakte und Follower im Netz haben, aber bisher 0,00€ Mehreinnahmen? Oder gehören Sie zu denen, die völlig genervt sind von diesen ganzen Wichtigtuern, die dauernd nur irgendetwas schreiben, dass Sie nicht interessiert? Wen interessiert das schon, wenn X bei Y ein Bier trinkt? Na ja… X und Y interessiert das und diejenigen, die mit X schon lange mal bei Y ein Bier gemeinsam trinken wollten und diejenigen die immer schon wissen wollten, ob es sich lohnt, bei Y ein Bier trinken zu gehen (die fragen dann vielleicht bei X mal nach, ob es wirklich schön ist bei Y ein Bier zu trinken), dann interessiert es natürlich Y, dass sein Geschäft im Internet erwähnt wird und Y ist sicher sehr daran gelegen, dass X die Frage nach dem „ob es sich lohnt“ positiv beantwortet, denn Y weiß ja, dass bei X ganz viele Menschen mit lesen und X auch einen guten Ruf hat, so dass die Mitleser auf seine Empfehlung vertrauen, also weiß Y, dass es sich schnell herumsprechen kann, wenn X sein Bier wirklich gerne bei Y trinkt… und so weiter und so fort…

Nein, Sie interessiert das nicht? Ok, dann lesen Sie doch einfach nicht was X schreibt, schließlich schreibt X doch für diejenigen, von denen er annehmen kann, dass die sich für seine Schreibereien interessieren. Wenn also nicht alles für alle gleich interessant ist, dann kann doch derjenige der schreibt nichts dafür. Er hat seinen Grund, warum er das schreibt was er schreibt und egal ob es Sie interessiert oder nicht, er wird es wieder schreiben und es wird gelesen werden. Ihnen steht es nicht zu, ihn darauf hinzuweisen, dass Sie seine Schreiberei nicht interessiert!

Oft wird beim Thema „Kommunikation in den Social Medias“ der Vorwurf laut, die ganzen Belanglosigkeiten im Internet seien eine echte Plage. Falsch! Die sehr viel größere Plage sind Besserwisser, Oberlehrer, selbst ernannte Experten, denn sie verbringen mehr Zeit damit, andere durch herablassende Mitteilungen von der Art: „Das interessiert doch keine Sau, für diesen Quatsch habe ich keine Zeit“ zu beleidigen, statt selber interessante Beiträge zu liefern und sich damit eine eigene Interessengemeinschaft aufzubauen, die dann eben auch umgekehrt für sie interessante Beiträge verfasst.

Die gute Nachricht… Was in die eine Richtung gilt, ist natürlich auch in die andere richtig!

Wenn Sie also nur deshalb bisher nicht so richtig mit dem Social Web warm geworden sind, weil Sie glauben, dass Sie dort anderer Leute Erwartungshaltung erfüllen müssten, dann ist jetzt eine gute Gelegenheit, es noch einmal zu versuchen. Schreiben Sie nur noch das, was Ihnen Spaß macht es zu schreiben. Lesen Sie einfach nur noch das, was Sie interessiert und klicken Sie einfach alles ungelesen und unkommentiert weg, was Sie nervt. Teilen Sie die interessanten Artikel, kommentieren Sie was Ihnen Spaß macht und bleiben Sie bei allem was Sie im Social Web tun SIE SELBER! Gut wenn Sie sich täglich ein bestimmtes Zeitkontingent dafür frei halten ihr soziales Online Netzwerk zu pflegen. Vielleicht müssen Sie sich anfangs noch jeden Tag dazu überreden, schließlich scheint ja vieles sehr viel wichtiger zu sein, als diese Plaudereien in den Social Medias. Wenn Sie aber wirklich den Nutzen des Social Webs für sich entdecken wollen, dann ist es wie mit dem Sport. Kennen Sie einen Sportler, der plötzlich, einfach so über Nacht, fit und durch-trainiert aus dem Bett gestiegen ist? … Feste Trainingseinheiten, die Disziplin auch dann zu trainieren wenn alles andere wichtiger (oder verlockender) scheint, das Ziel fest im Blick und ein Trainingsplan, der auf seine individuelle Kondition und sein Ziel zu geschneidert ist, damit und nur damit wird ein Sportler erfolgreich. Der beste Trainer oder Coach wird diesen Sportler nicht erfolgreicher machen, wenn er nicht selber trainiert.

