Archiv des Autors: Angelika Dorsch

Social Media Strategie wird durch Google+ noch viel wichtiger

Hatte ich doch im letzten Beitrag angekündigt, dass eine Betrachtung von Google+ in der B2B Kommunikation zeitnah folgen würde, sind nun doch beinahe drei Wochen vergangen. Natürlich ist ein Grund, dass intensives Nutzen der Social Media Plattformen wirklich viel Zeit verschlingen kann, besonders wenn es gilt ein neues „Spielzeug“ zu testen. Der wichtigere Grund ist allerdings, dass Google+ für die Business Kommunikation noch gar nicht so richtig gedacht ist. Im Gegenteil, denn diejenigen die sich mit Firmenlogo und Unternehmensnamen angemeldet hatte, wurden zum Teil sogar von Google gelöscht, da nur reale Personen ein Profil mit Google+ Nutzung einrichten sollten. Es ist angekündigt, für Unternehmen eine entsprechende Lösung anzubieten, die dann ähnlich der Facebook Pages aussehen könnte.

Trotzdem… oder vielleicht sogar gerade deswegen, ist es besonders für diejenigen, die sich mit Social Media Marketing bisher noch nicht so recht befassen wollten, eine tolle Gelegenheit, den ersten Schritt mit Google+ zu tun. Denn jetzt ist es noch am einfachsten, tatsächliche Social Media Kommunikation zu erleben und falls nötig zu erlernen. Die Marktschreier die ohne Respekt oder Interesse an echtem Dialog in den Social Networks unterwegs sind, scheinen noch nicht bei Google angekommen zu sein. Aber selbst wenn, sind sie recht einfach auszublenden, indem sie in den „Blockiert“ Kreis geschoben werden.

Womit wir dann auch bei dem größten Vorteil von Google+ wären, die Sortierung in Kreise. Zwar sind auch bei Twitter und Facebook Listen möglich, aber dort ist das nicht zwingend nötig, um anderen zu folgen. Was zur Folge hat, dass beinahe alles, was Sie über diese Plattformen senden, von allen die mit ihnen verknüpft sind, gelesen werden kann und umgekehrt. Bei Xing ist es sogar inzwischen so, dass (je nach Einstellung ihres Profils) jedes mal, wenn Sie innerhalb einer Gruppe etwas kommentieren, dies auch im Newsstream auftaucht und somit von allen Kontakten gelesen werden könnte. Wer also nicht so geübt ist darin, die verschiedenen Plattformen zu bedienen, der teilt Informationen oft mit sehr viel mehr Menschen, als er tatsächlich wollte. Umgekehrt ist es natürlich noch zeitraubender, denn schließlich interessiert ja nicht immer alles, zu jeder Zeit, was diejenigen schreiben, mit denen man in den Netzen so verbunden ist. Hier bieten die sogenannten „Circles“ also Kreise, eine sehr viel einfacher zu handhabende Möglichkeit, Informationen nur mit denen zu teilen, für die diese interessant ist und umgekehrt. Michael Rajiv SHAH geht in seinem Artikel zu Google Plus sogar noch weiter, in dem er Google+ als „…das klarste & einfachste CRM* Konzept (*Customer Relationship Management), welches in den von mir genutzten Netzwerken wirkt. Sowohl als ContactRM, als auch ContentRM Tool.“ beschreibt.

