Archiv des Autors: Angelika Dorsch

ConventionCamp 2012 Nachlese

So kann es gehen… da schreibt frau mit Fleiß und Mühe einen Blog Artikel, möchte alles ganz besonders gut machen und ordentlich mit Bildern und Links arbeiten. Dann kommt etwas dazwischen, dass in dem Moment als wirklich sehr viel wichtiger erscheint und prompt bleibt so ein Artikel Entwurf in der „Warteschleife“ hängen. Tatsächlich möchte ich aber niemandem diese Nachlese vorenthalten und die angesprochenen Sessions waren wirklich sehr inspirierend, daher scheint es mir auch in Ordnung, diesen Artikel heute noch nach zu liefern.

#CCH12 27.11.12 Hannover

Unterwegs zum Convention Camp 2012 bereits der erste Grinser… Zwei Jungens sitzen da und unterhalten sich über auf Papier geschriebene Einsen und Nullen. Mit Einsen und Nullen fing doch irgendwie all das an, was heute für diejenigen die sich auf den Weg nach Hannover gemacht haben, zum Teil Lebensgrundlage ist. Egal ob als reiner Nutzer oder als Programmierer, die Technik mit der wir alle arbeiten basiert nun einmal auf an und aus, 1 und 0.

Leider ist das Netz auf der Strecke Rotenburg Hannover so mies, dass ich den Life Stream mit Julian Assange nicht schauen kann. „Hoffentlich gibt’s das später dann noch als Video.“ denke ich so bei mir, doch die Hoffnung wird schnell zerschlagen, da Assange keine Aufzeichnung will. Nur einer von vielen Hinweisen darauf, dass diese lange Flucht vor… ja vor wem oder was eigentlich? Eine Frage die später noch diskutiert wird… Spuren hinterlassen hat, die stellenweise sehr an Paranoia erinnern.

Angekommen im Convention Center der Messe Hannover, erst einmal orientieren. Da kaum Menschen zu sehen sind, liegt der Verdacht nahe, dass bereits lauter interessante Sessions laufen. Am Session Board dann die Feststellung „Was mich wirklich interessiert, startet gleich erst“ Glück gehabt.

Meine erste Session also die von Ibrahim Evsan zum Thema „Selbstvermarktung“

Zum Auftakt spricht Ibo die wichtigsten Punkte an, die nötig sind für eine erfolgreichen  Selbstvermarktung: Sich selber mögen, Talente und Ziele gut definieren, agil sein und vor allem… Scheiß auf Work Life Balance wer liebt was er tut, braucht das nicht und findet seine Balance am ehesten darin, seinen Job zu machen. Zum Thema Öffentlichkeit und öffentliche Kommunikation findet Ibo dann auch die einfachen klaren Worte: „Wer veröffentlicht übernimmt Verantwortung!!!“  Doch wie viel Öffentlichkeit braucht es bzw. wie werde ich zu einer „öffentlichen Person“? Ganz einfach… Bücher, Artikel und Kommentare schreiben. Immer daran denken: Du bist die Botschaft! Definiere deine Web Geschichte und bewege Dich in dem Umfeld, dass Deinen Zielen entspricht. Oder einfacher formuliert:

A Leute ziehen A Leute an… Scheiß zieht Scheiß an

Frag dich immer Liebe ich eigentlich was ich da tue?

„Habe den Mut dich deines Verstandes zu bedienen“ *Immanuel Kant

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Die nächste Session die mein Interesse geweckt hat sollte sich um das Thema Social Media Monitoring drehen.

 

Felix Barth und Tim Büttner auf dem Panel mit: Stefan Evertz, Juliane Leopold (Zeit online), Paul Baumann (Rossmann GmbH), Uwe Knaus (Daimler)

Tatsächlich drehte sich die Session dann aber vor allem um den von jedem Kommunikationsberater im Zusammenhang mit Social Media Arbeit verhassten Begriff Retourn On Invest.

Da ich meist abschalte sobald das Gespräch auf den ROI kommt, habe ich mir also nur die Punkte notiert, die ich bemerkenswert fand:

Juliane Leopold von Zeit online sagt, 7 Prozent aller Klicks kommen aus Social Media Aktivitäten. Ob das nun wirklich ein Retourn on Invest ist, bleibt aber offen.