Schreiben Sie mir doch einfach ab zu ins Kommentarfeld, wie ihre Erfahrungen sind, vielleicht ergibt sich daraus ja eine Quelle guter Ideen für andere Leser dieses Blogs und im besten Falle lernen Sie dann Menschen kennen, die eben ähnlich ticken wie Sie… Das ist dann Social 😉

Welt im Wandel oder wie „Social“ zum Marketing kam.

Täglich entstehen neue Erklärungsmodelle, die Unternehmern und Führungskräften erklären sollen, wie sie denn nun richtig „Social Media Marketing“ machen. Auch gibt es inzwischen ein wahres Meer an Büchern, Blog Artikeln und Workshop Angeboten, die das Thema auf vielerlei Arten erklären. Ich selber biete ja dazu auch Seminare, Vorträge und Workshops an und dieser Blog hier soll ja auch dabei unterstützen, Social Media Marketing zu verstehen und optimal einzusetzen.

Was mir aber immer wieder auffällt, die Benutzung ist schnell klar, auch das eine durchdachte Strategie auf Basis des bestehenden Marketing Konzeptes am Anfang aller Social Medialen Erfolge stehen muss, leuchtet jedem schnell ein. Das Wo, Wie und Was ist also gar nicht allzu schwierig. Woran liegt es dann aber, dass trotzdem so viele sich im Social Media Marketing schwer tun? ,

Im Zuge meiner Ausbildung zur Business Trainerin entwickle ich gerade ein komplett eigenes Trainingsprogramm, für mein Thema, also Kommunikation 2.0. Dabei ist mir aufgefallen, dass bei all den  Antworten auf Wo, Wie, Was ein wichtiges W fehlt… Das WARUM!

Warum funktioniert Social Media Kommunikation so wie es funktioniert? Warum haben manche Unternehmen damit so Riesen Erfolge und andere eben nicht? Warum ist Social Media Marketing so viel mehr als ein Hype?

Weil unsere Welt sich seit 20 Jahren (mindestens) in einem Wandel befindet.

Vor gut 15 Jahren, war ich zu Gast in einer Talkshow. Damals bestand ja das komplette TV Programm aus diesen Shows, in denen sich lauter mehr oder weniger normale Menschen auf eine Bühne gesetzt haben, um irgendein Thema zu diskutieren. Ich wurde eingeladen, weil ich damals in Hamburg als Filialleiterin einer Einzelhandelskette jemandem von den Talkshow Machern aufgefallen bin. Es ging um das Thema „Servicewüste Deutschland“ und dieser Jemand meinte, ich sei im Umgang mit Kunden ungewöhnlich freundlich. In dieser Sendung wurde dann bis zum Erbrechen darüber gestritten, ob Kunden neuerdings so viel mehr erwarten, oder ob Verkäufer plötzlich besonders unfreundlich sind. Für mich lag damals die Wahrheit, wie so oft, irgendwo in der Mitte. Aus heutiger Sicht scheint es mir aber so, als ob mit den Talkshows damals etwas begonnen hat, das bis heute beinahe so etwas wie eine Revolution geworden ist. „Wir sind die Kunden, wir haben zu bestimmen, denn wir bezahlen euer Leben“ oder so ähnlich 😉

Auch in der Politik findet diese schleichende Revolution statt. Konnten frühere Politiker Generationen sich doch immer darauf verlassen, dass wenn sie nur resolut und laut genug waren, immer ausreichend braves Stimmvieh an die Urne getrottet ist, um sie in ihrem Machtanspruch zu bestätigen, will heute jeder Wahlberechtigte gleich mitbestimmen… „Alle Macht geht vom Volke aus!“ Wie im alten Rom, so wollen die Menschen auch heute wieder im Forum gehört werden. Nur ist es eben nicht mehr ein Platz in der Mitte der mächtigsten Stadt weit und breit, sondern viele kleine Foren, mit vielen Menschen unterschiedlichster Herkunft und sozialer Stellung, die da Volkes Macht demonstrieren.

1999 entstand das „Cluetrain Manifest“ ein Ausschnitt aus der Überschrift sagt aus, was sich in den letzten 10 Jahren zu dem entwickelt hat, das wir heute „Social Media Kommunikation“ nennen:

Ein kraftvolles globales Gespräch hat begonnen. Über das Internet entdecken und gestalten die Menschen neue Wege, um relevantes Wissen mit rasender Geschwindigkeit auszutauschen. Als direktes Resultat werden die Märkte intelligenter — und sie werden schneller intelligent als die meisten Unternehmen.