Wie funktioniert das nun also genau? Für all jene, die bereits mit Google Mail arbeiten und vielleicht sogar auch schon ein Google Profil eingerichtet haben, ist es recht einfach. Google+ biete als allerersten Schritt nämlich an, die Kontakte aus dem GMail Konto bei Google+ in Kreise zu sortieren. Hier ist natürlich derjenige im Vorteil, der die in der Überschrift so betonte Social Media Strategie hat, denn die sagt im Idealfall schon genau, welche Namen die Kreise haben sollten. Ist Ihnen also bereits klar, was und vor allem wen Sie erreichen wollen, dann könnten die Kreise bereits in die entsprechenden „Zielgruppen“ unterteilt sein. Wer wie ich z. B. sehr unterschiedliche Lebensbereiche bzw. die Menschen in diesen weit auseinander liegenden Themenbereichen über diese eine Plattform mit den unterschiedlichsten Informationen anschreiben möchte (oder gar muss) kann diese klar trennen. Sie haben dann die Möglichkeit, bei jeder Mitteilung die Sie über G+ versenden, zu entscheiden, welcher Kreis dies lesen soll. Sie können sogar nur eine einzelne Person als Empfänger Ihrer Nachricht eingeben, oder eben den Kreis an Menschen für den diese Botschaft bestimmt ist. Sind vielleicht noch nicht alle Personen aus diesem Kreis bei Google+ -was ja sehr wahrscheinlich ist- können Sie entscheiden, ob diese Personen die Nachricht per normaler Mail bekommen sollen. Das heißt also, je klarer Sie beim Sortieren Ihrer Kontakte in die Kreise vorgehen, desto einfacher wird es zukünftig, gezielt Informationen zu verbreiten. Wenn Sie schon einmal von einem privaten Bekannten darauf angesprochen wurden, was denn dieses ewige mitteilen von Produktinformationen soll, werden Sie diese Trennung sicherlich sehr zu schätzen wissen. In meinem Fall ist es genau das, was mir gefehlt hat, denn Geschäft, Politik und Privates liegen nun einmal weit auseinander und bei Facebook wie bei Twitter habe ich mir so manchen „Rüffel“ eingefangen, weil die von einer Gruppe als wertvolle Information empfundene Mitteilung, bei der anderen Gruppe als störender Spam auftaucht. Umgekehrt schaut es natürlich ebenso aus, Sie entscheiden, welcher Kreis aktuell für Sie interessant ist und konzentrieren sich darauf. Sie haben einen Kreis für Ihre Kunden? Dann ist es sicherlich von großem Nutzen, falls ein Kunde sich über Ihr Produkt äußert, dass Sie dies bemerken und die Mitteilung nicht von der Einladung zur nächsten Grillparty eines guten Bekannten überlagert wird. Es gibt aber auch den öffentlichen Stream. Wenn Sie also erst einmal bekannt werden möchten und die Aufmerksamkeit derer gewinnen möchten, die Ihre Informationen als wertvoll empfinden, dann teilen Sie diese öffentlich mit.

Just beim Schreiben dieses Artikels entdecke ich eine Grafik, die etwas besser verdeutlicht, wer was lesen kann, bei Google+. Ausgerechnet bei Facebook gibt es eine sehr informative Seite zum Thema „Google Plus Marketing“ und dort fand ich die Grafik von trafficmaxx Vielleicht braucht es einen Moment, das genau zu verstehen, aber sobald Sie Google+ nutzen, wird das sicherlich sehr viel klarer, mit den Kreisen und Informationen.

So, jetzt also fröhliches Einkreisen 😉 Mich finden Sie übrigens bei Google+ mit einem Klick auf den Button oben links und natürlich freut es mich sehr, sollte ich bei Ihnen in einem Kreis landen, in dem Sie Ihre zukünftigen Kommunikationstrainer oder Referenten einkreisen. Tatsächlich kann aber niemand sehen, welchen Namen Sie dem Kreis geben, in den Sie Ihre Kontakte sortieren.

Im Sturm erobert Google+ die Netzwelt

Drei Tage ist es jetzt her, da tauchte Google+ auf meinem Bildschirm auf und seit dem scheint alles irgendwie in Circeln zu laufen…

Ja, dieses Google+ hat auf jeden Fall sehr vieles, womit der Suchmaschinen Marktführer den Social Network Riesen Facebook gehörig unter Druck setzten kann und wie es derzeit aussieht, auch wird. Hier schon einmal die, meiner Meinung nach, nützlichsten Google+ Erfahrungsberichte und Nutzerhinweise. Ich selber werde natürlich mit dem Hauptaugenmerk auf den Nutzen in der B2B Kommunikation auch noch eine Analyse verfassen, doch bis die fertig ist (voraussichtlich nach dem Wochenende) empfehle ich „Die ersten Gedanken zu Google+“ von @breitenbach und „Google+ Die spannendsten versteckten Features“ von Sébastien Bonset bei t3n.

Mein Google+ Account finden Sie übrigens hier: Google Profil Angelika Dorsch

Viel Vergnügen beim „circlen“ all jenen, die bereits einen Zugang haben und allen anderen sei geschrieben, das Warten wird belohnt werden 😉

Ordnung für Social Media Vernetzung im Blog

„Das ist mir aber echt zu bunt so“ ist ein oft gehörter Satz, wenn es darum geht, nach erfolgreichem Einrichten aller Social Media Präsenzen, diese dann auch auf dem Blog bzw. der Webseite des Unternehmens darzustellen. Bis zu einem gewissen Grad, lassen sich Facebook und Twitter Widgets ja optisch anpassen, an das Layout des Unternehmens. Trotzdem stören die vielen verschiedenen Formen, besonders bei klaren, aufgeräumten Webseiten Designs. Hier kann das Tool, dass ich dank Stefan Petersen gefunden habe, sicherlich für Ordnung sorgen.