Uwe Knaus, der sehr erfolgreich für die Firma Daimler in allen bekannten Social Media Plattformen aktiv ist, „wenn die Insolvenz droht wird Social Media das auch nicht ändern!“ Für ihn ist aber der Blog das wichtigste aller sozialer Medien, alles andere dient dazu, die Aufmerksamkeit darauf zu lenken. (Da bin ich ganz seiner Meinung. Der Blog ist Dreh- und Angelpunkt aller Social Media Aktivitäten, wer da nicht die Erwartungen bedient, die in anderen Plattformen geweckt werden, wird auch mit allem anderen nicht erfolgreich sein.)

Paul Baumann der für Rossmann die Social Media Präsenzen betreut, ist SoMe in erster Linie Kundenservice. Er hat die Erfahrung gemacht das die SoMe Fans und Freunde mehr kaufen und treuer sind. Baumann sagt:“ wir löschen nix, beantworten alles. Ohne Facebook Ads!!!!“

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Nachlese zum Assange Opening

Detlef Borchers, Sascha Pallenberg, Richard Gutjahr, Frank Sander haben sich spontan zusammen gefunden, um das Skype Gespräch mit Julian Assange noch einmal Revue passieren zu lassen.

Allgemeiner Eindruck,  Assange hat langsam einen Lagerkoller! Sechs Monate in einer 15 qm Bude in der Botschaft, das einzige Fenster ist abgeklebt, bieten die besten Voraussetzungen wahnsinnig zu werden. Er scheint auf jeden Fall völlig neurotisch zu sein. Paranoid ist sicher die passende Beschreibung, nachvollziehbar sagt Gutjahr, denn aktuell von den größten Geheimdiensten der Welt gesucht zu werden, wissen dass ein Fehler in Guantanamo enden könnte, das macht sicher paranoid.  Die Frage steht im Raum, was denn von diesem Auftritt erwartet wurde? Ein Frager hat Inspiration vermisst… Frank Sander erklärt, die Orga hat nichts erwartet, daher auch nichts vermisst.  Als Gutjahr die erste Frage gestellt hat, kam von Assange keine entsprechende Antwort, er hat gleich mit seinem Buch gestartet im Wissen völlig neben dem Geplanten zu liegen. Die folgenden knapp zwanzig Minuten gleichen dann auch eher einer Buch Promotion denn eines Interviews, bei all denen, die das Interview live erlebt haben, herrscht aber Einigkeit darüber, dass Richard Gutjahr trotzdem einiges Interessantes von Assange entlocken konnte.     „Die Transparenz frisst ihre Kinder“  als ich das sagte stimmten mir alle zu und ausgerechnet eine Piratin hat das gewittert 😉

Jan-Erik Baars Industriedesigner zum Thema wütende Designer

Meta Chage: Früher waren Hierarchien wie ein Stück Torte alles aufgeschichtet und die Dekor Kirsche war der Chef, heute ist es wie bei einer Pizza, alles flach alle vernetzt.

2012-11-27 17.18.21

Innovation von heute ist Erlebnis. Es dreht sich nicht um Technologie es dreht sich um den Menschen. Erlebnis ist… Eine Symphonie, oder wie ein Lieblingsrestaurant  Dinge die stimmig sind, die zusammen passen, die aufeinander aufbauen. Was bedeutet das für Designer. Wir müssen es symphonisch gestalten.  Alle Abteilungen sind als Einzelkämpfer unterwegs. Die Ebenen der Kommunikation des Designs beginnen mit dem Ende. Wo liegt der Mehrwert? In der Relevanz! Erlebnis ist ein Wachstumstreiber. Der Marktführer Apple schafft Loyalität und Motivation. Ein inspirierender Vortrag. Ja, aus Marketer Sicht ebenso wie als Kommunikatorin, ist genau da der Schlüssel… Nicht alle haben recht und nicht jeder weiß was der richtige Weg zum echten Markenerlebnis ist, gemeinsam könnten aber alle aufeinander aufbauende Kommunikation gestalten und damit ein symphonisches Erlebnis schaffen. Jeder für sich beherrscht eben nur seine Technik.

 

Wünsch Dir was

„Wir sind doch hier nicht bei Wünsch Dir was“ Schon mal gehört diesen Satz? Ich höre das öfter, wenn ich frage „Wie sieht denn Ihre 100% perfekte Situation im Zusammenhang mit Ihrem Unternehmen aus?“ Doch tatsächlich trauen viele sich nicht, das absolute Idealbild zu beschreiben. Natürlich, viel Geld verdienen, dass wollen alle und trauen sich das auch zu sagen. Ist das aber wirklich das Einzige, was sich ein Unternehmer wünscht? Ist das vor allem ein Ziel, für das es sich lohnt, auch mal schwierige Situationen auszuhalten? 