Der schönste und für mich wichtigste Satz ist der: „Märkte sind Gespräche“

Nein, ich behaupte hier nicht, dass jetzt lauter viel schlauere Menschen überall mit diskutieren wollen. Wahrscheinlicher ist es wohl, dass sich einfach sehr viele für schlauer halten als sie es sind, aber Tatsache bleibt, unabhängig davon wie schlau oder weniger schlau die Menschen heute sind, sie wollen mit bestimmen. Sie wollen ihre Meinung sagen und vor allem …sie wollen ernst genommen werden!

Im Grunde ist es doch ganz einfach… Jeder von uns ist sehr viel öfter Kunde als Anbieter, oder?

Wie gut kommen denn bei Ihnen Unternehmen an, die Sie stundenlang in Warteschleifen parken, um dann durch eine freundliche, aber inkompetente Person, mitteilen zu lassen, dass der von Ihnen gewünschte Ansprechpartner für Ihr Problem (oder Ihre Anregung, oder vielleicht sogar Ihr freundliches Kompliment zum gelungenen Produkt) für Sie keine Zeit hat?

Wie gefällt es Ihnen, wenn Sie immer häufiger das Gefühl haben, Ihnen wird etwas angedreht, dass Sie weder brauchen noch wirklich wollen? Haben Sie nicht auch manchmal gute Lust, jemandem richtig vor das Schienbein zu treten, weil der Sie herablassend behandelt, oder Sie womöglich sogar wissentlich betrogen hat?

Märkte sind Gespräche… egal was Sie im Markt positionieren wollen, kommen Sie mit den Menschen, die Ihren Marktplatz erst zu einem Markt machen, ins Gespräch. Hören Sie denen genau zu, die am allerbesten wissen, was an Ihrem Produkt das besonders Tolle ist, oder eben was Ihr Produkt zu dem besten in diesem Markt machen kann.

Es gibt noch einige andere Warums die den Erfolg von Social Media Kommunikation ausmachen, aber das Zuhören und der respektvolle Umgang mit anderen Menschen, ist eben der wichtigste Grund, diese Revolution verstehen zu lernen.

Kommen Sie doch besser mit den „Märkten“ also Menschen ins Gespräch, als bei Ihrer „Zielgruppe“ ins Gerede.


Am Anfang steht die Frage: Wie anfangen?

In vielen Gesprächen, im Zusammenhang mit meiner Vortragsreihe „Die Macht des Social Media Marketing“, wird häufig die Frage gestellt: Wie fange ich denn jetzt an? Die Abneigung gegen Twitter lässt nach und das eben dieses „Gezwitschere“ sich zum Dreh und Angelpunkt für viele Social Mediale Aktionen entwickelt hat, scheint sich inzwischen auch zu verfestigen. Im Social Media Marketing geht es ja in erster Linie darum, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und diese Gespräche fangen oft auf Twitter an.

Wie nun aber mit den Menschen ins Gespräch kommen, die meinem Unternehmensziel dienen? Zuerst einmal genau diesen Gedanken streichen, denn würde jeder nur twittern um sein Unternehmensziel zu erreichen, dann kämen ja gar keine Gespräche in Gang. Jeder würde ständig nur verkünden, was er gerade verkauft und auf unseren Bildschirmen wäre nur noch Werbung die keinen interessiert zu lesen.

Social Media Marketing funktioniert nur dann, wenn das Wort „Social“ dabei im Vordergrund steht. Wenn sich also alles nur ums Business dreht, dann würde es Business Media Marketing heißen und dieses Umdenken muss zuallererst passieren, sonst sind Sie schnell als Spammer im Web verschrien. Um also „social“ zu agieren, kommen sie mit den Menschen ins Gespräch, die ihre Interessen teilen, knüpfen dabei „soziale Kontakte“ es bilden sich, um Sie herum, Interessengruppen in denen ihre Themen im Vordergrund stehen. Aus gemeinsamen Interessen entwickeln sich Beziehungen, die auf Vertrauen beruhen und wem man vertraut, den empfiehlt man auch eher.

Wie komme ich jetzt zum Business? Ganz einfach… Mit was haben Sie sich denn selbständig gemacht? In welchem Fach arbeiten Sie denn? Aha, Sie haben natürlich das zum Beruf gemacht, was Sie besonders gerne machen. Die Themen die innerhalb Ihrer Branche im Vordergrund stehen, sind für Sie auch außerhalb der Geschäftszeiten interessant und wichtig. Sie unterhalten sich also auch in Ihrer Freizeit gerne über das, was in Ihrem Job diskutiert wird. Sollte dies alles nicht der Fall sein, dann haben Sie grundsätzlich etwas falsch gemacht und werden auch mit Hilfe der Social Medias nicht erfolgreicher sein als jetzt.