Wibiya die All in One Toolbar beschreibt Stefan in diesem Artikel incl. entsprechender Verlinkung zum Tool ausführlich und verständlich.

Wer übrigens jetzt verwundert ist, dass auf diesem Blog immer noch so ein buntes „Social Media Dingens“ herrscht… Ich teste erst einmal, wie Sie reagieren und räume dann bald auf. Denn Ordnung tut gut 😉

 

 

Nutzen von Social Media Marketing wird immer deutlicher

Besonders kleine und mittlere Unternehmen erkennen inzwischen, der Nutzen aller Social Media Marketing Aktivitäten wächst, je länger man am Ball bleibt. Es gibt aber immer noch viele, die innerhalb der ersten Monate bereits aufgeben, mit dem Satz: „Ich habe doch gleich gesagt, dass es nichts bringt!“ Tatsächlich haben natürlich alle recht, denn der Erfolg aller Marketing Aktivitäten hängt davon ab, mit welcher Einstellung man sie angeht. Schon in der klassischen Marketing Beratung hat sich dieser Punkt immer wieder bestätigt. Im Social Media Marketing gilt dies um so mehr, da es auf die aktive Mitwirkung des zu vermarktenden Unternehmens besonders ankommt. Wenn also ein Unternehmer begeistert ins Social Media Geschehen eintaucht, Informationen teilt und sich auf den Dialog einlässt, dann hat er auch im Laufe der Zeit einen erkennbaren Nutzen.  Wer aber bereits von vorn herein seine „Befürchtungen“ hat, dass ja dieser ganze Twitter – Facebook – Selbstdarsteller – Wichtigtuer -Kram sowieso nur Zeit frisst und nichts bringt, der wird auch nie herausfinden, dass es anders geht. Denn ihm werden auf allen Kanälen eben genau diese befürchteten Selbstdarsteller begegnen, weil er eben selber genau diese Botschaften ins Netz schickt. Warum das so ist, klärt sich sehr einfach dadurch auf, dass es eben sehr wichtigtuerisch und selbstherrlich ist, von vornherein Menschen die sich in den Social Medias bewegen derart abzuwerten. Überdenken Sie also Ihr persönliches Menschenbild, vielleicht machen Sie dann auch die positiven Erfahrungen, die laut der Statistik die ich bei trickr.de gefunden habe, vor allem kleinere Unternehmen immer öfter mit ihrem Social Media Engagement machen.

Facebook geschäftlich nutzen

Noch ein interessanter, nützlicher Netzfund zum Thema „Facebook“.

Seit immer mehr Menschen aus diesem sozialen Netzwerk von Freunden und Bekannten eine Plattform zur Selbstvermarktung machen, taucht auch immer öfter die Frage auf, wie denn aus einem privaten Nutzerprofil eine Fanpage werden kann. Es widerspricht dem eigentlichen Sinn und Zweck von Social Media Kommunikation, als Person mehr als 5000 Freunde zu sammeln, denn da ist die Chance auf persönlichen Dialog doch nahezu unmöglich. Wenn also aus der Person eine prominente Persönlichkeit geworden ist -oder werden soll- ist es sinnvoll, das eine vom anderen zu trennen. Dadurch wird die eigene Pinnwand wieder persönlicher und somit sozialer und der Dialog rund um´s Geschäft findet auf der Unternehmensseite statt.

Wie das funktioniert und was es dabei zu bedenken gibt, das hat Renate Brokelmann in ihrem Artikel „Wie aus Freunden Fans werden“ sehr einfach und verständlich beschrieben.

Facebook Tipps einfach immer richtig

Es gibt ja viele, die von sich behaupten, sie wären Facebook Experten. Tatsächlich ist es beinahe unmöglich, echter Facebookprofi zu sein und nebenbei auch noch am wahren Leben teil zu nehmen. Die 10 Facebook Tipps die Jan Tißler im t3n Magazin weiter gibt, sind aber tatsächlich für jeden Nutzer hilfreich und nachvollziehbar.