Ziele auch so ein Wort, dass immer wieder irgendwo auftaucht (bei guten Beratern und Trainern sollte dieses „irgendwo“ ganz am Anfang stehen), wenn es darum geht seine Kommunikationsstrategie zu entwickeln. Doch was nutzt es denn, wenn unter dem Wort „Ziel“ lauter tolle Sachen auftauchen, dies dann überall notiert, visualisiert oder auf andere Weise festgehalten wird, wenn dieses Ziel völlig unrealistisch ist? Vielleicht sogar realistisch und erreichbar, aber bei genauerer Betrachtung gar nicht so attraktiv wie anfangs gedacht, entfaltet so ein Ziel ja auch nicht gerade ein Sogwirkung die es einfach machen könnte anzukommen. Wenn dann auch noch irgendwelche Hindernisse unterwegs auftauchen, vergeht manch einem dann oft auch die Lust, sich diesem Ziel weiter zu nähern. Deshalb ist wichtig, am Beginn jeder Strategie-Planung erst einmal sehr genau und gründlich herauszufinden, wo diese Reise denn genau hingehen soll und warum es gut ist, sich auf diesen Weg zu machen. Schließlich bringt auch das beste, neueste Navigationsgerät sie nicht ans Ziel, ohne dass Sie vor der Fahrt die genauen Daten des Zielortes eingeben. Auch wird das tollste Reisebüro keine wirklich ansprechende Empfehlung für ihren Urlaub finden, wenn Sie nur sagen „Ich brauche Urlaub“ ohne genauer zu erklären, wie denn Ihre Vorstellung eines wirklich guten Urlaubs aussieht. Selbst für die Suche nach neuen Mitarbeitern, ist es doch wichtig, genau beschreiben zu können, was dieser Mitarbeiter denn können muss. All dies geht natürlich auch nach und nach, Sie können natürlich auch unterwegs erst ins Navi eingeben an welchen Ort es Sie führen soll. Der Mensch im Reisebüro kann Ihnen auch einfach mal alles zeigen, was er gerade so im Angebot hat. Genauso können Sie eine Zeitungsanzeige schalten in der steht einfach nur „Mitarbeiter gesucht“. Ob Sie dann aber wirklich Zeit, Geld oder Geduld dafür aufbringen wollen, um etwas zu erreichen, von dem Sie nicht sicher sein können, dass es das ist was Sie wollten?

Deshalb sollten Ziele SMART sein. 

 

Spezifisch Konkret, Sie haben sich Ihr Ziel sehr genau überlegt und können das auch formulieren. Mit einfachem „Erfolgreich werden“ gibt sich selbst Google nicht zufrieden, um Ihnen genau die Seite zu zeigen die für Sie die Richtige ist.

Messbar, es also klar ist, woran Sie erkennen, dass Sie Ihr Ziel erreicht haben.

Aktiv beeinflussbar, Sie können Ihr Ziel selber erreichen und sind nicht auf Schicksal oder Zufall angewiesen.

Realistisch, auch wenn alles möglich ist bei „Wünsch Dir was“ gibt es doch manchmal Grenzen, über die auch der kreativste Träumer nicht hinweg kommt.

Terminiert, denn nur was auch absehbar erreicht werden kann, ist es wert aufzubrechen, egal wie weit weg der Termin ist.

Was braucht es zum SMART formulieren?

Ja genau, die Zeit und Möglichkeit, sich darauf einzulassen, diese smarten Ziele zu er“träumen“. Sich also erst einmal seiner eigenen Wünsche genau bewusst zu werden. Dazu dient die Eingangs-Frage nach der 100% perfekten Situation. Die Zeit und Energie, die Sie hier investieren, sparen Sie sogar mit Zinsen wieder ein, wenn Sie zielgenau unterwegs sind. Auch den idealen Kunden zu beschreiben, ist wichtig für die passende Kommunikations-Strategie. „Der Köder soll dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“ und das funktioniert schließlich nur, wenn Sie wissen, welchen Fisch Sie denn da angeln wollen.

und jetzt…

Viel Erfolg beim Träumen und Wünschen

Der Drops ist gelutscht

„Ach hätte ich doch nur…“ oder so etwas Ähnliches, wem ist das noch nie durch den Kopf gegangen? Richtig, jeder hat Situationen, in denen fällt ihm auf, dass er Chancen verpasst, Gelegenheiten ungenutzt gelassen hat. Wenn wir uns dann zurücklehnen und die Gedanken schweifen lassen, dann tauchen sicher viele Bilder vor dem geistigen Auge auf, was alles Schönes heute Realität sein könnte, hätten wir damals/gestern/vorhin anders gehandelt. 