Der Begriff „Authentizität“ taucht im Zusammenhang mit Social Media immer wieder auf. Ja, es ist sogar die Basis aller erfolgreichen Social Media Aktivitäten, denn wer nicht authentisch im Social Web unterwegs ist, ist auch nicht glaubwürdig. Wenn Sie sich als Experte „verkaufen“ für Themen in denen Sie nicht 100% Bescheid wissen, wird die digitale Gemeinschaft dies sehr schnell  heraus finden und Sie bloß stellen. Außerdem ist es ja wirklich nervig und anstrengend, wenn man ständig wieder seiner Natur kommunizieren muss, nur um ein Scheinbild zu pflegen. Am besten ließe sich das mit dem Versuch vergleichen, in einem Sprachraum Geschäfte machen zu wollen, dessen Sprache sie nicht beherrschen. Beginnen Sie also ihre Social Media Aktivitäten in einem Sprachraum, in dem Sie sicher sind und in dem Sie sich wohl fühlen. Das bedeutet auch für ihre ersten Schritte bei Twitter, kommen Sie mit den Menschen ins Gespräch, die ihre Sprache sprechen.

Es macht Sinn, vom ersten Tag an 5-10 Tweets pro Tag zu schreiben, auch wenn Sie noch gar keine Follower haben, die das lesen. Warum das so ist? Weil jeder dem Sie folgen in ihr Profil schaut um zu sehen, ob er zurück folgen möchte und wenn da schon einiges steht, das denjenigen interessiert, folgt er ihnen natürlich lieber. Die Timeline bei Twitter (der Stream in dem steht, was diejenigen schreiben, denen Sie folgen) sollte ja möglichst nur Informationen enthalten, die Sie auch interessieren, Sie achten also darauf, bevor Sie jemandem folgen, was der so den ganzen Tag twittert. „Social“ funktioniert nur, wenn ich Lust habe zu lesen was andere schreiben, wenn da nur steht, verkaufe dies biete das, dann langweilt es mich, denn mein Interesse an sozialer Kommunikation wird nicht bedient. Sie sind sicherlich öfter Kunde als Anbieter, überlegen Sie also einfach mal, wie Sie schreiende Anbieter empfinden…

Was soll ich denn da schreiben, 5-10 Tweets am Tag, soviel hab ich doch gar nicht mitzuteilen? Sicher? Lesen Sie morgens Zeitung bzw. Online Medien um sich darüber zu informieren, was in der Welt so alles passiert ist über Nacht? Schauen Sie über Tag immer mal in Fachmedien, die ihr Geschäft oder ihre Hobbys betreffen? Dort stehen doch immer auch Infos und News, die Sie twittern könnten, bei online Medien sogar gleich mit dem Link zur Info. Sie fahren zu einem Termin und stehen im Stau, lassen Sie die Twitter Welt wissen, wo dieser Stau ist. Die Bahn verspätet sich? Dann ist das doch eine wichtige Information für alle, die vielleicht die gleiche Strecke mit der Bahn fahren wollen. Ihr Sportverein spielt am Wochenende um einen Titel? Na das interessiert doch die Menschen, die sich für den gleichen Sport begeistern wie Sie. In ihrer Branche passiert gerade etwas besonderes, Messen, Kongresse und ähnliches? Menschen die sich für diese Branche interessieren, freuen sich darüber diese Info zu bekommen. Sie stehen vor einer Herausforderung und brauchen Rat oder Unterstützung? Fragen Sie doch mal über Twitter, im Social Web findet sich für jedes Thema jemand der helfen kann und weil es das „social“ Web ist, hilft man einander gerne! Ich könnte jetzt noch ewig so weiter schreiben, aber ich nehme an, Sie ahnen, worauf ich hinaus will. Schreiben Sie einfach über all die Dinge, die sie selber auch gerne lesen möchten in ihrer Timeline. Im Laufe der Zeit werden sich genau diejenigen um Sie versammeln, die sich für die gleichen Themen interessieren wie Sie. Also Menschen die ihre Sprache sprechen!

Geben Sie dem Ganzen ein wenig Zeit, dann entwickelt sich ihre Timeline zur interessantesten Informationsquelle und ihr Netzwerk zu einer Peer Group, die Sie empfiehlt und Sie zum Experten ernennt, wenn Sie das auch wirklich sind. Kommen Sie zuerst einmal mit den Menschen ins Gespräch, ihre Zielgruppe entsteht dabei ganz von alleine.