Ergänzend möchte ich aber doch noch etwas hinzufügen. Grundsätzlich sollte der Unterschied zwischen Twitter und Facebook klar sein. Twitter ist eine Informationsbörse, News und Infos teilen in dem Wissen, dass so ein Tweet schnell durch rauscht und echter Dialog eher zufällig stattfindet. Wer also seinen Twitter Account immer mal mit schnellen Neuigkeiten oder interessanten Empfehlungen füttert, der darf ihn auch gerne mit Facebook vernetzen, so wird die Reichweite größer. Facebook ist aber ein soziales Netzwerk, hier ist also Dialog und Persönlichkeit gefragt. Wenn also Twitter Nachrichten auch im Facebook stehen, dann sollte auch immer ein Auge darauf geworfen werden, ob jemand diese Nachricht dort kommentiert hat. Ich persönlich habe beides vernetzt und bekomme auf meine Tweets häufig bei Facebook mehr Reaktionen als bei Twitter und das ist auch gut so, denn so hat sich aus manchem schnell mal „Getwittertem“ eine interessante Diskussion auf Facebook entwickelt, die so bei Twitter eben gar nicht möglich ist.

Facebook-Fanpage: 10 Tipps für erfolgreiche Postings

Ekaterina Walter von Intel hat auf Mashable zehn lesenswerte Tipps für erfolgreiche Inhalte auf einer Facebook-Fanpage veröffentlicht. Sie zeigt in ihrem Artikel, was man tun und was man lassen sollte, um seine Leser einzubeziehen und die Marke via Facebook bekannter zu machen. Also: Wie schaffe ich es, im Newsfeed der Nutzer aufzutauchen? Und wie bekomme ich meine „Fans“ dazu, aktiver zu werden?

Dazulernen am Beispiel Guttenberg

Nachdem heute (01.03.2011) die sogenannte „Causa Guttenberg“ ihr unrühmliches Ende in dem Rücktritt des Verteidigungsministers gefunden hat, scheint es mir eine gute Gelegenheit, anhand dieses Negativbeispiels „Die Macht des Social Media Marketing“ zu zeigen. Vor allem aber, und das halte ich für noch wichtiger, zu erklären wie alles hätte anders laufen können. Besonders in der Kommunikation erklärt sich einiges einfach einfacher anhand von Beispielen.

Vor nur 5 Jahren, wäre die Geschichte wahrscheinlich so abgelaufen: Ein unbekannter Professor entdeckt, dass in der Dissertation geschummelt wurde. Er geht damit an die Presse, wahrscheinlich ein eher für Intellektuelle geeignetes Blatt welches ihm am nächsten steht, es wird also nur von einer Gruppe Menschen gelesen, die den Kopf schütteln und zur Tagesordnung übergehen. Jawoll PUNKT

Im Jahre 2011 läuft aber diese Geschichte anders ab und zwar, weil die virtuelle Vernetzung inzwischen bereits derart gewachsen ist, dass der berühmte „Flügelschlag eines Schmetterlings“ ausreicht, einen Sturm zu entfachen, der alte (auch adlige) Eichen umreißen kann. Im Zeitalter der sozialen Medien verläuft die Entdeckung des bis dato unbekannten Professors eben nicht im Sande der klassischen Medien, sondern wird weiter getragen, genauer hinterfragt und solange von immer mehr Menschen bemerkt, bis keiner mehr irgendetwas unter den Teppich kehren kann.

Ausführlicher beschreibt das der Artikel auf Spiegel Online:

Netz besiegt Minister

Am heutigen Dienstag ist endgültig klar geworden: Gerhard Schröders altes Bonmot, zum Regieren brauche er nur „Bild, Bams und Glotze“ stimmt nicht mehr. Zumindest dann nicht, wenn sich jemand tatsächlich etwas hat zuschulden kommen lassen.

Ich werde jetzt ganz sicher keine Wertung vornehmen, ob das immer zum besten Ergebnis führt, oder meine persönliche Meinung zur „Causa Guttenberg“ hier hinein mischen, denn es soll hier nicht um Politik gehen, sondern um Kommunikation. Unabhängig davon ob Guttenberg als guter oder schlechter Politiker betrachtet wird, eines ist er auf jeden Fall… ein extrem schlechter Krisenmanager.

Wie hätte es laufen können?