Jetzt haben wir die Wahl, denn wir können in Melancholie verfallen, oder gar in Depressionen, ob der entgangenen Freuden. Wir können aber auch einfach die vielen schönen Bilder aus unserem Kopfkino nehmen und etwas Neues daraus bauen. Wenn doch unsere Gedanken uns schon so schön zeigen, was wir gerne hätten, dann ist das doch die beste Gelegenheit, sich daraus eine klare Zieldefinition zu basteln. Wenn sich jetzt auch noch die richtige Möglichkeit findet, diese Bilder und Gedanken schriftlich, in Ton oder Bild festzuhalten, vielleicht auch mit Hilfe eines Partners, dann können wir damit „arbeiten“.

Mit diesen Gedanken und Bildern gehen wir geistig in einen neuen Raum. In diesem Raum schauen wir uns das Ganze mal mit der Brille des Analytikers an. Wir schauen genauer hin, was denn zum Erreichen dieser Wunschvorstellung tatsächlich nötig ist. So wird also diese Vorstellung (wollen Sie es etwa schon „Vision“ nennen? OK), etwas Reales. Na ja zumindest sehr viel „griffiger“ als Gedanken, Visionen oder Träumereien.

Und nu?

Nu… schreiben wir unsere „Einkaufsliste“ (oder wie auch immer Sie das jetzt nennen wollen, vielleicht ToDo Liste zum Beispiel). Mit dieser konkreten Auflistung dessen, was tatsächlich zu tun ist, um zu erreichen, was wir uns so schön vorgestellt haben, wechseln wir wieder gedanklich den Raum. Mit dem neuen „Gedanken“ Raum wird, Sie ahnen es, auch eine neue Brille nötig. Die Brille des Buchhalters kommt dran. Der Buchhalter prüft, nachdem er ja bis jetzt zu absolutem Schweigen verdonnert war, umso genauer nach, ob denn das was da alles so fleißig aufgelistet wurde, überhaupt realisierbar ist. In seiner peniblen auf Details achtenden Art, macht er lauter Randnotizen. Da steht dann also: -Geht doch gar nicht -Könnte vielleicht unter anderen Umständen -In Ordnung, an all den Punkten. OK, die -Geht doch gar nicht Punkte schauen wir uns kurz noch einmal an und vielleicht fällt uns dabei auf, doch könnte auch „unter anderen Umständen“ funktionieren. Um jetzt herauszufinden, wie das mit den „anderen Umständen“ (bitte nicht mit Schwangerschaft verwechseln, mir fällt nur gerade keine bessere Formulierung ein) hinzubekommen sein kann, setzen wir die Brille des Buchhalters wieder ab. Der Buchhalter wird wieder ganz und gar zum Schweigen gebracht, am besten natürlich in dem wir wieder gedanklich den Raum wechseln.

Gehen wir zurück auf „LOS“

Genau, auf Anfang. Also dahin, wo wir ins Träumen gekommen sind, wo sich die Bilder und Gedanken einfach wie von selber in unseren Kopf geschlichen haben. Jetzt allerdings mit den Punkten im Hinterkopf, für die wir „andere Umstände“ brauchen. Wenn jetzt jeder gedankliche Raum-Wechsel sauber funktioniert hat, kommen die nötigen Ideen hoffentlich von ganz alleine. Mit diesen neuen Ideen und Gedanken, durchlaufen wir jeden einzelnen „Raum“ noch einmal und am Ende stellen wir fest:

„Der Drops ist gelutscht, aber nichts hält mich davon ab, mir einen neuen zu nehmen und zu genießen“ zu spät ist nämlich erst dann, wenn der Deckel unseres Sarges über uns geschlossen wird. Na gut für das Meiste zumindest  😉

 

Billig muss man sich leisten können

Aus gegebenem Anlass, hier einmal ein Artikel den ich im Jahre 2009 geschrieben habe, von meinem privaten Blog auf diesen kopiert.

“Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgendjemand ein wenig schlechter machen und etwas billiger verkaufen könnte. Die Menschen die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften. Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen.

Wenn sie zu viel bezahlen, verlieren sie etwas Geld, das ist alles. Wenn sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen sie das niedrigste Angebot an, müssen sie für das Risiko das sie eingehen etwas hinzurechnen und wenn sie das tun, dann haben sie auch genug Geld, um für etwas Besseres zu bezahlen.” *John Ruskin, engl. Sozialreformer 1819-1900*

Nun ist der gute Mann der das gesagt hat ja schon über hundert Jahre tot, aber recht hat er immer noch. Meiner Meinung nach ist vor allem diese “es geht immer billiger” Mentalität in unserem Lande, zu sehr großen Teilen mitverantwortlich ist an der derzeitigen Krisenstimmung. Mich packt die blanke Wut, wenn ich höre, dass Unternehmer die Produktionskosten mit allen Mitteln senken, die Produktionsmenge aber hoch schrauben. Kosten senken bedeutet doch meist, am Faktor Mensch Einsparungen vorzunehmen, also Entlassungen und Lohnkürzungen. Am Material wird dann auch noch ein bisschen was gespart, so dass im Ergebnis “Billigschrott” verkauft wird, aber weiterhin ein Name dran steht, der einst für Qualität stand. “Made in Germany” ist heute ja nicht mehr annähernd das wert, das es mal war. Das weiß leider auch der Rest der Welt, nur wenn es nicht auf Klasse sondern auf Masse ankommt, kauft man in Fernost, da ist´s meist noch billiger.

Wann besinnen sich also deutsche Unternehmer endlich wieder auf das was unser Land mal zum “Wirtschaftswunderland” gemacht hat: Qualität aus Deutschen Landen, etwas teurer, dafür aber herausragend gut. Dann können Arbeitnehmer von dem Lohn ihrer Arbeit auch wieder beim Metzger kaufen, statt im Discounter. Das Auto käme aus Rüsselsheim, Stuttgart, Wolfsburg oder ähnliches und die Reifen aus Hannover. OK, ganz so naiv wie´s kling bin ich natürlich nicht, aber wenn jeder von uns anfangen würde bei sich selber darauf zu schauen, nach welchen Kriterien er einkauft und wenn dann immer mehr so naiv denken wie ich… ja dann vielleicht???? Es geht nicht immer darum zu wissen was nicht funktioniert, es geht darum zu überlegen was nötig ist, damit es doch funktionieren kann.

Die „Neuen Seiten“ bei Google Plus

Na gut, so ganz neu sind die Seiten inzwischen nicht mehr… Auf Grund akutem Zeitmangels bin ich nur mit meinem dazu gehörendem Artikel etwas spät dran.

Es ist auf jeden Fall sehr einfach, diese G+ Seiten einzurichten. Auch kann jeder, der bereits ein gut gepflegtes G+ Profil hat, einfach und schnell Menschen dafür begeistern, die Seite in ihre Kreise aufzunehmen. Dann aber fängt genau das an, was auch bei Facebook Pages offensichtlich der schwierige Teil ist, Seiten mit Inhalten füllen, die gelesen werden! Womit wir wieder einmal genau da sind, wo alles beginnt, bei der Strategie. Richten Sie eine G+ Seite ein, muss bereits klar sein, zu welchem Zweck dies geschieht. Möchten Sie bestimmt Personen erreichen? Gilt es über die Seite eine bestimmte Botschaft zu verbreiten? Oder möchten Sie vielleicht einfach nur eine Seite einrichten, um für bestimmte, noch zu planende Kampagnen vorbereitet zu sein?

Mein persönlicher Eindruck ist, dass ich über das eigene Profil, sehr viel besser in den Dialog komme, als mit der Seite. Auch wenn die AngieDor Seite  bereits in über 200 Kreisen ist, bekomme ich Reaktionen auf die Inhalte nur, wenn ich diese über mein persönliches Profil weiter teile. Daher ist mein erstes Resümee, eine G+ Seite haben, zum Zwecke der Selbstvermarktung und Unternehmenspräsentation, ist sicherlich empfehlenswert. Von dieser Seite aber zu erwarten, dass es zum Dialog mit potenziellen Kunden kommt, dass sehe ich bis jetzt noch nicht. Hier zeigt sich deutlich, warum Social Media Marketing mit dem Wort Social beginnt…

Menschen beobachten, oder mögen Marken…

Menschen kaufen aber bei Menschen und dafür ist die Person hinter der Marke eben wichtiger als jede Fanpage oder G+ Seite.

Vom Abgucken und besser machen | Facebook vs. Google+

War doch die Aufregung groß, als vor rund vier Monaten Google Plus an den Start gegangen ist. „Facebook Killer“ wurde überall gerufen und geschrieben. Besonders die Kreise, also die besonders komfortable Form der Kontakte Sortierung, hat die meisten G Plusser begeistert.

Nun ist Facebook ja nicht von ungefähr, das größte Social Network weltweit. Einer der Gründe für diesen Erfolg könnte vielleicht sein, das man sich im Hause „Zuckerberg“ einfach konsequent darauf konzentriert, besser zu sein als die Mitbewerber. Genau beobachten, was die Kunden bei der Konkurrenz besonders begeistert, schauen wo der Kunde noch Nachbesserungen wünscht und das Ergebnis dieser Beobachtung entsprechend beim eigenen Produkt umsetzen. In der Social Media Welt ist das ja sehr viel einfacher, als überall sonst. Daher hat Facebook allem Anschein nach, genau das gemacht. Die neuen Listen sind nicht nur sehr viel präsenter als früher, sie denken sogar selber mit und sortieren einige neue Kontakte automatisch in eine Liste ein. Besonders für die regionalen „Freunde“ ist das doch sehr praktisch. Was aber besonders angenehm ist, hat man erst einmal alle Kontakte in die jeweilige Liste sortiert, kann man diese Liste als Favorit anzeigen lassen, so bekommt man immer mit, wenn in dieser Liste etwas gepostet wurde und kann so also diejenigen „Freunde“ im Auge behalten, die besonders interessieren. Bei Google Plus ist dies mit den Kreisen natürlich von Anfang an, einer der großen Vorteile gewesen, es fehlt aber der Zähler, der anzeigt, ob überhaupt in dem entsprechenden Kreis etwas geschrieben wurde. Dieser Punkt geht also klar an Facebook.

Auf der anderen Seite, hat Google bei Twitter abgeschaut und dazu gelernt. Denn mit Einführung der Hashtagsuche, also der Kennzeichnung mit dem Symbol # Raute,  zum Suchen nach Themen und Begriffen, hat auch Google sehr gewonnen. Wer zukünftig zur Recherche in bestimmten Themen auf den Portalen unterwegs ist, hat es also bei Google+ und Twitter einfacher, als bei Facebook.

Es sind also bei G+ und Facebook weitere zeitsparende Ergänzungen dazu gekommen. Es bleibt aber immer dabei, wer wirklich mit den Social Networks zielorientiert arbeiten möchte, muss zum einen sein Ziel kennen und vor allem auch weiterhin Zeit investieren. Besonders aber wenn Sie Ihr Ziel kennen, ist dieses Investment wirklich gut angelegt.

Tolles Tool Prezi

Es ist schon toll, was alles geht, wenn man sich nur und ausschließlich im Internet bewegen möchte. Die schönste Art zu präsentieren bietet zum Beispiel Prezi.com und weil ich diese Präsentation so schön finde, hier einfach mal die, die ich am 24.10.11 in Bremen präsentieren werde. Wer sich auch für das dazu gesprochene Wort interessiert, der fragt einfach mal an. Ich stehe schließlich immer gerne als Referentin zur Verfügung 😉

Loslassen…

Lang lang ist es her, dass ich das letzte mal etwas in diesem Blog geschrieben habe, nicht weil es nicht täglich neues gibt, über das es sich zu schreiben lohnen würde, sondern weil die Zeit fehlt. Immer dann bloggen, wenn es etwas gibt, über dass sich das Schreiben lohnt, ist ja beinahe unmöglich, wenn doch auf all den interessanten, informativen Medien ständig Neues zu finden ist. Ganz nebenbei gilt es ja auch noch, sein „Kerngeschäft“ zu schaffen. Wer also, wie ich, sein täglich Brot nicht mit dem Bloggen verdient, sollte lernen los zu lassen…

Inzwischen starten ja immer mehr Nutzer in die Social Media Welt mit einer Strategie, die zeigt, was denn überhaupt die richtigen Social Media Tools sind, um die definierten Ziele zu erreichen. Haben Sie noch keine Strategie, dann wird es spätestens dann Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, wenn Sie feststellen, dass dieses ganze Social Media Engagement mehr Zeit kostet als es Nutzen bringt. Es gilt also, sich selber die Fragen zu beantworten:

  • Was will ich erreichen?
  • Wen will ich erreichen?
  • Was ist meine Kernbotschaft
  • Wie bzw. Wo kann ich diese Botschaft zu den Menschen bringen, für die das interessant oder wichtig ist?
  • Woran erkenne ich, dass es funktioniert?