Wer auf dieser Seite hier regelmäßig mit liest, erinnert sich bestimmt noch an die Punkte im zweiten Social Media Frühstückchen die für die sozial-mediale Kommunikation so herausragend wichtig sind: Wahrheit | Klarheit | Wichtigkeit oder anders ausgedrückt Transparenz | Glaubwürdigkeit | Relevanz. Das habe ich am 12.02. geschrieben und da gab es noch keine „Causa…“ Tatsächlich habe ich nach den ersten beiden öffentlichen Auftritten des „Ertappten“ gedacht: „Wenn der in meinem politischem Umfeld unterwegs wäre, ich würde ihm den Link schicken mit der dringenden Bitte sehr genau zu lesen“ 😉

Also, erster Auftritt des Dr. z G. „Die Vorwürfe sind abstrus“ Heute wissen wir aber,dass diese Vorwürfe nicht nur nicht abstrus waren, sondern sogar nur die Spitze des Eisberges. Die Parole: „Angriff ist die beste Verteidigung“ funktioniert heute aber nicht mehr. Wahrscheinlich erinnert jeder von uns sich an eine Situation, in der wir gedacht haben: „Ui, wenn das mal nicht auffliegt“ und dann haben´s die Eltern doch herausgefunden und wir hatten die Wahl, einfach zu geben und kurz Ärger über sich ergehen lassen, oder weiter abstreiten, was der Erfahrung nach noch sehr viel mehr Ärger nach sich zog, weil die Eltern jetzt auch noch wg. weiteren Lügen noch wütender oder enttäuschter wären. Falls Sie Kinder haben, kennen Sie vielleicht auch das Gefühl… Ja, so einfach ist das. Wenn man schon beim Mist bauen erwischt wurde, ist´s es doch besser wenigstens dann dazu zu stehen und die Konsequenzen zu übernehmen, die dann grundsätzlich wesentlich weniger schlimm ausfallen als wenn man versucht sich via Lügen vor den Folgen des eigenen Fehlers zu drücken.

Zweiter öffentlicher Auftritt: „Ich betone vorübergehend!“ Statt sich der Journalie in der Bundespressekonferenz zu stellen, lieber ein kurzes Statement vor ausgewählten Pressevertretern. Die öffentlich nachgewiesenen Fehler vorsichtig eingeräumt, aber auch die zweite Gelegenheit, klar zu sagen:“Ja, ich habe da richtig großen Mist gebaut und übernehme die Verantwortung, wie ich es von meinen Mitmenschen ja ebenso erwarte“ verpasst. Dieses Mal sogar die Presse massiv verprellt. Wenn Sie aber die Medien nutzen um Ihren Zielen schneller näher zu kommen, dürfen Sie diese nie belügen oder respektlos behandeln, dass geht immer schief. Was in die eine Richtung funktioniert, wirkt in die andere eben manchmal noch viel schlimmer.

Es folgten ja noch mehr öffentliche Auftritte, die -wie wir heute wissen- eine Unwahrheit nach der anderen ans Tageslicht beförderten und immer eine gewisse Arroganz vermittelte. „Arroganz ist die kleine Schwester der Angst!“ ein Spruch den ich irgendwann einmal aufgeschnappt habe… in diesem Fall scheint er zu passen. Wenn Sie den Eindruck haben, die Medienmacher seien wie wilde Tiere, dann stimmt es spätestens an diesem Punkt tatsächlich und wie ein wildes Tier -oder auch der sonst ganz liebe Haushund- wittern sie Angst, beißen sie zu. In vielen Lebensbereichen gilt doch, Angst ist gefährlich, aber der nötige Respekt kann Leben retten. Auch wenn es bei dem Umgang mit den Social Medias so dramatisch nun auch wieder nicht zugeht… Besonders in der Krisenkommunikation sind Begriffe wie Respekt und Demut überlebenswichtig. Hat die Eigendynamik im Web erst einmal Fahrt aufgenommen, haben die „Wilden Tiere“ in diesem Dschungel die Witterung aufgenommen, ist das nicht mehr zu bremsen. Auch wenn Sie für sich gerade entschieden haben, lieber nicht im Social Web aktiv zu werden, bedenken Sie, Ihr Produkt, Ihre Dienstleistung oder Ihr Firmenname sind schon im Web. Besser Sie können Einfluss nehmen und bekommen mit was dort passiert, denn ist ein Thema erst aus den neuen in die klassischen Medien geschwappt, ist die Welle schon so hoch, dass keiner sie mehr aufhalten kann.