Oft zeigt sich schon mit Beantwortung der ersten beiden Fragen, dass es dem eigenen Ziel überhaupt nicht dient, in allen Plattformen präsent zu sein. Daraus ergibt sich dann, dass es überhaupt nichts bringt, zwischen den verschiedenen Möglichkeiten hin und her zu springen und gehetzt alle Kanäle lesen und füttern zu wollen. Wenn diese Erkenntnis dann aber gereift ist und entsprechend aufgeräumt wird, stoßen viele (ich selber auch) an den Punkt des „Loslassens“, denn lieb gewordene Gewohnheiten könnten dieser Strategie zum Opfer fallen.

Eltern erwachsener Kinder kennen dieses zum Teil schmerzhafte Gefühl des „Loslassens“, denn mit der Geburt des Kindes, bis zu seinem Auszug aus dem Elternhaus, gibt es ja ständig etwas, das sich erst (manchmal mühsam) angewöhnt wurde und dann plötzlich gar nicht mehr nötig war. Umgekehrt erinnern sich sicherlich auch noch einige, wie es war, als wir selber größer und selbstständiger geworden sind. Wie viele potenzielle Freunde und Freuden sind da im Laufe der Zeit einfach überflüssig, zum Teil sogar belastend geworden? Mit dem selben Blick sollten also auch gelegentlich die Social Media Tools betrachtet werden.

  • Nutzt das was ich hier tue überhaupt noch dem warum ich das tue?
  • Komme ich hier denn noch mit denen ins Gespräch, mit denen ich mich austauschen wollte?
  • Gibt es inzwischen andere, wirkungsvollere Möglichkeiten?

Nur eine kleine Auswahl an Fragen, die gelegentlich zum „Loslassen“ führen können. Denn es ist nun einmal bei all den schönen Zeitfressern richtig und wichtig, Abschied zu nehmen.

Noch etwas für Freunde von Zahlen-Daten-Fakten

Die „Social Media Governance“ ist eine Studie in der Kommunikations-verantwortliche zu Kompetenzen, Erfahrungen und Strategien in der Social Media Anwendung für ihr Unternehmen befragt wurden. Zum großen Teil bestätigt sie die Erfahrungen die ich in Gesprächen mit Führungskräften großer und kleiner Unternehmen gehört habe. Sie zeigt auch, dass es zunehmend wichtiger wird, mit einer klaren Strategie in die Social Media Kommunikation zu starten. Ohne genau zu wissen, was erreicht werden soll, fressen die verschiedenen Social Media Tools viele Ressourcen ohne erkennbaren Nutzen. Gerade weil die Social Medias so sehr viele hervorragende Kommunikations-Werkzeuge liefern, sollte von vorn herein klar sein, welches Werkzeug für die eigene Unternehmenskommunikation das Richtige ist und wie man es verwendet.

Netzfund: Social Media Studie

Die USA sind ja in Sachen „Social Media Marketing“ sehr viel weiter, als wir in Europa. Ein Grund dafür ist sicherlich die Grundhaltung amerikanischer Unternehmer: „Wenn ich etwas nicht mache, kann ich auch nicht wissen ob es funktioniert“ gegenüber dem, besonders in Deutschland ausgeprägten: „Wenn mir keiner beweisen kann, dass es funktioniert, lass ich die Finger davon“. Die Amerikaner stehen Ungewohntem und ungeprüften eben grundsätzlich offener gegenüber und erzielen damit meist extreme Ergebnisse. Totales Scheitern vs. absolutem Erfolg.

Das ein Unternehmen mit Hilfe der Möglichkeiten die Social Media Kommunikation bietet tatsächlich erfolgreicher ist, je mehr sich die Entscheider im Unternehmen darauf einlassen und je vernetzter der Einsatz der unterschiedlichen Social Media Tools ist, zeigt eine Studie die ich im Schweizer bernetblog entdeckt habe. Hier sind auch Vergleiche mit den Erfahrungen von Schweizer Unternehmern zu finden.