Weil´s einfach funktioniert…

Manche Methoden sind so einfach, dass sie im täglichen Handeln als völlig selbstverständlich umgesetzt werden. Dabei vergessen wir aber schnell, dass es doch Methoden sind und andere Menschen unserer Umgebung, diese vielleicht gar nicht kennen. Erinnert uns dann jemand oder etwas daran, ist es gut dies schnell zu teilen, damit es nicht wieder in Vergessenheit gerät. Mein heutiger Netzfund ist so eine Erinnerung daran, wie einfach doch das Zuviel an Stress abgebaut werden kann. Da ich selber in den letzten Monaten das eine oder andere dieser Methoden schlicht vor lauter Stress, vergessen habe umzusetzen, kam mir der Artikel von Matthias Herbst gerade recht:

„Hilfe ich bin im Stress“

Anti-Stress-Techniken für´s limbische System
(nach Thomas Dodner)

Da das limbische System nicht auf Überzeugungsarbeit und Einsicht reagiert, geht es darum, “heilsame” Reize zu setzen, die diese Hirnregion gewissermaßen “entwarnen” und somit dem Stress reduzieren.

Googel Suche go´s Social

Ein Netzfund, der besonders für B2B Anbieter interessant sein könnte. Denn Google stellt seine Suche immer weiter auf die Social Medias ein. Was das genau bedeutet und welche Konsequenzen daraus folgen, dass stellt Robert Basic in seinem Blog Artikel: Google Social Search: Todesstoß für zögernde Unternehmen sehr gut dar. Ein kleiner Ausschnitt:

Das ist eine fast schon als radikal anmutende Abkehr vom bisherigen Konzept, Google Suchergebnisse anzuzeigen!

Die Sichtbarkeit persönlicher Suchtreffer, bedingt durch Informationen aus dem Freundeskreis, wird wesentlich erhöht. Was bisher am Ende der Suchseite platziert wurde und demnach kaum wahrgenommen wurde, wird je nach Suche ganz weit nach oben gespült. Was heißt das für Firmen? Wenn mein Buddy aus Twitter oder Facebook Deine Waschmaschine nicht gut findet, wird Dir SEO nicht mehr helfen. Persönliche Empfehlungen sind nicht erst seit gestern ein wichtiges Kaufkriterium in vielen Bereichen des wirtschaftlichen Angebots. Heißt? Viel Spaß bei der Google Ranking-Arbeit. Ich nehme mal stark an, dass es viele Unternehmen jetzt noch hibbeliger werden, Social Media irgendwas zu machen, super freundlich in Social Networks unterwegs sein werden und sich so richtig anfassbar machen

Es empfiehlt sich also, das Thema Social Media Kommunikation im B2B Bereich immer ernster zu nehmen, denn wie an anderer Stelle bereits erwähnt: „Der Hype ist vorbei, jetzt beginnt die echte Arbeit daran, einen Kommunikationswandel zu vollziehen.“ Die Nase vorne haben natürlich die Unternehmen, die sich sehr früh in den direkten Dialog mit ihrer Zielgruppe gewagt haben. Verfallen Sie jetzt aber bitte nicht in wilde Hatz, diesen Vorsprung der anderen mit Hilfe selbst ernannter „Social Media Experten“ aufholen zu wollen. Noch mehr als bisher, wird es zukünftig darauf ankommen, wie Sie sich präsentieren und darauf, wie zufrieden Ihre Kunden über Ihr Unternehmen schreiben. Gekaufte Kontakte, oder Referenzen werden noch sehr viel schneller negativ ausgelegt werden, als bisher. Lernen Sie besser selber, diese Medien zu verstehen und sie für Ihre Unternehmenskommunikation zu nutzen, dann wird die neue Google Suche für Sie zu einem Gewinn.

Social Media und „Der Faktor Mensch“

Wie im Social Media Frühstückchen N°2 empfohlen, halte ich natürlich selber auch immer die Augen offen, nach interessanten Meldungen und Empfehlungen im Netz, die für mein Netzwerk, oder meine „Zielgruppe“, informativ und nützlich sein können. Eben entdecke ich die Präsentation von Mirko Lange dem Gründer der PR Agentur talkabout. Leider kann ich nicht beurteilen, wie diese Folien im Vortragsformat wirken, denn ich hatte noch nie das Vergnügen, Mirko als Referenten zu erleben. Die Aussagekraft der Präsentation ist aber auch beim reinen Lesen meiner Meinung nach hoch genug, um einige immer wieder auftauchende Fragen zum Thema „Wieso Social Media in der Unternehmenskommunikation?“ zu beantworten. Um also das „Rad nicht ständig neu zu erfinden“ hier die Präsentation zum „Faktor Mensch im Social Media“ mehr Informationen und Hintergründe zu talkabout und Mirko Lange finden Sie hier: blog.talkabout.de